Disaffected – Rebirth

“Ich mach mir die Welt…widewide wie sie mir gefällt“

Artist: Disaffected

Album: Rebirth

Spiellänge: 65:27 Minuten

Genre: Progressive Death Metal

Release: 25.05.2012

Label: Massacre Records

Link: https://www.facebook.com/disaffectedmetal

Bandmitglieder:

Gesang – José Costa
Gitarre, Flöte, French Horn – Sérgio Paulo
Bass – António Gião
Keyboard – Rodrigo Domingues
Schlagzeug – Octávio Custódio

Tracklist:

  1. Mankwala (Intro)
  2. C.ult O.f M.y A.shes
  3. Getting Into the Labyrinth
  4. Dreaming III (A Nightmare)
  5. Evilution Within
  6. Miracle Dance
  7. Our Will
  8. Hypnotic Prophecy
  9. The Rebirth Of…
  10. 1460 Steps to Divine
  11. Arrival (Outro)
Disaffected-Rebirth_Albumcover

Disaffected wurden 1991 in Portugal als Death/Thrash Metal-Band gegründet. Sechs Jahre ging dann alles gut, es wurden Sachen veröffentlicht und Auftritte gemeistert, dann kam 1997 die Trennung aufgrund von internen Problemen. Im Dezember 2006 geschah dann eine Art ”Weihnachtswunder” und nach fast einer Dekade versöhnte sich die Band wieder. Schließlich ging es mit neuem Keyboarder und Drummer wieder munter los, sodass nun, im Jahre 2012, mit Rebirth das neueste Album des Quintetts ins Haus steht.

Und diese Wiedergeburt gestaltet sich… schwierig. Zwischen Flöten und vernöstlichen Klängen zu Beginn, wunderschönen Klavierpassagen wie in Miracle Dance, was ein rein instrumentales Stück ist, tauchen auf einmal in Roboterstimme gesungene Passagen wie in Hypnotic Prophecy oder C.ult O.f M.y A.shes auf. Aber das ist nicht alles. Es scheint, als wird sich an so ziemlich allem bedient, was die progressivere Schiene des Death Metals hergibt. Die klaren und markanten Bassläufe (z.B. zu Beginn von Evilution Within), die teilweise starke Verwendung des Synthesizers, häufige Tempiwechsel und die Verwendung von Soli sind hier noch die normalsten Elemente. Aber weiblicher Jazzgesang bei Dreaming III (A Nightmare) sowie beim Outro Arrival (was für ein Name für ein Outro!) ist da schon eher exotischer.

Fazit: Für mich definitiv ein Album voller Gegensätze. Von ruhigen Passagen zu wilden Elementen über Soli ist irgendwie alles dabei. Leider wirkt das Gesamtwerk ein wenig zusammengewürfelt – es ist einfach zu viel des Guten. Progressive Musik ist immer eigenwillig und auch selten einfach zu hören, doch hier wurden auf Gedeih und Verderb alle Elemente untergebracht, sodass eine recht schwierige Kost entsteht. Musikalisch gewiss nicht schlecht, doch für die normale Hörerschaft einfach zu heftig. Zu loben sind jedoch auf jeden Fall die sehr abwechslungsreiche Stimme von José Costa und die gut gespielten einzelnen Elemente. Ihr wollt anspruchsvolle Musik mit steter Abwechslung? Dann seid ihr mit Rebirth von Disaffected richtig beraten! Anspieltipps: Miracle Dance
Petra D.
5
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