Die belarussischen Metal-Pioniere Dymna Lotva präsentieren das herausragende Musikvideo zu The Boat Of Despair, das tief unter der Erde in einem historischen Bergwerk gedreht wurde. Der Song enthält Gast-Vocals des ehemaligen My Dying Bride-Frontmanns Aaron Stainthorpe (High Parasite) – für die Band geht damit ein Traum in Erfüllung.
Dymna Lotva kommentieren: „Sometimes dreams do come true“, sinniert Sängerin Nokt. „For decades, I have dreamed of creating a song that is based on my favourite book, Laddzia Rospačy by Uladzimir Karatkevich. For so many years, I have dreamed of seeing Aaron Stainthorpe live on stage. Later I have dreamed of sharing a stage with Aaron, and then even of singing a song with him. And for some years, I have dreamed of singing inside a cave, in an old mine, on a boat flowing on an underground river. Here we are now, all those dreams have miraculously come true. I wish the same might happen to all of you, who listen to our song and watch our music video The Boat Of Despair!“
The Boat Of Despair ist die zweite Vorabsingle aus dem kommenden Album Vyraj. Die Veröffentlichung des vierten Albums der Post-Black-Metal-Band ist für den 7. August 2026 geplant.
Vyraj – Trackliste:
- Zory
- Veha
- Dymna Lotva feat. Aaron Stainthorpe – The Boat Of Despair
- Viedźmieragina
- Niama Darohi
- Bu Samoje
- Ustań Za Mianie
- Dymna Lotva feat. Ingvarr – Return My Coffin Home
Gastmusiker:
Aaron Stainthorpe (High Parasite, ex-My Dying Bride) – Gesang bei Titel 3
Ingvarr (Schreigarm) – Gesang bei Titel 8
Déhà (Wolvennest, Silver Knife, Slow) – Fretless-Bass bei Titel 8
Deanna F. – Harfe bei Titel 2
Andrii „Deicider“ Sovgar – Begleitgesang bei Titel 6
Miraslava Palynskaya & Jan Palynski – Kinderstimmen bei Titel 2
Velzevul – Begleitgesang & Effekte bei Titel 8
Balbuta Chor bei Titel 6: Andrii „Deicider“ Sovgar, Jan Mačuĺski, Aliaksandr Čarnuha, Jauhien & Mikita
Die Schlagzeugaufnahmen wurden von Piotr Nowak im Studio Młyn in Bycina (Polen) umgesetzt, während die Gesangsaufnahmen durch Pavel Sinila im Everest Studio in Warschau (Polen) entstanden. Gitarren- und Bassspuren wurden von Jauhien im Hata Studio in Warschau aufgenommen. Das Artwork sowie das Layout stammen ebenfalls von Jauhien.
Erhältliche Formate:
Vyraj wird als limitiertes, 60-seitiges Hardcover-2CD-Artbook (inkl. Instrumental-Bonus-CD mit 8 Titeln), als limitierte Gatefold-Vinyl-LP im „Jellyfish-Galaxy-Marmor“-Design (300 Exemplare), als schwarze Gatefold-Vinyl-LP sowie als Digipak-CD erhältlich sein.
Dymna Lotva – Live-Termine:
04 JUL 2026 Friesack (DE) Under The Black Sun Festival
23 JUL 2026 Ostrý Grúň (SK) Gothoom
15 AUG 2026 Pyskowice (PL) Niech Cisza Milczy
22 AUG 2026 Łęka Wielka (PL) 666 United Metal Fest
Mit ihrem vierten Album Vyraj vollziehen Dymna Lotva einen Quantensprung in ihrer rasanten musikalischen Entwicklung. Die rebellischen Dissidenten aus Belarus stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass sie in jeder erdenklichen künstlerischen Hinsicht weit mehr sind als eine Band, die nur eine einzige Schiene fährt.
Obwohl Vyraj auf einem soliden Fundament aus Black Metal und Post-Black Metal ruht, entziehen sich Dymna Lotva jeglicher einfachen Schubladensortierung: Sie lassen sich von Doom, Heavy und Progressive Metal inspirieren und gehen noch einen Schritt weiter, indem sie Elemente aus elektronischer Musik, Gothic und Folklore integrieren. Das Album ist ein Füllhorn großartiger, atmosphärisch dichter Songs, die den Hörer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen – von den dunkelsten Tiefen der Depression und Angst über rohe Wut und Trotz bis hin zu Höhen ekstatischer Hochstimmung. Vyraj gleicht einem musikalischen Kaleidoskop mit ständig wechselnden Mustern und Klangfarben von bemerkenswerter Schönheit, das sich oft in fesselnde Melodien auflöst, die bisweilen sogar eine popartige Anziehungskraft entfalten.
Dymna Lotva halten weiterhin die Fackel der Rebellion hoch – was nur natürlich ist, mussten die Gründungsmitglieder doch aufgrund politischer Verfolgung und der ständigen Versuche des Lukaschenko-Regimes, ihre Kunst zu zensieren und zu unterdrücken, aus ihrer Heimat Belarus fliehen. Auf Vyraj verlagern sie jedoch den lyrischen Schwerpunkt. Das zentrale Konzept des Albums lässt sich als „belarussische Ethno-Astronomie“ beschreiben. In slawischen Legenden wird der Sternenhimmel sowohl mit dem Jenseits als auch mit Reisen in Verbindung gebracht – eine Vorstellung, die eng mit der persönlichen Erfahrung der Musiker von der erzwungenen Emigration verknüpft ist. Diese Idee spiegelt sich im Albumtitel Vyraj wider: einem mythischen Ort, an den Vögel im Winter ziehen und an dem die Seelen der Verstorbenen ihre letzte Ruhe finden.
Ein wesentlicher Aspekt dieses Konzepts ist die Idee, den Weg nach Hause zu finden – so wie die Vögel im Frühling zurückkehren. Eine Gruppe von Freunden der Band reiste in jenes sterbende belarussische Dorf, aus dem die Vorfahren der Sängerin Nokt stammen. Dort verbrachten sie die ganze Nacht auf einem kleinen Familienfriedhof und fotografierten den Himmel während des Perseiden-Meteorstroms. Diese Aufnahmen dienten als Grundlage für das Cover-Artwork und das Booklet von Vyraj.
Vyraj ist kein Teil der Trilogie, sondern setzt vielmehr den Weg Dymna Lotvas zweiten Albums, Wormwood (Палын) fort. Mit Letzterem kehrte die Band 2017 zum Thema Tschernobyl zurück. Mit diesem Album vollziehen Dymna Lotva einen weiteren großen Schritt in ihrer rasanten künstlerischen Entwicklung. Es lässt sich leicht vorhersagen, dass diese einzigartige und höchst originelle Band bald auch auf den Plakaten noch größerer Festivals und auf europäischen Bühnen zu sehen sein wird.
Dymna Lotva sind:
Katsiaryna „Nokt Aeon“ Mankevich – Gesang, traditionelle Flöten, Texte
Jauhien Charkasau – Gitarren, Bass, Keyboards, gesamte Musik
Mikita Stankevich – Gitarren, Hintergrundgesang
Wojciech „Bocian“ Muchowicz – Schlagzeug
Dymna Lotva online:
www.facebook.com/dymnalotva
www.instagram.com/dymnalotvaband


