Anaal Nathrakh – The Codex Necro (Re-Release)

Der alte Atem der Schlange neu aufgelegt

Artist: Anaal Nathrakh

Herkunft: Birmingham, England

Album: The Codex Necro

Genre: Industrial, Black Metal, Death Metal, Grindcore

Spiellänge: 46:05 Minuten

Release: 22.11.2001 (original), 11.06.2021 Re-Release

Label: Mordgrim (original), Metal Blade Records

Link: https://www.facebook.com/Anaalnathrakhofficial/

Bandmitglieder:

Gitarre, Bass, Programming – Irrumator
Gesang – V.I.T.R.I.O.L

Tracklist:

  1. The Supreme Necrotic Audnance
  2. When Humanity Is Cancer
  3. Submission Is for the Weak
  4. Pandemonic Hyperblast
  5. Paradigm Shift- Annihilation
  6. The Technogoat
  7. Incipid Flock
  8. Human, All Too Fucking Human
  9. The Codex Necro

Metal Blade Records veröffentlicht am 11.06.2011 das Debütalbum The Codex Necro der britischen Extrem Metal Band Anaal Nathrakh. Ursprünglich bereits 2001 erschienen, wird das Re-Release in folgenden Ausgaben erhältlich sein.

– Jewelcase CD
– 180g schwarzes Vinyl (EU exklusiv)
– transparentes, violett/rosa marmoriertes Vinyl (EU exklusiv, limitiert auf 300 Kopien)
– ockerfarben marmoriertes Vinyl (EU exklusiv, limitiert auf 200 Kopien)
– transparentes Vinyl mit roten und gelben Spritzern (EU exklusiv, limitiert auf 200 Kopien)
– rubinrot marmoriertes Vinyl (USA exklusiv)
– blutrot marmoriertes Vinyl (USA exklusiv)

Hatte ich im letzten Jahr noch ein Review zum neuen Album Endarkenment von Anaal Nathrakh machen dürfen (hier nachzulesen), war ich natürlich sehr erfreut, nun das Re-Release der ersten Scheibe der Band in unserem Promopool vorzufinden. Und ehrlich gesagt, da brauchte mich niemand drauf hinzuweisen. Das Ding musste ich unbedingt in den Händen halten.

Hier noch die Info für alle diejenigen, die Anaal Nathrakh nicht kennen. Der Bandname, der sich ja irgendwie schon ganz schön seltsam anhört, hat weder etwas mit Gedärmen, noch anderen Körperteilen zu tun. Der Bandname entstammt John Boormans Film Excalibur aus dem Jahre 1981. Dort ist er die erste von drei Zeilen des Zauberspruchs, den Merlin gelegentlich benutzt. Laut Übersetzung bedeutet Anaal Nathrakh so viel wie „Atem der Schlange“.

Hinter Anaal Nathrakh verbergen sich die beiden Birminghamer Musiker Mick Kenny aka Irrumator (alle Instrumente und Programming) und Dave Hunt aka V.I.T.R.I.O.L (Gesang). Bei Liveauftritten gesellen sich noch andere Musiker dazu. In guter Regelmäßigkeit erscheint spätestens alle zwei Jahre ein neuer Longplayer der Band. So sind es bis heute bereits elf Alben seit der Bandgründung im Jahre 1999.

Anaal Nathrakh werfen ein für sie ureigenes Gebräu aus Industrial, Black Metal, Death Metal und Grind Core in den Topf. Heraus kommt ein ganz besonderer Saft, der schwarz durch die Adern fließt. Die Band selbst lehnt eine eindeutige Kategorisierung ab und sieht sich allgemein dem Extreme Metal zugehörig.

In späteren Alben hört man V.I.T.R.I.O.L am Mikro auch ganz toll clean singen. Das ist in dieser Anfangsphase der Band noch nicht der Fall. Gerade die Kombination clean/harsh voices fand ich bei der letzten Platte sehr interessant. Hier jedoch komplett Fehlanzeige. Und was soll ich sagen, sie fehlt mir hier auch nicht. Das Ding ist trotzdem mehr als geil!!!

Insgesamt neun Ausgeburten der Hölle befinden sich auf The Codex Necro, aus dem man kaum einen Song eigentlich herausnehmen möchte. Und trotzdem mache ich es, denn auf dem Album befindet sich der Song Pandemonic Hyperblast. Er wurde mehrfach als der extremste Song beschrieben. Und ja, dieser Song sticht bei den anderen Ausgeburten der Hölle sogar noch hervor. Ich würde diesen Song als so etwas wie das Beast Within bezeichnen, auch wenn alle anderen Songs auf diesem genialen Erstling bereits höllische Marter sind.

The Codex Necro ist ein einzigartiger Tobsuchtsanfall, der die Grenzen des Black Metals weit überschreitet. Da kommt es gut, dass die Band selbst eine eindeutige Kategorisierung für ihre Mucke ablehnt, denn hier ist so vieles extremes gutes Schwarzes vorhanden, wie man es sich nur vorstellen mag! Wer auf solche Bands wie Behemoth steht, wird hier schnell feststellen, dass Anaal Nathrakh etwas Ernsthaftes ist und Behemoth demgegenüber wie eine Power Metal Kapelle rüberkommen.

Anaal Nathrakh – The Codex Necro (Re-Release)
Fazit
Höllischer und schwärzer geht es wohl kaum. Anaal Nathrakh schaffen mit The Codex Necro ein Martyrium der höllischen Ausgeburten! Ein Stilmix aus Industrial, Black Metal, Death Metal, Grindcore, dem etwas Ureigenes innewohnt und Anaal Nathrakh bereits mit dem Erstlingswerk zu etwas Unverkennbaren macht.

Anspieltipps: Submission Is for the Weak, Pandemonic Hyperblast und The Codex Necro
Juergen S.
9.1
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