Aevangelist – Enthrall To The Void Of Bliss

“Wahnsinnige Geräusche in der frostigen Einöde!“

Artist: Aevangelist

Herkunft: Portland, USA

Album: Enthrall To The Void Of Bliss

Spiellänge: 56:23 Minuten

Genre: Black Metal, Funeral Doom Metal

Release: 23.10.2015

Label: 20 Buck Spin

Link: https://www.facebook.com/aevangelist.official

Bandmitglieder:

Gesang, Saxophone, Cello – Ascaris
Gitarre, Gesang, Bass, Schlagzeug – Matron Thorn

Tracklist:
1. Arcanae Manifestia
2. Cloister Of The Temple Of Death
3. Gatekeeper´s Scroll
4. Alchemy
5. Levitating Stones
6. Emanation
7. Meditation Of Transcendental Evil

aevangelist - enthrall to the void of bliss

Die beiden Amerikaner Ascaris und Matron Thorn haben es wieder getan und mit Enthrall To The Void Of Bliss das vierte Studioalbum ihrer Kombo Aevangelist eingetütet. Die zwei Querdenker und dem Wahnsinn verfallenen Musiker zementieren abermals einen Sound, der als Noise und nichts anderes bezeichnet werden darf. Laut lärmt der Black Metal, der durch das Funeral Doom-Gewand noch abartiger daherkommt. In beinahe einer Stunde quälen sich die frostigen Riffs durch sieben Tracks, die allesamt nichts anderes auf dem Plan haben, als dumpfe Klänge in die Kältekammer zu verfrachten und den Hörer einer Gehirnwäsche zu unterziehen.

Das Duo holzt nach ihrem Belieben ab dem Opener Arcanae Manifestia unheilige Atmosphären ein, nimmt diese gefangen und bannt sie auf das Langeisen. Lange Stücke erzeugen das Gefühl, eine niemals endende Scheibe vor sich liegen zu haben, nur im Mittelteil schieben die beiden Strategen Alchemy als Zwischensequenz in die sonst so endlosen Ansammlungen von klirrenden, dumpfen oder einfach nur rauschenden Soundbildern. Nicht nur ein dickes Fell benötigt man bei Enthrall To The Void Of Bliss, man muss die verstrickte Kunst lieben oder man geht mit dieser völlig vor die Hunde. Strukturen kann man nur dann erkennen, wenn man den Lärm im fiebrigen Wahn eins zu eins auseinander nimmt. Was die Jungs im Proberaum treiben, um diesen Noise Black Metal immer wieder aufzurollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Für mich bleiben die Amerikaner eine durch die Bank weg anstrengende Angelegenheit, die zu keiner Sekunde nur ansatzweise versucht, dem Hörer ihre Art von Musik zu offenbaren.

 

Fazit: Ich will Aevangelist nicht kaputt reden, aber es gibt nur wenige, die auf Ascaris und Matron Thorn klarkommen, und daran wird sich in den nächsten Jahrzehnten wohl auch nichts mehr ändern. Das Duo hat seinen brachialen Weg gefunden, ob dieser nun verstanden wird oder nicht, er steht für die frostige Stimmung, die in Enthrall To The Void Of Bliss neu entfacht wird. Getreu nach dem Motto friss oder stirb kann man den Jungs nichts vorwerfen, denn niemand muss das Album erwerben oder gar exzessiv konsumieren.

Anspieltipps: Levitating Stones und Meditation Of Transcendental Evil
Rene W.4.5
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