All Will Know – Deeper Into Time

“Hier wird nicht dumm rumgebabbelt“

Artist: All Will Know

Herkunft: Darmstadt, Deutschland

Album: Deeper Into Time

Spiellänge: 46:46 Minuten

Genre: Melodic Death Metal, Metalcore

Release: 20.11.2015

Label: Noizgate Records

Link: https://www.facebook.com/ALLWILLKNOW und http://www.allwillknow.de/

Bandmitglieder:

Gesang – Frank Richter
Gitarre – Jan Jansohn
Gitarre – Steffen Henneberger
Bassgitarre – Max Jänsch
Keyboard – Felix Walzer
Schlagzeug – Lukas Gröhl

Tracklist:

  1. Home
  2. Deeper Into Time
  3. Still, Cold And Lost
  4. Towards Deliverance
  5. Feed Their Minds
  6. Reset That Clock
  7. Exceed And Refine
  8. The Rain I Bring
  9. Solitude In Fear
  10. Existence Denied

All Will Know - Deeper Into Time

Die Band All Will Know gründete sich im Jahr 2010 aus ehemaligen Mitgliedern von Agathodaimon und We Are Guilty und brachte bereits im Jahr 2011 ihr Debütalbum contact heraus. Auch über Bühnenerfahrung verfügen die Jungs aus Hessen schon reichlich, haben sie die Bühnen doch schon mit Bands wie Eisregen, Debauchery oder Adorned Brood geteilt. Am 20.11.2015 erscheint mit Deeper Into Time das zweite Album.

Himmelhilf, mit dem Melodic Death Metal-Kracher Home legen All Will Know aber mal richtig Tempo vor. Das Keyboard fließt stellenweise sehr schön ein und lässt mich ein wenig an Bands wie Dead By April oder dEMOTIONAL denken, wobei All Will Know doch wesentlich mehr Härte aufzuweisen haben und eher die Schiene Deals Death fahren. Sehr überrascht war ich zu lesen, dass wirklich sämtlicher Gesang, also Shouts, Growls und Clean Voice, von Frank Richter kommt. Das ist schon beeindruckend, was er da aus seinen Lungen und seinem Bauch holt.

Auch mit Deeper Into Time und Still, Cold And Lost bewegen sich All Will Know eher im Melodic Death Metal. Bei Towards Deliverance, das mit einem sehr schönen ruhigen Part aufwartet, habe ich dann zum ersten Mal an meine Lieblingsband im Metalcore, nämlich Bury Tomorrow, denken müssen, die allerdings nicht mit Keyboard besetzt sind. Eine sehr geile Mischung gibt es dann aber mit Feed Their Minds, in das All Will Know mal einen Part eingebaut haben, der doch leichte Schlagseite zum Viking Metal à la Wintersun oder Ensiferum hat. Auch Reset That Clock kann damit dienen, wobei ich mich bei diesem Song nicht zwischen Melodic Death Metal und Metalcore entscheiden kann 😀 Ein wenig andere Klänge gibt es bei Exceed And Refine, bei dem ich meine, leichte Anleihen von Ill Nino herauszuhören. Sehr gediegen! Im positiven Sinne auf die Spitze treiben es All Will Know beim letzten Song Existence Denied, wo plötzlich mal jazzige Rhythmen aus den Boxen schallen.

Insgesamt ein klasse Album, das zum einen die richtige Mischung aus Melodie und Härte aufweist, zum anderen ein hervorragendes Songwriting beweist. Abgesehen von dem sehr geilen Genremix werden auch immer mal wieder feine Rhythmuswechsel oder Passagen aus anderen Genres eingestreut, was den Hörspaß hoch hält. Das mit dem Gesang beschäftigt mich aber auch weiterhin, und ich werde mir das wohl mal bei einem Konzert anhören und anschauen 😀

Fazit: Eigentlich sollte ich es so machen, wie die Band auf ihrer Facebook-Seite, und bei Genre einfach nur "Metal" schreiben. Was die Jungs aus Hessen da alles in den großen Pott mit dem Zaubertrank geschmissen haben, geht eigentlich nicht nebeneinander, und schon gar nicht zusammen. Aber All Will Know haben sich wohl gesagt "geht nicht, gibt's nicht", und ihr Mut zahlt sich aus. Das ist richtig, richtig geil, was da über die gesamte Spielzeit aus den Boxen schallt und schon mehrfach meine Nachbarn und mich vom Stuhl gehauen hat.

Anspieltipps: Home, Towards Deliverance, Feed Their Minds und Reset That Clock
Heike L.
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