Ellefson-Soto – Unbreakable

13.02.2026 – Heavy Metal, Hard Rock – Rat Pak Records -– 38:55 Minuten

Bassist David Ellefson (Ex-Megadeth) ist aktuell sehr umtriebig. Vor wenigen Wochen verkündete er seinen Einstieg bei Metal Church, jetzt folgt die Veröffentlichung der zweiten gemeinsamen Platte mit Jeff Scott Soto (Talisman, Trans-Siberian Orchestra, ehemals Yngwie Malmsteen und Axel Rudi Pell). Unterstützt wird das Duo von Andy Martongelli (Gitarre) und Paolo Caridi an den Drums. Dazu gesellen sich die Gastbeiträge von Tim Ripper Owens (KK’s Priest, ehemals Judas Priest) und Burning Witches-Frontfrau Laura Guldemond. Das Ergebnis nennt sich Unbreakable und ist der Nachfolger des 2022er-Debüts Vacation In The Underworld.

Unbreakable setzt die Kollaboration von David Ellefson und Jeff Scott Soto fort

Bei Onsite-Projekten bekannter Musiker geht es in der Regel um Ausflüge in andere musikalische Gefilde, abseits von dem Scope der Hauptband. Die Frage bei Ellefson und Soto ist, wer 2026 die Hauptbands sind. Bei den beiden Namen der Protagonisten treffen melodischer Rock und klassischer Metal aufeinander.

Der Titeltrack sorgt gleich für das richtige Feeling und ist ein klassischer Rocker, der Spaß macht und auch von der Saitenfraktion überzeugt. Der Nachfolger SOAB kommt metallischer daher, Hate You, Hate Me knüpft daran an und wirkt nochmals rauer als sein Vorgänger.

Die Melodie kehrt mit Poison Tears zurück und schielt zumindest mit einem Auge zum Stadionrock. Die weiteren Tracks wie das instrumentale Ghosts, Shout, Vengeance oder Snakes And Bastards pendeln zwischen melodischem Rock und klassischem Heavy Metal, wobei die Gesangsperformance von Soto besser bei den Rockern zur Geltung kommt. Hier wäre Vengeance exemplarisch zu nennen, bei dem Soto in aggressiven metallischen Gewässern agiert, seine Vocals aber nicht so hervorstechen, wie zum Beispiel beim Stadionrocker Poison Tears

Der Schlusspunkt ist ein Cover von Queen. Soto zeigt seine stimmlichen Fähigkeiten bei Death On Two Legs und interpretiert die Nummer aus dem Jahr 1975 mehr als würdig.

Hier geht es für weitere Informationen zu Ellefson-SotoUnbreakable in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Ellefson-Soto – Unbreakable
Fazit zu Unbreakable
Das Projekt Ellefson-Soto nutzen die Protagonisten, um sich auf anderen Spielwiesen zu bewegen. Ellefson bedient den rockigen Part, wo sich sonst Soto austobt. Auf der anderen Seite agiert Soto in metallischen Gewässern, teilweise in sehr rauen und stürmischen metallischen Gefilden, die ihm gesanglich aber nicht so auf den Leib geschneidert sind wie das rockige Umfeld. Songs wie Vengeance oder Snakes And Bastards wirken stellenweise aufgezwungen und kommen von den Vocals nicht rüber, sodass die Nummern zwar instrumental stark sind, aber nicht wirklich zünden.

Wer generell gerne über den Tellerrand schaut und erfahrene Musiker abseits ihres bekannten Terrains erleben möchte, sollte Unbreakable antesten. Eventuell ist die eine oder andere Nummer etwas für die Playlist.

Anspieltipps: Unbreakable, Poison Tears und Death On Two Legs
Jürgen F.
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