Betrug auf Bang Your Head Festival 2018

24-jähriger wird zu Geldstrafe verurteilt

Wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung und des Siegelbruchs wurde nun ein 24-jähriger Metal Fan vom Balinger Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Beschuldigte hatte auf dem letztjährigen Bang Your Head Festival gefälschte Verzehrbons in Umlauf gebracht. Insgesamt wurde er mit 448 Bons im Wert von je 2,10 Euro erwischt, jedoch hat der Beschuldigte zuvor schon weitere Bons an Freunde und Bekannte abgegeben. Der Betrug fiel auf, als einer dieser Freunde mit den gefälschten Wertbons bezahlen wollte. Dem aufmerksamen Personal fiel dieses auf und somit wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. Des Weiteren hatte der Beschuldigte sein polizeilich versiegeltes Auto widerrechtlich geöffnet, was einen weiteren Straftatbestand darstellte.

Trotz Ermittlungen der Staatsanwaltschaft blieben viele Punkte im unklaren. Unklar blieb, ob der Beschuldigte die Bons selbst hergestellt hat, oder ob er sie herstellen lies. Des Weiteren, ob er eine Druckmaschine für solche Bons in seinem Wagen vor Ort hatte. Auch blieb unklar, ob man sie ausschließlich selbst einlösen wollte, oder ob sie weiter verkauft werden sollten.
Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Markus Engel, beantragte dennoch im April beim Balinger Amtsgericht einen Strafbefehl und eine Geldstrafe von 3200 Euro. Das Amtsgericht hat den Strafbefehl antragsgemäß erlassen und der 24-jährige ist damit rechtskräftig verurteilt. Gegen acht weitere Beschuldigte, die Bons vom Beschuldigten erhalten hatten, wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt, da die Staatsanwaltschaft nicht einwandfrei nachweisen konnte, dass sie wussten, dass die Bons gefälscht sind.
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