Superfjord – All Will Be Golden

“Klassische Anleihen küssen feine Space Rock Ansätze!“

Artist: Superfjord

Herkunft: Finnland

Album: All Will Be Golden

Spiellänge: 48:56 Minuten

Genre: Psychedelisch Rock, Space Rock

Release: 21.09.2018

Label: Svart Records

Link: https://www.facebook.com/superfjord/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre, Perkussion – Jussi Ristikaarto
Gesang, Gitarre, Perkussion – Mikko Kapanen
Gesang, Keboard, Synthesizers – Juho Ojala
Bassgitarre – Teemu Soininen
Schlagzeug, Perkussion, Synthesizers – Ilari Kivelä
Schlagzeug, Perkussion – Jussi Peevo

Tracklist:

  1. Cut And Paste
  2. Master Architect
  3. Rainbow
  4. No Rest For The Wicked
  5. Parvati Valley
  6. Rainha Da Floresta

Superfjord die vielseitige Rockformation aus Finnland, die in weite Space Atmosphären vordringt, haben bei Svart Records unterschrieben und im September ihr Debüt All Will Be Golden weltweit veröffentlicht. Sechs umfangreiche Kompositionen kommen auf fast 50 Minuten Spielzeit und führen zu unglaublich langwierigen, sowie komplexen Stücken, die den Hörer durch die Jahrzehnte führen. Denn neben moderneren Melodien lebt das erste Studioalbum von Einflüssen aus den Siebzigern und Achtzigern, die sogar bis in die späten Sechziger zurückführen. Welche Band möchte man nennen, um Superfjord wenigstens ein erstes Gesicht zu verpassen? Die alten Einflüsse rühren eindeutig von Emerson, Lake And Palmer oder den deutschen Grobschnitt, die beide noch heute diverse Gruppen inspirieren. Schaut man auf die Retrowelle, wird es schon spannender Schulterschlüsse zu ziehen. Im alten Gewand ziehen die sechs Skandinavier große Kreise.

Cut And Paste ist ein urcooler Titel, der aufzeigt, wie weit wir heute schon sind – und das nicht in einem bestimmten Sinne, sondern im ganz Allgemeinen. Ausschneiden und Einfügen greift in den Refrain Stand Up And Run. Die Klänge bauen langsam ein kleines Rinnsal auf, das in einem Bach das Hochgebirge hinunterschlängelt, ohne jemals ein großer mitreißender Fluss zu werden. Master Architect ist für meinen Geschmack etwas zu langatmig und muss lange durch düstere Nebel kämpfen. Belohnt wird man danach durch Frühlingsgefühle, die keinen Platz für bombastische Szenarien lassen. Auf Gesang muss man quasi permanent verzichten. Ansonsten säuseln sie fast andächtig ihre spartanischen Lyrics. Perkussion und Synthesizer Darbietungen legen den Grundstein für All Will Be Golden. Grundsätzlich gibt es nichts Neues auf dem Album – dafür ist der Spirit greifbar und man muss einfach die Zeit haben, um das gesamte Werk aufsaugen zu können.

Fazit: An All Will Be Golden werden wohl verschiedenste Kritiken abprallen. Zwischen euphorischen Progressive Rock Fans der alten Schule und denen des frischen Space Rock, werden auch negative Rufe dazwischen hallen. Großartig innovativ ist, um es auf den Punkt zu bringen, rein gar nichts, vielmehr werden mehrere Epochen zusammengeschweißt und daraus eine Marschrute vorgegeben. Das Ergebnis ist jedoch sehr zufriedenstellend und sollte ruhig mal auf eure Ohren kommen. Daher ein gutes Abschneiden im mittleren Sektor.

Anspieltipps: Cut And Paste und Master Architect
Rene W.7.8
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