Neonfly – Strangers In Paradise

“Hier scheint die Sonne“

Artist: Neonfly

Herkunft: London, Großbritannien

Album: Strangers In Paradise

Spiellänge: 41:38 Minuten

Genre: Melodic Metal, AOR

Release: 28.11.2014

Label: Rising Records

Link: https://www.facebook.com/NeonflyUK

Produktion: Hofa Studios, Frankfurt von Dennis Ward

Bandmitglieder:

Gesang – Willy Norton
Gitarre – Frederick Thunder
Gitarre – Patrick Harrington
Bassgitarre – Paul Miller
Schlagzeug – Boris Le Gal

Tracklist:

  1. Whispered Dreams
  2. Highway To Nowhere
  3. Better Angels
  4. Rose In Bloom
  5. Heart Of The Sun
  6. Aztec Gold
  7. Fierce Battalions
  8. Sons Of Liberty
  9. Chasing The Night
  10. Falling Star

Neonfly - Strangers In Paradise

 

Im Jahr 2008 veröffentlichte Neonfly ihre Debüt-EP Clever Disguise, die dermaßen gut ankam, dass man schon bald mit Bands wie Freedom Call, Power Quest und H.E.A.T. die Bühnen teilte. Im Jahr 2011 wurde das Debütalbum Outshine The Sun herausgebracht, aber danach lag die Band nicht auf der faulen Haut, sondern war wiederum mit so namhaften Bands wie Magnum, Sonata Arctica oder Pagan’s Mind auf Tour und hat auch auf diversen großen Festivals gespielt. Dann ging es aber wieder ins Studio, um das am 28.11.2014 über Rising Records erscheinende Album Strangers In Paradise einzuspielen.

Mit dem Uptempo-Song Whispered Dreams geht es los, aber hier wird definitiv nicht geflüstert. Sänger Willy Norton beweist uns gleich mal, dass er wirklich eine klasse Stimme hat und sich genau in den Regionen bewegt, die er auch beherrscht. Eine Spur härter, wenn man das im Zusammenhang mit diesem Album überhaupt sagen kann, wird es bei Highway To Nowhere. Auch der Gesangsstil ist ein anderer, und wo Willy Norton jetzt den Raureif auf seinen Stimmbändern herzaubert, weiß ich nicht, aber hier habe ich nur zwei Worte auf meinem Notizzettel stehen, nämlich „geiler Gesang“. Bei Melodic Metal-Alben kommt man wohl wirklich nicht dran vorbei, auch mich erwischt es hier wieder, Rose In Bloom ist eine Ballade. Irgendwie kommen da bei mir automatisch Vergleiche mit ähnlichen Werken der Band Heart hoch, auch wenn bei Neonfly natürlich ein Mann am Mikrofon steht. Mit großem Orchester startet Heart Of The Sun, entwickelt sich dann aber zu einem sehr eingängigen Uptempo-Song, bei dem ich überlege, welche Tanzschritte wohl passen könnten. Es gibt einen sehr ruhigen Part, der noch einmal mit Orchester unterlegt ist, und der für entsprechende Abwechslung sorgt. Der Sinn des Instrumentalstücks Aztec Gold erschließt sich mir nicht so ganz. Hier kann man allerdings sehr ausführlich und intensiv den spielerischen Fähigkeiten von Frederick Thunder und Patrick Harrington lauschen, auch das große Orchester kommt wieder zum Einsatz. An ein ganz anderes Genre muss ich beim Anfang von Fierce Battalions denken, denn hier schauen doch tatsächlich mal Ensiferum mit From Afar aus dem ganz hohen Norden vorbei. Auch das Tempo des Songs passt, ich würde schon von Hochgeschwindigkeit sprechen, wobei sehr songdienliche Rhythmuswechsel eingearbeitet sind. Das längste Lied des Albums ist Chasing The Night, aber auch beim vorletzten Song gibt es keinen Qualitätsabfall, im Gegenteil. Hier hat Neonfly mal leicht in der progressiven Ecke gegraben und hält mich als Hörer auch über die Länge von etwas über sechs Minuten bei der Stange. Wieder in Richtung Ballade geht es mit dem letzten Song des Albums, Falling Star. Dank des fast schon überirdisch schönen Refrains hätte er es auch fast geschafft, einer meiner Anspieltipps zu werden. Aber ich bin ja bekanntermaßen eher für die etwas schnelleren Sachen, von daher habe ich anderen Songs den Vorzug gegeben.

Fazit: Ich muss ja zugeben, dass ich das Vorgängeralbum Outshine The Sun und damit auch Neonfly nicht mehr so auf dem Schirm hatte. Das hat sich mit diesem Album aber definitiv geändert, denn was die Band aus London mit ihrem neuen Album abliefert, sorgt bei mir jedes Mal wieder für gute Laune. Natürlich erfindet Neonfly den Melodic Metal nicht neu, aber das ist einfach nur sehr gut und eingängig gemachte Musik. Streckenweise erinnern mich das Album und auch die Stimme von Sänger Willy Norton an das Album Renatus von Dynazty, auch Vergleiche mit dem Album Perseverance von Stamina bieten sich an. Ich hoffe, die Jungs finden auch irgendwann mal den Weg nach Deutschland, Neonfly steht nach diesem Review definitiv auf der Liste der Bands, die ich gern mal live erleben würde.

Anspieltipps: Whispered Dreams, Highway To Nowhere, Fierce Battalions und Chasing The Night
9.7
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