Narbeleth – Indomitvs

“Sommer, Sonne, Zigarre, Rum und Black Metal?“

Artist: Narbeleth

Herkunft: Havanna, Kuba

Album: Indomitvs

Spiellänge: 35:31 Minuten

Genre:  Black Metal

Release: 07.07.2017

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/Narbeleth.BlackMetal/

Bandmitglieder:

Gesang und alle Instrumente – Dakkar

Tracklist:

  1. The Distortion Of Life
  2. When The Sun Has Died
  3. The Lower Point Of The Star
  4. Herald Of The Dawn
  5. The First To Rise
  6. Via Profane Crafts
  7. Sinister Laberynths Of Human Soul
  8. Daudmellin (Arckanum Cover)

 

Mittlerweile kennt man ja Bands aus jeglichen Ecken der Welt und ist immer wieder erstaunt wo sich trotz alledem weitere Underground Perlen ihren Weg suchen, um bekannter zu werden. Das Land Kuba ist ja stilecht bekannt für warmes und sonniges Wetter, Zigarren und Rum – aber für Black Metal? Umso erstaunter bin ich, dass das Soloprojekt Narbeleth, hinter dem der Musiker Dakkar steht, schon seit knapp 9 Jahren aktiv ist und sich dem Black Metal verschrieben hat. Indomitvs ist das mittlerweile vierte Studioalbum, das unter der Fahne von Folter Records vermarktet wird.
Alleine schon, dass Dakkar alles in Eigenregie übernimmt, ist eine Herausforderung, aber mittlerweile bei vielerlei Musikern auch keine Seltenheit.
Gesanglich haut er aber ziemlich einen raus, da sein Gesang sich wie eine rasiermesserscharfe Klinge durch den Gehörgang schneidet und somit schon einmal ziemlich viel Dampf hinterlässt. Auch die Riffs sind ziemlich rau gehalten und werden in einem ziemlich zügigen Tempo heruntergespielt, um dem Ganzen etwas Kälte und Atmosphäre zu gewähren. Zwar gibt es kurzzeitig etwas langsamere Parts wie bei Via Profane Crafts, diese sind aber eher seltener. Im Gegenzug sind sie aber eingängig. Der Bass ist da schon etwas in den Hintergrund gerückt, dennoch ist auch er zu erkennen und hat auch mal kurzzeitig einen einzelnen Solopart. Abwechslung gibt es auf dem kompletten Album eher weniger, die Tracks sind oft ziemlich zügig heruntergespielt, haben aber durch die vorhandene Atmosphäre, die von einem knackig kalten Waldspaziergang zeugt, dennoch was positives. Man kann sich gut drauf einlassen und zudem befindet sich auf Indomitvs noch eine Coverversion von Daudmellin, das im Originalen von Arckanum ist. Eine sehr souveräne Version des Songs, nur nicht so kraftvoll wie das Original.
Fazit: Kuba hat nicht nur Sonne und Zigarren zu bieten, sondern auch kalten Black Metal. Ich hab bisher zwar noch nie was Narbeleth gehört, bin aber dennoch positiv überrascht. Tolle atmosphärische Songs, schön rau gehalten. Ein wenig mehr Kraft sollte noch mit eingebaut werden, aber ansonsten ist Indomitvs ein sehr solides Album geworden. Ich werde Dakkar und sein Projekt weiter im Auge behalten.

Anspieltipps: Herald Of The Dawn, When The Sun Has Died und Via Profane Crafts
Stefan S.
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