Bei metallischer Kost aus Portugal dürften viele Fans den Namen Moonspell auf der Zunge haben. Seit 2016 sind Toxikull aus dem Großraum Lissabon aktiv und legen mit Turbulence ihren vierten Longplayer via Dying Victims Productions auf den Tisch. Dass Südeuropa auch Potenzial für klassischen Metal hat, unterstreichen Toxikull 2026.
Turbulence ist klassisches Material aus Portugal
Der Auftakt Midnight Fire hört sich vom Titel bereits nach typischer 80er-Jahre-Kost an. Markant ist das Organ von Sänger Lex Thunder, der mit reichlich Feuer, aber ohne Donner, in Höhenlagen springt, die Fans zum Beispiel von den Kanadiern Riot City kennen. Der Song selbst kommt im Style der späten NWoBHM daher, wo sich der eingängige Refrain in den Gehörgang der Fans pflanzt.
In Richtung des rockigen Arms der NWoBHM tendiert der Titeltrack Turbulence, gefolgt vom stampfenden Dragon Magic. Das gradlinige Blessed By The Night zieht das Tempo etwas an, um anschließend mit Dying Star der Hörerschaft eine Powerballade im Style des US-Power-Metal zu kredenzen, wobei der Gesang Quervergleiche zu zum Beispiel Crimson Glory zulässt.
Toxikull wühlen sich durch den metallischen Garten der 80er-Jahre, wo speedige Anleihen (Strike Again) genauso zu finden sind wie Schlenker in rockige Gefilde (Hard To Break). Das Finale läutet der King Of The Hammer ein. Was nach Manowar klingt, ist ein unspektakulärer Metaller, bevor Flames Of Glory mit ordentlich Tempo die Platte ins Finale begleitet und für einen versöhnlichen Abschluss sorgt.
Hier geht es für weitere Informationen zu Toxikull – Turbulence in unserem Time For Metal Release-Kalender.



