Wardruna – Yggdrasil

“Altnordische Weisheit und Spiritualität – perfekt vertont“

Artist: Wardruna

Herkunft: Bergen, Norwegen

Album: Yggdrasil

Spiellänge: 68:53 Minuten

Genre: Folk

Release: 15.03.2013 (NO); 25.03.2013 (EU)

Label: Indie Recordings

Link: http://www.wardruna.com

Klingt wie: Syven und Tenhi

Produktion: Fimbulljóó-Studio von Einar Kvitrafn Selvik

Bandmitglieder:

Gesang und nahezu alle Instrumente – Einar Kvitrafn Selvik
Gesang – Lindy-Fay Hella
Gesang – Gaahl
Schlagzeug und Percussion – Erlend Gjerde

Tracklist:

  1. Rotlaust Tre Fell
  2. Fehu
  3. NaudiR
  4. EhwaR
  5. AnsuR
  6. IwaR
  7. IngwaR
  8. Gibu
  9. Solringen
  10. Sowelu
  11. Helvegen

Wardruna - Yggdrasil

Die norwegische Musikgruppe Wardruna wurde von Einar Kvitrafn Selvik gegründet. Im Jahr 2009 erschien ihr Debütalbum Gap Var Ginnunga, der erste Teil einer geplanten Trilogie, Yggdrasil ist jetzt der zweite. Der dritte Teil Ragnarok ist bereits in Planung. In den Folgejahren wurde eine Liveband aufgebaut und die Lieder in ein Konzertformat gebracht. Es folgten einige Auftritte, wobei der bemerkenswerteste wohl der vor einem 1100 Jahre alten Gokstad-Schiff im Wikingerschiffmuseum in Oslo war.

Das Konzept der drei Alben dreht sich um die Runaljod-Trilogie. Jedes der drei Alben beruht auf acht Runen der älteren Futhark. Wer Näheres über dieses spannende Thema wissen möchte, dem sei Wikipedia oder weiterführende Literatur empfohlen. Für Ihre Musik verwenden Wardruna sehr alte und historische Instrumente, wie z. B. einfache Rahmentrommeln mit Hirschhaut, Saiteninstrumente, wie Tagelharpa oder Kraviklyra, Maultrommel und Blasinstrumente wie die Lure oder Ziegenhörner. Auch nicht-traditionelle Instrumente und andere Klangquellen, wie z. B. Bäume, Steine, Wasser und Fackeln wurden verwendet. Einige Stücke wurden auch im Freien aufgenommen, um die Naturverbundenheit klar erlebbar zu machen.

Die Musik, die uns Wardruna auf Yggdrasil bieten, ist kaum zu beschreiben. Manche der Lieder haben nahezu hypnotische Wirkung, bei anderen war ich versucht, aufzuspringen und zu tanzen. Alle Lieder werden in Norwegisch, Altnorwegisch oder auch teilweise in Isländisch gesungen und immer von einer tiefen Trommel begleitet. Die weiter eingesetzten Instrumente variieren, manchmal hört man Geräusche aus der Natur, z. B. Donner oder Vogelgezwitscher. Einar Kvitrafn Selvik und Gaahl sind bei allen Liedern zu hören, die Stimme von Lindy-Fay Hella erklingt selten, dafür dann aber umso prägnanter.

Fazit: Obwohl ich normalerweise lieber den Folk höre, der nicht mit „Humptata“ daherkommt, hatte ich doch nicht allzu hohe Erwartungen, zumal ich zugegebenermaßen von Wardruna vorher nie etwas gehört hatte. Das Konzept sagte mir genau so wenig wie die meisten der verwendeten Instrumente. Nach dem mehrmaligen Genuss dieses Albums und auch einiger Llive-Videos steht auf jeden Fall fest, dass ich irgendwann im Besitz aller drei Alben sein werde. Man sollte sich allerdings die Zeit nehmen, das Album in Ruhe von vorn bis hinten zu hören. Die Anspieltipps sind eher fakultativ. Anspieltipps: Rotlaust Tre Fell, EhwaR und IngwaR
Heike L.
10
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