Die Schweizer Melodic-Rock-Band Fighter V entstand 2019 aus der Vorgängerformation Haïrdrÿer und hat sich seither als feste Größe im europäischen AOR etabliert. Mit ihrem Debüt Fighter und dem Nachfolger Heart Of The Young im Jahr 2024 erspielten sie sich einen Ruf für hymnischen Stadionrock im Geiste der 80er. Inspiriert von Größen wie Whitesnake oder Journey, kombiniert die Band nostalgische Klangfarben mit moderner Produktion und konnte sich auch als Support-Act unter anderem bei den The New Roses international beweisen.

Es ist ein schmaler Grat zwischen Hommage und Stillstand, und genau auf diesem bewegt sich Deja Vu mit bemerkenswerter Sicherheit. Deja Vu ist kein Album, das das Rad neu erfinden will. Stattdessen setzen Fighter V auf das, was sie am besten können. Die Songs sind bestimmt von großen Melodien, noch größeren Refrains und einem Sound, der direkt aus der goldenen Ära des AOR zu stammen scheint.
Schon der Einstieg wirkt fast bewusst vertraut. Doch genau darin liegt auch die Stärke. Die Songs zünden schnell, setzen sich fest und funktionieren unmittelbar. Erst in der zweiten Hälfte entfaltet das Album dann seine volle Wirkung. Hier gewinnen die Stücke an Tiefe, wirken runder und emotional greifbarer.
Tracks wie Foolish Heart oder All Your Love zeigen die große Stärke der Band im Bereich gefühlvoller Midtempo-Hymnen, während Hold The Time und Break Those Limits mit stadiontauglicher Wucht glänzen. Dabei gelingt es Fighter V, ihre Einflüsse von Whitesnake bis Foreigner klar hörbar zu machen, ohne dabei wie eine bloße Kopie zu wirken.
Produktionstechnisch bewegt sich das Album auf hohem Niveau. Glasklare Gitarren, schimmernde Keyboards und eine durchgehend druckvolle Rhythmussektion sorgen für ein homogenes Klangbild. Gleichzeitig wirkt das Ganze stellenweise fast zu kontrolliert, als hätte man den letzten Funken Risiko bewusst ausgeklammert. Dennoch überzeugt die Platte durch ihr sicheres Gespür für Dramaturgie und Hooklines, die sich sofort ins Ohr brennen.
Die Band, bestehend aus Emmo Acar (Gesang), Lucien Egloff (Drums), Roman Stalder (Bass) und Lobe Valentin (Gitarre), präsentiert sich dabei geschlossen, routiniert und mit einem klar definierten Sound, der ihre Entwicklung als gereifte Melodic-Rock-Formation unterstreicht.
Das Album wurde im Studio Little Creek vom Toningenieur Pulver in der Schweiz aufgenommen, gemischt und gemastert und von Sänger Emmo Acar produziert. Die Gesangsaufnahmen und die Produktion wurden extern von Ronny Lang alias „The Voicefinder“ in seinem eigenen Studio in Zusammenarbeit mit Emmo durchgeführt. Die Keyboards wurden von Victor Olsson produziert, gespielt und aufgenommen. Die Backing Vocals wurden separat von Emmo, Victor, Tess und Ronny eingesungen. Das Saxofon spielte Magnus Hägglund.
Das Album erscheint digital im Download und Stream auf den üblichen Kanälen. Physikalisch gibt es eine CD im Jewel Case. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern scheint es keine Vinyl zu geben. Vielleicht erscheint diese einfach auch nur zu einem späteren Zeitpunkt.
Hier geht es für weitere Informationen zu Fighter V – Deja Vu in unserem Time For Metal Release-Kalender.



