Artist: Splendidula
Herkunft: Genk, Belgien
Genre: Doom Metal, Sludge Metal, Post Metal
Nach meinem Review zum Album Absentia (hier) war für mich schnell klar, dass ich unbedingt auch mit Kristien von Splendidula ein Interview machen wollte. Das Album hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen – nicht nur wegen seiner musikalischen Intensität, sondern auch aufgrund seiner emotionalen Tiefe und Atmosphäre. Umso mehr freue ich mich, dass sich die Gelegenheit zu diesem Interview ergab. Kristien ist mir zudem keine Unbekannte, denn auf dem Prophecy Fest begegnen wir uns regelmäßig. Umso schöner war es, dieses Mal nicht nur ein paar Worte zwischen den Konzerten zu wechseln, sondern sich ausführlich über Absentia, die Band und die Geschichten hinter der Musik unterhalten zu können.

Time For Metal / Jürgen S.:
Hallo Kristien, es freut mich sehr, dich interviewen zu dürfen! Splendidula gibt es bereits seit vielen Jahren und die Band hat sich einen festen Platz in der europäischen Doom-Metal-Szene erarbeitet. Wenn du auf euren bisherigen Weg zurückblickst: Welche Momente haben die Band am stärksten geprägt und was macht Splendidula im Jahr 2026 aus?
Splendidula / Kristien:
Die Freude ist ganz meinerseits. Vielen Dank für die Einladung!
Splendidula haben sich im Laufe der Jahre enorm weiterentwickelt. Jedes Album spiegelt wider, wo wir als Musiker und als Menschen zu diesem jeweiligen Zeitpunkt standen.
Der größte Einschnitt war natürlich der Tod unseres Bassisten Peter. Danach waren unser Schlagzeuger Joachim und ich die einzigen verbliebenen Mitglieder, was für die Band einen tiefgreifenden Umbruch bedeutete. Schon lange wollten wir stärkere atmosphärische Black-Metal-Einflüsse in unsere Musik einfließen lassen, und die Emotionen, mit denen wir damals zu kämpfen hatten, fanden ganz automatisch ihren Weg in die neuen Songs.
In der Vergangenheit haben wir viel experimentiert und versucht, ein Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichen musikalischen Einflüssen innerhalb der Band zu finden. Das hat uns wertvolle Erfahrungen gebracht und maßgeblich dazu beigetragen, unsere eigene Identität zu entwickeln.
Heute, im Jahr 2026, erschaffen wir endlich genau die Musik, die wir schon immer machen wollten, und bauen dabei auf allem auf, was wir in den vergangenen Jahren gelernt haben. Ich glaube, genau diese Kombination verleiht Splendidula ihren einzigartigen Klang und eine sehr ehrliche Identität.
Time For Metal / Jürgen S.:
Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Absentia! Das Album ist inzwischen seit einigen Monaten veröffentlicht. Wenn du heute darauf zurückblickst – wie empfindest du die Resonanz von Fans und Musikpresse?
Splendidula / Kristien:
Wir sind mit der bisherigen Resonanz wirklich sehr zufrieden. Unsere langjährigen Fans haben die neue musikalische Ausrichtung sehr positiv aufgenommen, und es ist wunderschön zu sehen, dass durch dieses Album auch viele neue Hörer Splendidula entdeckt haben.
Obwohl das Album ein äußerst düsteres Thema behandelt, bin ich unglaublich dankbar für die Rückmeldungen von Menschen, die mir erzählen, dass sie sich durch meine Texte verstanden fühlen. Dadurch entsteht eine Verbindung und ein Gefühl von Trost – das Wissen, mit den dunkelsten Gedanken nicht allein zu sein. Zu hören, dass unsere Musik eine solche Wirkung auf Menschen haben kann, bedeutet mir sehr viel.
Auch die Reaktionen der Musikpresse waren durchweg äußerst ermutigend. Bislang haben wir ausschließlich positive Kritiken erhalten. Einen besseren Empfang hätten wir uns kaum wünschen können.
Time For Metal / Jürgen S.:
Der Titel Absentia steht sinnbildlich für Verlust und Abwesenheit. Wann wurde euch bewusst, dass genau diese Themen das zentrale Fundament des gesamten Albums bilden würden?
Splendidula / Kristien:
Anfang des Jahres 2021 verloren wir unseren guten Freund Sven. Er war einer der größten Musikliebhaber, die ich je kennenlernen durfte, und er hat mir unglaublich viel über Metal beigebracht. Kurz vor seinem Tod erhielt ich einen sehr bewegenden Abschiedsbrief von ihm, und für mich fühlte es sich einfach richtig an, ihm auf irgendeine Weise etwas zurückzugeben. In diesem Moment entstand die Idee, das Album ihm zu widmen.
Damals konnten wir natürlich nicht ahnen, dass wir ein Jahr später auch unseren Bassisten verlieren würden und wiederum ein Jahr danach unsere Katze, die für uns wie ein eigenes Kind war. All diese Verluste haben uns tief geprägt. Ich glaube nicht, dass ich damals über etwas anderes hätte schreiben können als über die Gefühle, die ich gerade durchlebte.
Die Themen Abwesenheit und Verlust waren also nie bewusst geplant – sie wurden ganz von selbst zum emotionalen Kern des Albums.
Time For Metal / Jürgen S.:
Der Tod eures langjährigen Bassisten Peter Chromiak war ein schwerer Verlust für die Band. Wie schwierig war es, solch persönliche Erfahrungen in Musik zu verwandeln und dabei dennoch den Blick nach vorne zu richten?
Splendidula / Kristien:
Es war ein sehr seltsames Gefühl, mit neuen Bandmitgliedern zusammenzuarbeiten, die keine persönliche Verbindung zu den Erlebnissen hatten, die sich in unserer Musik widerspiegeln. Gleichzeitig blieb uns keine andere Wahl, wenn wir die Band weiterführen wollten.
Für Joachim und mich hatten diese neuen Songs eine ganz andere Bedeutung als für die neuen Mitglieder. Glücklicherweise begegneten uns die meisten mit großem Respekt und viel Verständnis. Dennoch braucht es – wie in jeder Band – Zeit, die richtigen Menschen zu finden. Jede Veränderung im Line-Up erinnerte uns daran, wie stark und eingespielt wir vor Peters Tod gewesen waren. Diese besondere Verbindung neu aufzubauen, war ein langer und schwieriger Prozess.
Heute arbeiten wir als Trio zusammen, und das fühlt sich großartig an. Endlich können wir unseren Blick wieder stärker auf die Zukunft richten und uns ganz auf das Schreiben neuer Musik konzentrieren. Ich fühle mich innerhalb der Band wieder sicher und muss mich nicht ständig an neue Veränderungen anpassen. Es gab Phasen, in denen mich all das ehrlich gesagt vollkommen überwältigt hat.
Time For Metal / Jürgen S.:
Die sechs Songs wirken wie eine einzige zusammenhängende emotionale Reise. Habt ihr Absentia von Anfang an bewusst als Konzeptalbum angelegt oder sind die einzelnen Stücke erst während des Songwritings zu diesem Gesamtbild zusammengewachsen?
Splendidula / Kristien:
Einige Songs hatten wir bereits geschrieben, bevor unsere persönliche emotionale Reise begann. Erstaunlicherweise passten sie alle schon damals in dasselbe übergeordnete Thema, und der Großteil des Albums entstand schließlich erst nach Peters Tod.
Der Titel Absentia existierte sogar bereits, kurz bevor wir diese Verluste erleben mussten. Von Anfang an wussten wir, dass wir ein Konzeptalbum rund um das Thema Abwesenheit erschaffen wollten. Zu diesem Zeitpunkt war die Bedeutung des Titels jedoch noch völlig offen und hätte sich in viele verschiedene Richtungen entwickeln können.
Rückblickend haben sich die unterschiedlichen Ebenen des Albums ganz natürlich miteinander verbunden und dem Konzept eine wesentlich tiefere Bedeutung verliehen, als wir uns zu Beginn jemals hätten vorstellen können.

Time For Metal / Jürgen S.:
Musikalisch verbindet ihr monumentalen Doom Metal mit Black-Metal-Einflüssen und atmosphärischen Klanglandschaften. Wie hat sich euer Sound seit Somnus entwickelt und welche Aspekte standen bei der Entstehung von Absentia besonders im Mittelpunkt?
Splendidula / Kristien:
Unsere Musik hat sich seit Somnus enorm weiterentwickelt. Sie ist deutlich näher an das herangerückt, was Joachim und ich uns schon immer vorgestellt haben – mit wesentlich stärkeren atmosphärischen Black-Metal-Einflüssen, denn genau dieses Genre liegt uns beiden besonders am Herzen.
Absentia zu erschaffen war für uns eine Möglichkeit, unsere Gefühle auszudrücken und all das zu verarbeiten, was wir durchmachen mussten. Wir wollten diese Emotionen so ehrlich wie nur möglich in Musik übersetzen.
Für dieses Album habe ich sogar gelernt zu schreien, weil ich darin eine weitere Ausdrucksform für meine Gefühle gefunden habe. Uns war wichtig, dass die Zuhörer die Emotionen hinter den Songs spüren können – selbst dann, wenn sie die Geschichte dahinter gar nicht kennen.
Das Thema selbst ist sicherlich nicht neu oder besonders originell. Unser Ziel war jedoch, es auf eine zutiefst persönliche Weise zu erzählen und ihm dadurch unsere ganz eigene Handschrift zu verleihen. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass uns bereits viele Menschen gesagt haben, sie könnten das Album und die darin enthaltenen ehrlichen Gefühle förmlich spüren.
Time For Metal / Jürgen S.:
Kristien, dein Gesang bewegt sich auf Absentia zwischen großer Verletzlichkeit und beeindruckender Intensität. Wie bereitest du dich darauf vor, diese Emotionen sowohl im Studio als auch auf der Bühne authentisch zu vermitteln?
Splendidula – Kristien:
Mit dieser Besetzung fühle ich mich endlich frei, mich auszudrücken, ohne ständig darüber nachzudenken, was andere vielleicht denken könnten.
Vor einem Konzert nehme ich mir meist etwas Zeit für mich selbst, um innerlich zur Ruhe zu kommen und wieder den emotionalen Zugang zu den Songs zu finden. Auf der Bühne geht es mir vor allem darum, die Botschaft unserer Musik zu vermitteln und die Menschen die Gefühle spüren zu lassen, die im Zentrum unserer Stücke stehen.
Im Studio hatte ich eine eigene, abgeschirmte Gesangskabine, in der ich mich vollkommen öffnen konnte. Bei manchen Liedern brauchte ich mehrere Anläufe, bevor ich sie aufnehmen konnte, ohne in Tränen auszubrechen.
Die hohen Screams, für die ich mich auf diesem Album entschieden habe, sind technisch ausgesprochen anspruchsvoll. Ich arbeite noch immer daran, sie vollständig zu beherrschen. Gleichzeitig kommt genau diese Art des Schreiens dem Gefühl meines inneren Schmerzes am nächsten.
Ich kann mich deshalb nicht immer vollständig von meinen Emotionen tragen lassen, weil ich gleichzeitig auf die richtige Technik achten und meine Stimme schützen muss. Dieses Gleichgewicht zwischen emotionaler Offenheit und technischer Kontrolle begleitet mich bis heute – sowohl im Studio als auch bei unseren Live-Auftritten.
Time For Metal / Jürgen S.:
Mit Aaron Stainthorpe (My Dying Bride, High Parasite) und Tim Yatras (Austere, Germ) habt ihr zwei außergewöhnliche Gastsänger für Absentia gewinnen können. Wie kamen diese Kooperationen zustande und warum waren gerade sie für euch die idealen Stimmen für dieses Album?
Splendidula / Kristien:
Als wir Aaron und Tim kennenlernten, war das Album bereits vollständig geschrieben. Rückblickend fühlt es sich an, als hätte alles genau so sein sollen.
Tim begegneten wir, als wir ein Konzert mit seiner Band Austere organisierten. Später fragte er mich, ob ich Live-Gastgesang für Germ übernehmen würde. Natürlich fühlte ich mich dadurch sehr geehrt. Besonders bewegend war für mich jedoch die Erkenntnis, dass unser Freund Sven – dem Absentia gewidmet ist – in seinen letzten Lebensjahren sehr viel Germ gehört hatte.
Dadurch entstand die Idee, Tim als Gastsänger für unser Album einzuladen – als eine besondere Form, Sven zu ehren.
Aaron lernten wir während eines akustischen Konzerts in einer Kirche kennen. Er kam auf uns zu und ehe wir es bemerkten, waren wir in ein intensives Gespräch vertieft. Auch diese Begegnung fühlte sich wie ein außergewöhnlicher Zufall an, denn die Musik von My Dying Bride wurde auf Svens Beerdigung gespielt und gehörte ebenfalls zu seinen Lieblingsbands.
Aaron verstand sofort die emotionale Tiefe des Albums und wollte Teil davon werden. Für ihn ist es ebenso wichtig, bedeutungsvolle Musik mit echten Gefühlen zu erschaffen. Noch heute erscheint es uns fast unwirklich und unglaublich besonders, dass sich diese beiden Kooperationen ergeben haben.
Time For Metal / Jürgen S.:
Viele Songs auf Absentia leben von starken Gegensätzen – Schwere und Zerbrechlichkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Wie gelingt es euch beim Songwriting, diese gegensätzlichen Emotionen in Balance zu halten, ohne dass eine Seite die andere überlagert?
Splendidula / Kristien:
Genau diese Gegensätze spiegeln das wider, was wir während all dieser Verluste erlebt haben.
Die zerbrechlichen Momente unserer Musik stehen für die Traurigkeit, die ich empfunden habe, während die schweren Passagen das Gewicht meiner Verzweiflung ausdrücken. Manche Hörer empfinden gerade in diesen ruhigen Momenten Hoffnung oder Trost. Für mich selbst sind sie jedoch aus Schmerz und tiefer Trauer entstanden.
Während des Songwritings war es nicht immer leicht, die richtige Balance zwischen diesen Gefühlen zu finden. Joachim und ich haben unzählige Gespräche über die Atmosphäre und die Aussage jedes einzelnen Songs geführt, damit keine Seite die andere dominiert.
Letztlich glaube ich, dass gerade dieser Kontrast unsere Musik so ehrlich wirken lässt. Denn Trauer besteht niemals nur aus einer einzigen Emotion.
Time For Metal / Jürgen S.:
Absentia wirkt wie ein zutiefst persönliches und emotionales Album – und in vielerlei Hinsicht ist es das auch. Gab es während des Schreib- oder Aufnahmeprozesses einen bestimmten Moment oder Song, der dich besonders berührt oder sogar an deine emotionalen Grenzen gebracht hat?
Splendidula / Kristien:
Viele der Texte sind unter Tränen entstanden. Vor allem die Songs auf Niederländisch berühren mich bis heute am stärksten, wenn wir sie live spielen. In meiner Muttersprache zu singen, löst in mir noch tiefere Emotionen aus.
Es ist nicht immer leicht, in diesen Schreibprozess zurückzukehren, weil ich mich dabei erneut mit meinen dunkelsten Gedanken auseinandersetzen und all diese Gefühle noch einmal durchleben muss. Gleichzeitig ist das Schreiben über meine Emotionen für mich eine Form der Therapie.
Ich habe diesen Prozess noch lange nicht abgeschlossen. Ich glaube, dass mich diese Reise und die Verarbeitung meiner Gefühle noch über viele Jahre hinweg musikalisch inspirieren werden.

Time For Metal / Jürgen S.:
Belgien hat sich in den vergangenen Jahren zu einer äußerst spannenden Heimat für atmosphärischen Doom- und Post-Metal entwickelt. Wie siehst du die belgische Szene heute und welche Bands würdest du unseren Lesern besonders ans Herz legen?
Splendidula / Kristien:
Ich finde, die belgische Szene verfügt über unglaublich viel Talent und Kreativität. Wir sind zwar ein kleines Land, aber hier gibt es viele leidenschaftliche Musiker, die hochwertige und außergewöhnliche Musik erschaffen.
Gleichzeitig wünsche ich mir mehr gegenseitige Unterstützung und einen stärkeren Zusammenhalt zwischen den Bands. Manchmal hat man den Eindruck, dass jeder für sich arbeitet, obwohl die gesamte Szene von einem größeren Gemeinschaftsgefühl profitieren würde.
Ganz allgemein ist es enorm wichtig, lokale Bands zu unterstützen, Konzerte zu besuchen und neue Musik zu entdecken. Nur so kann sich unsere Szene auch in Zukunft weiterentwickeln.
Einige belgische Bands, die ich unbedingt empfehlen möchte:
Wound Collector – die zweite Band unseres Gitarristen Guy, die originellen Death Metal mit Saxophon verbindet.
On All Fours – eine Band, die dunkle, atmosphärische Elemente mit einer ganz eigenen Identität kombiniert.
My Lament – emotionaler Doom/Death Metal. Wir standen bereits mehrfach gemeinsam auf der Bühne, zuletzt bei unserer Release-Show in einer Kirche.
Columbarium – unsere Labelkollegen, bekannt für ihre erdrückend schweren Riffs und ihren intensiven Doom-Sound.
Time For Metal / Jürgen S.:
In den vergangenen Jahren hatte ich mehrfach das Vergnügen, dich auf dem Prophecy Fest zu treffen. Unser jährliches Parkplatz-Selfie ist inzwischen fast schon eine kleine Tradition geworden. Was bedeutet dir dieses Festival persönlich und was macht die besondere Atmosphäre der Balver Höhle für dich aus? Und wäre ein Auftritt von Splendidula in dieser Kulisse nicht etwas ganz Besonderes? Hältst du das für realistisch?
Splendidula / Kristien:
Es ist immer schön, dich dort zu treffen!
Zunächst einmal ist die Location einfach einzigartig und atemberaubend. Was die Atmosphäre betrifft, fühlt es sich tatsächlich wie ein großes Familientreffen an. Jeder begegnet sich und auch den Bands mit ehrlichem Respekt.
Außerdem gehört das Prophecy Fest zu den wenigen Festivals, auf denen man wirklich die Möglichkeit hat, Künstler ganz entspannt kennenzulernen und sich mit ihnen zu unterhalten. Die Line-Ups sind jedes Jahr mit viel Sorgfalt zusammengestellt und unterscheiden sich deutlich von denen der meisten anderen Festivals. Ich habe in der Balver Höhle einige unvergessliche Konzerte erlebt.
Dort mit Splendidula aufzutreten, wäre ein absoluter Traum. Vergangenes Jahr habe ich Martin während des Auftritts unserer Labelkollegen Autumnblaze bereits einen kleinen Hinweis gegeben, dass er vielleicht irgendwann noch eine weitere Band von Argonauta Records einladen sollte.
Wer weiß – vielleicht bekommen wir eines Tages tatsächlich die Gelegenheit, Absentia auch in der Balver Höhle zu präsentieren.
Time For Metal / Jürgen S.:
Dein Gastauftritt mit Germ beim Prophecy Fest 2024 gehörte für viele Besucher zu den absoluten Höhepunkten des Festivals. Welche Erinnerungen verbindest du selbst mit diesem Auftritt? Gibt es bereits Pläne für weitere Zusammenarbeit mit Tim Yatras oder Germ?
Splendidula / Kristien:
Vielen Dank, dass du meinen Auftritt zu den Höhepunkten zählst! Das bedeutet mir wirklich sehr viel.
Mit Germ auf der Bühne zu stehen, wird für mich immer etwas Besonderes bleiben, weil die Band zu den absoluten Favoriten unseres Freundes Sven gehörte. Durch diese Zusammenarbeit bin ich selbst zu einem großen Fan geworden.
Ich war außerdem froh, dass das Konzert mit dem Song begann, auf dem ich selbst zu hören bin. So konnte ich den restlichen Auftritt ganz entspannt aus dem Publikum genießen.
Auf der Bühne in der Balver Höhle zu stehen, war ein unvergessliches Erlebnis. Ich habe jede einzelne Sekunde davon genossen.
Momentan konzentriert sich Tim auf sein neues Soloprojekt. Deshalb weiß ich ehrlich gesagt nicht, welche Pläne er mit Germ hat. Vielleicht weiß er das selbst noch nicht – das würde mich ehrlich gesagt nicht überraschen. (lacht)
Ich hoffe sehr, dass wir irgendwann wieder gemeinsam arbeiten können. Den Song übe ich immer noch regelmäßig – für den Fall, dass sich noch einmal eine Gelegenheit ergibt. Es hat damals ziemlich lange gedauert, bis ich alle Gesangslinien und die französischen Texte perfekt beherrscht habe.

Pic by Big Simonski
Time For Metal / Jürgen S.:
Zum Abschluss: Was dürfen die Fans in den kommenden Monaten von Splendidula erwarten? Stehen weitere Konzerte oder Festivalauftritte an? Gibt es vielleicht schon erste Ideen für den Nachfolger von Absentia?
Splendidula / Kristien:
Im Moment legen wir eine kleine Konzertpause ein, um uns ganz auf das Schreiben neuer Songs zu konzentrieren.
Ab September werden wir wieder verstärkt Clubs und Festivals spielen – unter anderem im Vereinigten Königreich, in Österreich, Tschechien und Frankreich.
Noch in diesem Jahr möchten wir mit den Aufnahmen unseres neuen Albums beginnen. Die Grundideen für die Songs stehen bereits. Während Absentia uns musikalisch schon deutlich näher an unsere eigentliche Vision gebracht hat, wird das kommende Album noch stärker widerspiegeln, wer wir als Band wirklich sind – mit noch mehr atmosphärischen Black-Metal-Einflüssen.
Einen der neuen Songs haben wir bereits bei unserer Release-Show live gespielt. Die Reaktionen des Publikums waren durchweg begeistert. Deshalb freuen wir uns schon sehr darauf, ihn aufzunehmen und bald weitere neue Musik mit allen teilen zu können.
Time For Metal / Jürgen S.:
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Ich wünsche dir und Splendidula für die Zukunft alles Gute und hoffe, dass wir uns schon bald wiedersehen – spätestens beim nächsten Prophecy Fest!



