Whiskey Ritual – Blow With The Devil

“Hinter den Erwartungen!“

Artist: Whiskey Ritual

Herkunft: Italien

Album: Blow With The Devil

Spiellänge: 41:09 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 27.11.2015

Label: Art Of Propaganda

Link: https://www.facebook.com/whiskeyritualofficialpage/info/

Bandmitglieder:

Gesang – Dorian Bons
Gitarre, Gesang – A.
Gitarre, Gesang – H. Desecrator
Bassgitarre, Gesang – Plague
Schlagzeug – Asher

Tracklist:

1. Blow With The Devil
2. My Funeral
3. Too Drunk For Love
4. Satanic Komanndo
5. Speed & Chicks
6. A.B.I.C.H.
7. Mephistopolis
8. Nekro Street Gang
9. Henry Rollins
10. Tank Of Interolerance

Whiskey Ritual - Blow With The Devil

Alle guten Dinge sind bekanntlich drei – das dürfte auch bei den Italienern Whiskey Ritual angekommen sein. Mit ihrem Black Metal, der an gute alte Dark Throne-Zeiten erinnert, schieben die Südeuropäer im Gegensatz zu den skandinavischen Vorbildern eine noch recht ruhige Kugel. Da ist der Opener Blow With The Devil der gleichnamigen, zehn Track starken Platte noch am giftigsten. Underground Sound weht dem Käufer über 40 Minuten ohne Unterlass durch die feuchten Haare. Eine Erkältung muss man jedoch nicht fürchten, denn dafür agieren die fünf Musiker nicht frostig genug und einen stürmischen Orkan erkennt man hier nur mit einem Fernglas. Dafür inhaliert Frontmann Dorian Bons mit seinen Männern eine gute Portion Whiskey, die damit den Kreis zu Whiskey Ritual unspektakulär schließt.

Aus ungeschliffenem Marmor ist der gesamte Beginn zu betrachten. My Funeral rauscht zwar ganz gut durch die Boxen, kann einen jedoch nur bedingt ergreifen. Gesanglich grunzt Herr Bons irgendwo in der zweiten Liga, die zumindest noch dem Profibereich (nahe dem Amateurbereich) nicht fern ist. Ohne Frage: Von einer Kombo wie Whiskey Ritual darf man mehr erwarten. Das Ergebnis fällt daher sehr fade aus: Nicht gut, nicht schlecht und in allen Belangen mittendrin statt nur dabei ohne große Akzente zu setzen. Schade, da Mephistopolis und Henry Rollins zum Ende mehr zünden können. Abschließend bleibt es dabei: Eine – sachlich betrachtet – ordentlich ausgestattete Scheibe ohne Wiedererkennungswert und Highlights.

Fazit: Nüchtern ist das Whiskey Ritual nur halb so gut. Schade eigentlich, denn die Italiener haben Potenzial, das man hier und da serviert bekommt. Mehr bleibt zu Blow With The Devil nicht zu sagen, außer dass zu wenig passiert und die fünf Musiker leider zu gern den immer wieder gleichen Mustern vertrauen, die ins Leere führen.

Anspieltipps: Blow With The Devil und Henry Rollins
Rene W.
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