Coast Rock Open Air 2016 vom 26.08.2016 bis 27.08.2016 in Suurhusen

“Coast Rock Open Air 2016 vom 26.08.2016 bis 27.08.2016 in Suurhusen“

Festivalname: Coast Rock Open Air 2016

Bands: Schirenc Plays Pungent Stench, GodDethroned, Macbeth, Obscurity,  Exumer, Stormwarrior, Bloody Invasion, Slaughterday,  Burial Vault, Northerion, Grave, Motorjesus, Dust Bolt, Entrails, Excrementory Grindfuckers, Gorilla Monsoon, Pripjat,  Eastfrisian Terror, Devil M, Villainy, Monster und The Beerbusters

Ort: Hinte / Suurhusen, Niedersachsen

Datum: 26.08.2016 – 27.08.2016

Kosten: 50,00 € VVK Wochenendtickets, 25,00 € Tagestickets für Freitag und Samstag

Genre: Heavy Metal, Thrash Metal, Death Metal

Kosten: ca. 350

Veranstalter: Emder Event Service – E.E.S.

Link: http://www.coastrockopenair.com/

Coast Rock Open Air 2016 - Stand 10.05

Wie das Land, so steht nicht nur das Bier aus den typischen grünen Flaschen, sondern auch das Coast Rock Open Air für eine ganze familiäre Szene im Nordwesten Deutschlands. In den letzten Jahren wurde diese neu formiert mit starken Konzerten in Aurich, Emden, Leer oder dem Moormerland mit Bands vom internationalen bis angesehenen nationalen Format. Mit dem Coast Rock Open Air wird ein neues Metalevent direkt an der Nordsee am schiefsten Turm der Welt geboren, welches ab sofort zum festen Eckpfeiler der Festivallandschaft heranwachsen soll.

Freitag:

Die ersten Zelte stehen bei bestem Wetter, der Einlass ist wie erwartet entspannt – der Veranstalter rechnet mit bis zu 500 Besuchern, da ist ein Mega-Ansturm zu allen Tageszeiten nicht zu erwarten. Die professionelle Aufmachung in allen Belangen begeistert schon zu Beginn. Toilettenwagen, genug Dixis, ein spannendes Infield, das trotz der Größe eine Handvoll Stände präsentiert. So stehen nicht nur eine Bier- und Fressbude auf dem Platz, sondern es können Merchandise sowie Tonträger gekauft werden. Es gibt einen eigenen Festival-Stand mit Shirts der spielenden Acts sowie Festivalshirts.

Als erstes dürfen die Ostfriesen Northerion zum allerersten Mal überhaupt die Boxen zum Dröhnen bringen. Ins natürlich abgegrenzte Areal verirren sich die ersten Besucher. Richtig viel geht vor der Bühne noch nicht ab, aber das ist ein Dauerleiden der ersten Gruppen bei kleineren Festivals. Nichtdestotrotz legen die Stücke In These Graves, Witchcraft, The Omen Of Fire oder The Beast einen ansprechenden Grundstein für zwei spannende Tage.

Burial Vault 3 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Frontmann Raimund Ennenga führt im Anschluss von Northerion die Emsländer Melodic Death Metal-Formation Burial Vault auf die Coast Rock-Bretter. Die beiden Gitarristen Richard Kaiser und Tobias Schaub schrauben fleißig an ihren Äxten, sodass alle Anwesenden den Gig der regionalen Vollblutmusiker nicht verpassen wollen. Im lebensbejahenden Schwarz machen die Papenburger, die bei Apostasy Records unter Vertrag stehen, alles richtig und geben non stop Vollgas. Songs wie Return To Point Zero, LCD (Liquid Crystal Dementia) oder The Nightly Horror bleiben ohne Probleme im Ohr!

Nicht weniger stark sind die Jungs von Slaughterday, die ebenfalls aus der Region stammen und über F.D.A.Rekotz brutale Death Metal-Salven in die Welt tragen. Vor wenigen Tagen noch die Summer Breeze-Bühne zerlegt, darf heute die kleine gemütliche Stage in Suurhusen dran glauben. Gefangene machen die Haudegen aus Leer keine. Erst vor wenigen Tagen hat mein Kollege die aktuelle Platte Laws Of The Occult mit voller Punktzahl gehuldigt. Keine schlechte Entscheidung, denn das neue Material ballert auch live wie Sau! Da es fast schon zu warm ist, zieht es einen doch gerne in den Schatten, um kaltes Becks für 2,50 € zum Abkühlen zu genießen – natürlich mit festem Blick auf die Schlacht von Slaughterday.

Bloody Invasion 2 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Nach dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.„, haben die Berliner Bloody Invasion einen schweren Stand und keine heimischen Unterstützer wie das Vorgänger-Trio. Der nicht optimale Sound zu Beginn spielt Max und seinen Männern zudem nicht wirklich in die Karten. Egal, denn dass die Haupstädter ähnlich stur wie die Nordleute sind, zeigt spätestens der beherzte Auftritt vor wenig Headbangern. Denn egal wie viele Leute abfeiern, eine gute Leistung ist Ehrensache. Hut ab, so sollte jede Band reagieren! Der Track Zombie Society greift wunderbar die Thematik der medialen Zombies dieser Welt auf, wovon im abgelegenen Ostfriesland jedoch nichts zu spüren ist.

Einer der bekanntesten Metal-Ostfriesen überhaupt darf hinter seiner Schießbude für Furore sorgen. Die Rede ist von keinem anderen als Jörg Uken, den viele neben Stomwarrior von Soundlodge kennen dürften. Die Heavy Metal-Schergen, die bei Massacre Records unter Vertrag stehen, lassen es von Beginn an krachen. Richtig zufrieden sind Lars Ramcke und Yenz Leonhardt mit dem Stagesound jedoch nicht. Nachdem das Problem beseitigt scheint, zerlegt sich gleich noch ein AMP. Wie war das noch mit: „Wenn es scheiße läuft, dann läuft es scheiße?“ Ganz so schlimm ist es heute Abend bei Stormwarrior nicht, da noch Witze über den Soundcheck auf der Bühne von Manowar gemacht werden können. Klassiker wie Metal Legacy gehen einfach immer und vertreiben dunkle Gedanken. Die berühmte Pommesgabel in der Luft, eine gute Stimmung und erste fliegende Haare sorgen für eine gelungene Party, auch wenn etwas mehr Leute die deutsche Heavy Metal-Kultband feiern dürften.

Exumer 2 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Seit 1984/85 lärmen Exumer mit Pausen durch die Republik. Wer die Thrasher von Mem Von Stein kennt, ist seit 1986 dabei, der weiß, es gibt nun ordentlich was auf die sturmerprobte Mütze. Agil zerlegt das Quartett die ostfriesische Abendruhe. Kein Vogel ist mehr zu hören, nur noch wilde Riffs von Ray Mensh, T. Schiavo und Marc B. surren durch die warme, elektrisierende Luft. Zwar habe ich mir vom aktuellen Werk The Raging Tides mehr vorgestellt, live lassen die Metal Blade Records-Krieger jedoch keine Fragen offen. Brand Of Evil und Vermin Of The Sky sind hierbei nur zwei der zelebrierten Perlen.

Ein langer Tag mit noch vier offenen Rechnungen schickt Obscurity ins Rennen. Ihr aktuelles Werk Vintar noch genau im Ohr, legen die Heiden sportlich vor. Naglfar, das Herzstück von Vintar, ist ohne den seit zwei Jahrzehnten aktiven Schlagzeuger Arganar kaum vorstellbar, aber so ist das Leben und Obscurity werden auch weiter dicke Pagan-Parties feiern. Im Herzen Des Eisen geht gewohnt aggressiv vorwärts. Eine deutsche Band des Pagan-Genres, die man auch 2016 noch konsumieren kann, ohne gähnen zu müssen. Nach Asgard Wir Reiten und Bergischer Hammer setzen das bekannte i-Tüpfelchen auf ein Highlight des Tages.

Macbeth 4 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Als Macbeth, die Kultband aus dem Osten, bestätigt wurde, konnte ich es kaum glauben. Bislang die Männer nur auf ihrer DVD erlebt, überzeugen die Alben und auch das Interview mit der Gruppe vor ein paar Jahren. Prägnant wie heiße Funken schmelzen die Heavy Metal-Kompositionen durch die Haut direkt auf den Knochen. Wer die Geschichte von Macbeth kennt, kann nur Gänsehaut bei Songs wie Hunde Wollt Ihr Ewig Leben oder Stalingrad bekommen. Ohne Headbangen kommt man gar nicht durch die Session, zudem ist es unglaublich cool mit anzusehen, welchen Spaß die Erfurter an ihren Hymnen haben. Gesanglich glänzend und technisch bärenstark – mehr kann man aus der tödlichen Mixtur aus Thrash und Heavy Metal nicht erwarten! Selbst nach dem schweißtreibenden Auftritt hat Sänger Oliver Hippauf noch Zeit für ein kleines Gespräch.

Unsere Nachbarn in den Niederlanden haben diverse heiße Death Metal-Eisen im Feuer, eins davon steigt als Co-Headliner am heutigen Freitag auf die Coast Rock-Bühne. God Dethroned, die nach ihrer Reunion im letzten Jahr schnell wieder auf dem Level vor ihrer Auflösung waren, lassen jeden Zweifel an ihrem Status im Keim ersticken. Voller wie zum jetzigen Zeitpunkt ist es den ganzen Tag noch nicht gewesen. Henri „T.S.K“ Sattler keift durch die kühle Abendluft. Nicht nur Nihilism sorgt für Zündstoff, auch Storm Of Steel brennt ein derbes Feuerwerk nieder. Nichts geht jedoch über Sigma Enigma, den Überhit, der jeden Tag im Death Metal-Underground bis zum Anschlag aufgedreht in die Trommelfelle gedrückt werden sollte. Meine erste Show nach der Auflösung der Band. Verdammt ist das schon wieder lange her, Sigma Enigma und God Dethroned nicht mehr live erlebt zu haben.

God Dethroned 2 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Eine Naturgewalt? Nein, es sind nur Schirenc Plays Pungent Stench, die – wie es der Name schon zu erkennen gibt – Pungent Stench aufleben lassen. Das österreichische Trio aus Wien kann man nur mögen oder hassen, anders geht es nicht. Brutal und groovig zugleichen kombinieren die Todesbringer Rockriffs mit giftigen Death Metal-Walzen. Live sollte man Schirenc Plays Pungent Stench, wenn man denn das Genre bevorzugt, gesehen haben. Die müden Knochen können gar nicht anders als bei den Beats von Mike G. Mayhem zu zucken, der hinter seine Schießbude brilliert. Ein perfekter Abschluss am ersten Festivaltag, der als Wermutstropfen mehr Besucher verdient hätte, doch jeder Festivalstart in den ersten Auflagen ist kein Kindergeburtstag!

Samstag:

Der erneute regionale Start wird durch Monster gebildet, zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns noch auf der Anreise, der letzte Tag ist nach den Bands doch etwas ausgeufert und die Anreise von knapp 80 km ist nur die erste Hürde. Laut Übermittlungen der bereits anwesenden Bekannten, hat Frontmann Alex Oberdiek wieder ordentlich auf den Putz gehauen. Was wir aus der jüngsten Vergangenheit gerne und ohne Abstriche glauben wollen!

Villainy 2 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Villainy, die schleppenden Death Metaler aus den Niederlanden (bitte nicht mit den Neuseeländern verwechseln), passen musikalisch rein gar nicht in das beste Sommerwetter. Ihr Death Metal mit Doom-Elementen und einer konfusen Mixtur aus Jazz und anderen handgemachten Klängen kann bei 110 % Tageslicht überhaupt keine Stimmung erzeugen. Bitter jedoch die Tatsache, dass vor der Bühne nur eine einzige Person, vermutlich stark alkoholisiert, zu den Takten des Trios tanzt (wankt). Bei später Stunde und Dunkelheit wäre sicher eine melancholischere Stimmung der techinisch nicht zu verachtenden Villainy über die Besucher gekommen.

Devil M noch nie was von gehört? Macht nichts, denn die Oldenburger bilden das Kontrastprogramm. Gothic Rock/Metal mit vielen elektronischen Einspielungen dröhnt über das weite Land. Viel instrumentale Parts, Sänger Max Meyer (viel deutscher geht ein Name nicht) hämmert wild auf seiner Trommel herum. Mehreren Gesangsfarben von Max werden nur zu gerne technisch unterstützt. Schwarzgeschminkt und mit Kunstblut in der Visage rundet er die Show ab. Optisch extravagant bleibt es für die meisten gewöhnungsbedürftig, die anderen haben ohne Frage ihren Spaß!

Eastfrisian Terror 4 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Herr Eden, der in Ostfriesland wie ein bunter Hund bekannt ist, führt seine aktuelle Streitmacht Eastfrisian Terror in die Hitzeschlacht. In der Heimat und in weiten Teilen Niedersachsens ist ihr Death/Grind mit plattdeutschen Lyrics nicht nur bekannt, sondern ein Kracher. Unser Mr. Deichgoat keift und growlt in das Mikrophon. Er ist zwar nicht der stärkste Sänger des Planeten, aber immer mit Leib und Seele dabei. Mit diesem Herzblut gehen Stücke wie Labskaus runter wie Öl. Die aktuelle Aufstellung mit Alf Kluge und Helmut van der Werf bringen Eastfrisian Terror ordentlich voran.

Das ist bitter. Unsere lieben Zeltnachbarn vom letzten Party.San Pripjat aus Köln scheinen dem Coast Rock-Publikum kein Begriff zu sein. Das ist Kirill und Eugen mal sowas von scheißegal – die beiden spielen sich den Thrash Metal-Arsch auf und ziehen die ganze Gruppe mit. Ein Newcomer, der trotz der geringen Beteiligung so hart am Limit kämpft, hat zusätzlichen Applaus verdient. Für mich eine der spannendsten Jungbands des Genres, die unsere Republik zu bieten hat. Gleiches gilt für Dust Bolt, die etwas später am Tag noch zocken. Wer auf Slayer in aggresiv mit einem aufgedrehten Mille steht, sollte mal in das Material der Domstädter reinhören!

Gorilla Monsoon 2 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Gorilla Monsoon erwischen einen sehr starken Sound und steigern die Aktivitäten vor der Stage. Mit der aktuellen Grillzange Firegod zeigen die Dresdner ganz großen Doom Metal, Stoner Rock bzw. Southern Rock. Diese Zusammenstellung passt bei Chris, Jack, Drumster und K.K. wie die berühmte Faust auf’s Auge. Leichter US-Desert-Sound schlägt die Brücke in nordeuropäische Doom-Fahrwasser, was einen durchdringenden Sound zur Folge hat. Ebenfalls ein klasse Auftritt.

Bunt wird es mit den Excrementory Grindfuckers. Looking For Grindcore scheppert übers weite Grün. Ich muss leider zugeben, ich finde die Musiker so witzig wie J.B.O. – nämlich rein gar nicht amüsant. Gut, live funktioniert die Menschenschlange, die man auch Polonaise nennt, Konfetti und genug zu trinken und fertig ist die Grindfuckers Party. Schnaps, ein Song an alle Heimscheißer, sorgt für leuchtende Augen. Ein Schneewerfer bei 30 Grad im Schatten ist ebenfalls eine gute Wahl, um Headbanger anzulocken. Bei Staatsgrind Nr 1 macht sich der Fuckers-Gitarrist von der Bühne, um direkt in der Masse zu feiern. Weitere Worte braucht man nicht mehr hinzuzufügen. Alle, die Fungrind mögen, hauen auf die Pauke! Der Rest trinkt Bier. :-).

Entrails 2 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Die Vorfreude auf die neustrukturierten Schweden Entrails ist groß . Der neue Sänger und Bassist Tommy Carlsson ist eine Granate, Drummer Matin „fjalar“ Michaelsson gerbt die Felle wie ein Berserker. Der Old School-Todesblei bleibt im Hause Entrails ein Brett. Noch im alten Gewand konsumiert, macht die Aufstellung 2016 ordentlich Rabatz. Der aktuelle Player Obliteration schreit somit zwingend nach einem Nachfolger. Das Ergebnis scheint jetzt schon nach einem Killergeschoss zu schreien. Das wird für die letzten Bands verdammt schwer, auf den Haufen noch mal zu scheißen.

Dust Bolt wirbeln wie sonst keine Band über die Stage in Suurhusen. Von meinem Kollegen hat die gerade frisch gepresste Scheibe Mass Confusion volle Punktzahl abgesahnt, da ist die Erwartung natürlich sehr hoch. Gleichermaßen schnell wie die Thrash-Kunst von Lenny B. und Mitstreitern werden fliegende Haare in den ersten Reihen produziert. Gebührende Bewegung für eine Band, die immer 110 Prozent gibt. Einen wilden Moshpit inszenierend können Flo D. und Bene M. nicht stillstehen. Bei Dust Bolt, die ich vor ein paar Jahren das erste Mal gesehen und danach nie wieder aus dem Augen verloren habe, macht die Entwicklung viel Freude. Kaum eine andere Band des Genres konnte in Deutschland derart Fuß fassen. Warum, kann man auf dem Coast Rock erleben. Thrash Till Death oder besser Dust Bolt zerlegen mal wieder eine Bühne!

Grave 1 - Coast Rock 2016 - Time For Metal

Motorjesus tauschen ihren Slot mit Grave. Die Headliner aus Schweden müssen um Fünf im Flieger gen Heimat sitzen und haben Angst diesen zu verpassen. Über den Tag wurden gut zwanzig Minuten Verzug aufgebaut – kaum der Rede wert für einen langen Tag mit vielen Bands. Während der Umbaupause verkündet der Veranstalter eine Unwetterwarnung und fordert alle Besucher – falls nötig – Zelte usw. zu sichern. Über einen Abbruch wird mit den örtlichen Behören gesprochen, dieser ist jedoch noch nicht aktuell. Für Grave dennoch kein Grund, schnell auf der Bühne zu stehen. Man hat scheinbar das Gefühl, Ola Lindgren trödelt noch zusätzlich. Auf dem Party.San zwei Wochen zuvor haben die Männer auch in 15 Minuten einen Knallersound produziert und selbst einen Live-Check-In würde ich dem Quartett mit der Klasse und Erfahrung zutrauen. Nach dem infernalen Intro verfliegt der Ärger in Nullkommanichts. Lange hält die Freude nicht, Ola Lindgren und Co. zocken wie gewohnt und machen ohne Frage Spaß. Ich könnte die Gruppe wie GodDethroned jeden Tag konsumieren, das Unwetter ist jedoch kurz davor, das Festival heimzusuchen und unser Team bringt Leib und Technik in Sicherheit.

Gerade vom Hof gefahren, zucken wilde Blitze durch die abgekühlte Nacht und der Regen prasselt wie aus Eimern. Grave können noch zu Ende spielen. Mächtig bitter ist es nur für Motorjesus, die durch den Abbruch leer ausgehen. In der nächsten Auflage haben diese hoffentlich die Chance, die Show nachzuholen. Der Veranstalter hat alles richtig gemacht. Die Zusammenarbeit mit den Behörden lief besser als bei alten Festivalhasen. Das unterstreicht die gute Organisation der ersten Auflage, die zweifelsohne nach Wiederholung schreit. Durch die späte Genehmigung und durch die kurze Bewerbungszeit des Coast Rock waren leider zu wenige Headbanger zu zählen. Jeder Anfang ist schwer und mit der festen Fanbase aus diesem Jahr kann im nächsten Jahr (hoffentlich) noch derber gefeiert werden.

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