Olymp – Rising

19.12.2025 – Heavy Metal – Metalizer Records - 40:07 Minuten

Wenn sich eine Band Olymp nennt und das Album dazu Rising, bieten sich die Wortspiele um den Aufstieg zum Olymp nahezu an. Legt die 2018 gegründete Combo aus Augsburg ein Album auf den Tisch, das ihnen den Aufstieg zum griechischen Berg beschert?

Rising und Olymp tragen dick auf

Dass im metallischen Sektor gerne etwas dicker aufgetragen wird, ist normal. Klappern gehört zum Handwerk. Allerdings dürften die Nachgeräusche zum zweiten Longplayer von Olymp weniger nachhallen, sodass der aufgehende Stern in der Schublade bleibt.

Der erste Blick auf die Tracklist: zwischen circa zwei Minuten und bis zu sechs Minuten dehnen sich die neun Stücke. Nach dem instrumentalen Intro gehen die gut drei Minuten Olive Wreath zügig nach vorne. Die Vocals von Sebastian Tölle sind der Knackpunkt der Platte. Die Stimme erinnert an Hardcore-Gesang, der sich im klassischen Metal tummelt. Bei mehr als sechs Minuten Thread Of Life wird es mit den Vocals anstrengend, aber auch die Saitenarbeit könnte etwas druckvoller und innovativer rüberkommen. Andere Genrevertreter bekommen weit bessere Nummern kreiert, als sie Olymp auf ihren Zweitling pressen. Der Übergang zum Refrain ist derart ruppig, dass sich das ganze Stück unrund anfühlt.

Der Anfang von Fire And Brimstone lässt kurz aufhorchen, der eintönige Gesang verhindert eine größere Entfaltung, sodass sich das Gefühl einstellt, dass etwas gemeinsam präsentiert wird, was sich in unterschiedlichen Gewässern besser entwickeln würde. Auch das übrige Material galoppiert in einer ähnlichen Richtung weiter. Ob Olymp, Eternal Torment oder Titan War: Der grundsätzliche Ansatz ist nicht schlecht, die Vocals lassen der Instrumentalfraktion aber keine Chance.

Mit Orpheus und einem instrumental eher rockigen Einstieg dreht sich die Platte in Richtung Ende. Auch den finalen Stampfer White Rose dominiert Tolle mit seinem Organ, sodass sich bis zum Ende keine neuen Erkenntnisse auftun.

Wer eine Kostprobe mag, der kann Rising jederzeit auf Bandcamp anhören.

Hier geht es für weitere Informationen zu OlympRising in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Olymp – Rising
Fazit zu Rising
Rising von Olymp wird nicht am Olymp des Heavy-Metal-Himmels auftauchen. Das große Manko ist der Gesang, der gefühlt besser zu einer härteren Gangart der Musik in Richtung Thrash oder Hardcore passen würde. Vom grundsätzlichen Songwriting sind Ansätze bei Stücken wie Orpheus oder der Schlusspunkt White Rose vorhanden. Die finale Darbietung, allen voran der bereits mehrfach angesprochene Gesang, reduziert den Genuss jedoch mehr als deutlich. Wer mit den Vocals klarkommt, kann auf die Note zwei Punkte draufaddieren.

Anspieltipps: Olive Wreath und White Rose
Franziska W.
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