Wave-Gotik-Treffen vom 18.05. – 21.05.2018 in Leipzig

 „Wave-Gotik-Treffen vom 18.05. – 21.05.2018 in Leipzig“

Festivalname: Wave-Gotik-Treffen 2018

Bands: 3Teeth (USA) – A Projection (S) – Actors (CDN) – Aeon Rings (USA) – Aeverium (D) – Akalotz (D) – All Gone Dead (USA) exklusives Europa-Konzert 2018 – Anna Gudny Gudmundsdotter (IS) – Anneke Van Giersbergen (NL) – Arcana (S) – Argine (I) – Ash Code (I) – Ataraxia (I) – Author & Punisher (USA) – Autobahn (GB) – Axel Thielmann (D) – Beinhaus (D) – Bettina Bormann (D) – Black Light Ascension (GB) – Black Line (GB/USA) – Blanck Mass (GB) – Bootblacks (USA) – Boy Harsher (USA) – Buzz Kull (AUS) – Camerata Lipsiensis (D) – Cantus Lunaris (D) – Carmen Stefanescu (RO) – Carolin Masur (D) – Carsten Klatte (D) – Cellar Darling (CH) – Centhron (D) – Cesair (NL) – Chambre D’écoute (D) – Chameleons Vox (GB) – Chor Der Oper Leipzig (D) – Christian Von Aster (D) – Claire Gascoin (F) – Claudia Gräf (D) – Clemens-Peter Wachenschwanz (D) – Confrontational (GB) – Crisis (GB) – Crying Vessel (CH) – Dageist (F) – Daniel Ochoa (D) – De/Vision (D) – Dead Leaf Echo (USA) – Detachments (GB) – Die Kammer (D) – Diorama (D) – Dive (B) – Donner und Doria (D) – Dool (NL) – Drifter (S) – E-Craft (D) – Eden Weint Im Grab (D) – Einar Selvik (N) – Eivør (FO) – Elegant Machinery (S) – Emily Hoppe (D) – Eminenz (D) – Ensemble New Babylon – Das Bremer Ensemble Für Neue Musik (D) – ES23 (D) – Ext!ze (D) – Fabrik C (D) – Faderhead (D) – Fairytale (D) – Felsenreich (D) – Feuerschwanz (D) – First Hate (DK) – Formalin (D) – Frank The Baptist (USA) – Front Line Assembly (CDN) – Gewandhauschor (D) – Gewandhausorchester (D) – God Module (USA) – Grave Pleasures (FIN) – Grendel (NL) – Greyhound (D) – Grimner (S) – Gudrun Ingimars (IS) – Guerre Froide (F) – Gunnar Kunz (D) – Hapax (I) – Haul (S) – Heidevolk (NL) – Heimataerde (D) – Hekate (D) – Heldmaschine (D) – Hexheart (USA) – Hubertus Schmidt (D) – Illuminate (D) – Imminent & Synapscape (B/D) – Imperium Dekadenz (D) – Ingrimm (D) – Ivo Nitschke (D) – Japan Suicide (I) – Jo Quail (GB) – Joy/Disaster (F) – Kaizer (D) – Kaunan (D) – Kiew (D) – Kilian Hartig (D) – Klutæ (DK) – Leipziger Ballett (D) – Les Discrets (F) – Lukas Dreyer (D) – Lydia Benecke (D) – M. Kruppe (D) – Männerchor Leipzig-Nord (D) – Marco Jodes (D) – Mark Benecke (D) – Markus Heitz (D) – Matthias Eisenberg (D) – Merciful Nuns (D) – Mercury’s Antennae (USA) – Michael Schönheit (D) – Michel Bouvard (F) – Midgards Boten (D) – Model Kaos (D) – Modern English (GB) – Monica Jeffries (D) – Monica Richards & Anthony Jones (USA) – Mono No Aware (D) – Monolith (B) – Moritz Eggert (D) – Mr. Kitty (USA) – Mystigma (D) – Nachtsucher (D) – Nachtwindheim (D) – Neumentroll (D) – Neun Welten (D) – Newmoon (B) – Nothgard (D) – Nytt Land (RUS) – Oberer Totpunkt (D) – Oomph! (D) – Ost+Front (D) – Paddy And The Rats (H) – Palast (D) – Pamela Coats (USA) – Pg.Lost (S) – Phil Shoenfelt & Southern Cross (GB/CZ) – Phosgore (D) – Pia Borniert (D) – Pinoreks (D) – Principe Valiente (S) – Pyogenesis (D) – Qntal (D) – Raison D’être (S) – Randolph’s Grin (USA/A) – Rapalje (NL) – Readership Hostile (USA) – Rome (L) – Rosa Crvx (F) – Rummelsnuff (D) – Samsas Traum (D) – Sardh (D) – Sarin (IR) – Sascha Lange (D) – Scarlet And The Spooky Spiders (I) – Schandmaul (D) – Scheuber (D) – Schonwald (I) – Second Still (USA) – Seelennacht (D) – Seigmen (N) – Siglo XX (B) weltweit exklusives Konzert – Silent Runners (NL) – Siva Six (GR) – Skeletal Family (GB) – Solitary Experiments (D) – Sommerorchester Leipzig (D) – Sonia Becker (D) – Spark! (S) – Stahlr (NL) – Still Patient? (D) Konzert zum 30. Jubiläum – Sturm Café (S) – Suir (D) – Suld (CHN) – Sulpher (GB) – Surturs Lohe (D) – Svartsinn (N) – Teho Teardo & Blixa Bargeld – The Arch (B) – The Beauty Of Gemina (CH) – The Crimson Ghosts (D) – The Eden House (GB) – The Fright (D) – The Jesus And Mary Chain (GB) – The KVB (GB) – The Last Cry (GB) – The New Division (USA) – The Other (D) – Theaterpack (D) – Then Comes Silence (S) – Thomas Manegold (D) – Tiamat (S) spielen Stücke aus den Alben „Wildhoney“ und „Clouds“ – Tilo Augsten (D) – Torul (SLO) – Totus Gaudeo (D) – Traitrs (CDN) – Traum’Er Leben (D) – Traumtaenzer (D) – Trepaneringsritualen (S) – Trisomie 21 (F) – Undertheskin (PL) – Unterschicht (D) – Verena Marisa (BR) – Vic Anselmo (LV) – Vielle (D) – Vocame (D) – Vogon Poetry (S) – Vomito Negro (B) – Wardruna (N) – Wisborg (D) – Wolfchant (D) – Xenturion Prime (N) – Yasuko Bouvard (J) – Ye Banished Privateers (S) – Zanias (AUS) – Zeraphine (D) – Zeromancer (N) – Zoon Politicon (D) – [:SITD:] (D) –

Ort: Leipzig

Datum: 18.05. – 21.05.2018

Kosten: 120 € Eventticket, 25 € Obsorgekarte, 15 € Parkvignette

Genres: Gothic, Gothic Metal, Electro, EBM, Black Metal, Pagan, Mittelalter

Tickets: http://www.wave-gotik-treffen.de/karten.php

Link: http://www.wave-gotik-treffen.de/

Und da ist es auch schon wieder, das Wacken der Gothicszene. Zum 27. Mal gibt es in diesem Event einige Highlights, die Zuschauer und Besucher exklusiv erleben dürfen. Zahlreiche Openingfeiern begeistern schon am Donnerstag die schwarze Zusammenkunft. Wer darauf keine Lust hat, kann sich wie immer genüsslich für das alljährliche viktorianische Picknick kleiden und so am Freitag das Spektakel einläuten. Auch das heidnische Dorf fährt wieder auf und hält so einige Highlights der Mittelalterfront bereit. Ebenfalls trumpft das alljährliche Bierfest an diesem Wochenende mitten im Herzen Leipzigs dazu.

Dieses Jahr ist der Plan meinerseits sehr eingeschränkt. Da ich die letzten fünf Jahre als Leipziger das Event nahezu problemlos verfolgen konnte, birgt es in diesem Jahr so einige Tücken. Weder Unterkunft zum Schlafen noch ein grober Plan stehen in diesem Jahr für mich fest. Das Einzige, was für mich zählt, ist das Event so nüchtern wie möglich zu überstehen, damit ich den täglichen Heimweg von ca. 100 Kilometern problemlos überstehe. Da der Umzug aus der Messestadt genauso spontan durch den Arbeitgeberwechsel wie das Line-Up des diesjährigen WGT verkündet wird, muss ein schneller Plan her, der für alle irgendwo Spaß bereithält. Schon vorab gesagt durfte ich mir keinen Urlaub über Pfingsten in den Kalender eintragen, da die Probezeit einen gehörigen Strich durch die Rechnung gefahren hat. Auch die Übernachtungen bei Freunden am Wochenende wurden ausgebucht, sodass ich wohl oder übel Kilometer auf dem Tacho schruppen muss. Somit fallen Freitag und Montag komplett aus meinem Eventplan.

Freitag und Montag… Was verpasse ich? Viel… zu viel. Denn ausgerechnet an diesen Tagen sind so einige Schätze aufzufinden. Mitunter gibt es das viktorianische Picknick zu bestaunen, welches ein MUSS für mich in den letzten Jahren darstellte. Mittelalterliche Kostüme, die liebevoll bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden, bleiben mir also am Nachmittag verwehrt. Barockkleider, die die Kosten eines Kleinwagens annehmen und wunderschöne Kaffeekränzchen mit Keksen, Kuchen oder Cappuccino… hach ja. Das wünsche ich mir auch. Stattdessen plage ich mich jedoch auf der Arbeit mit unüberschaubaren Dingen herum.
Einen Überblick über das Geschehen gibt´s jedoch bei den Kollegen der Leipziger Volkszeitung hier: http://www.lvz.de/Thema/Specials/Wave-Gotik-Treffen/WGT-News/Barocke-Typen-in-Picknick-Laune
Auch Sulpher verpasse ich leider. Freunde berichten mir, dass ich hier einen klasse Auftritt im Westbad trotzen muss, denn die Engländer trumpfen komplett auf und rocken das komplette Publikum.
Trösten kann mich leider nur Youtube an dieser Stelle. Auch Wardruna gibt es noch Samstag früh um 0:35 Uhr. Für hartgesottene Fans wohl ein Muss. Leider in der Agra wo laut externer Infos der Sound nicht ganz so toll gewesen ist. Auch einen Einlassstopp soll es gegeben haben.

Etwas unvorteilhaft möchte ich gerne gleich noch auf Montag zu sprechen kommen, denn die Metalfraktion trifft sich hier im Felsenkeller. Leider kann ich auch daran nicht teilnehmen, da ich Dienstag früh wieder auf der Matte stehen muss und mir Ausrutscher auf Arbeit (noch) nicht erlauben darf. Am Nachmittag geht es für unsereins also mit Grimner los. Ich gebe Brief und Siegel, dass die Band aus Schweden wie gewohnt einen gekonnten Opener an den Tag legt, denn vor vier Wochen habe ich sie auf dem Ragnarök erleben dürfen. Zuletzt mit einigen Songs aus ihrem letzten Werk Vandrottning. Eminenz aus Sachsen gibt es direkt im Anschluss. Die Band, welche nun älter ist als ich, hat in 28 Jahren sechs volle Alben auf den Markt geworfen. Unter anderem Nemesis Noctura 2011. Auch wenn es schon etwas älter ist, dürfen sich die Jungs hier nicht von der Kante schubsen lassen. Wer Black Metal also mag, ist hier nicht verkehrt. Wolfchant ist gegen Abend ebenfalls am Start. Auch jenen begegnete ich zuletzt auf dem Ragnarök in diesem Jahr. Mit der ausgeklügelten Version aus Pagan und Folkmetal sind die Bayern sicher bestens aufgestellt. Weiter geht es mit Imperium Dekadenz und einem tränenden Auge. Auch hier verpasse ich sicherlich eine schöne Show mit feinstem Black Metal. Großer Fan bin ich von Meadows Of Nostalgia. Ein klasse Stück aus 2013. Den Abschluss bilden Heidevolk. Ich bin mir sicher, dass hier auch die Letzten aus ihren Ecken fallen und in Stimmung geraten.

Na gut, aber kommen wir zu dem, was ich eigentlich dieses Jahr erlebt habe. Da viele, eigentlich die meisten meiner Freunde keine Karten gekauft haben und sich auf die kostenlosen WGT-Alternativen in Leipzig beschränkt haben, schloss ich mich größtenteils an. Samstag gegen Mittag fahre ich also Richtung Leipzig, um mich vorerst der Truppe anzuschließen. Diese zieht es genau wie mich zu Dr. Mark Benecke in das Schauspielhaus. Eine wunderschöne Location, die ich auch im letzten Jahr zu Myrkur bestaunen durfte. Da ich Dr. Mark Benecke schon so einige Male auch außerhalb des Wave Gotik Treffens sehen durfte, ist diese Show zwar nichts neues aber immer wieder sehenswert. Auch seine Tochter ist mit an Bord. Der Kriminalbiologe unterhält den gesamten Saal und geht auch auf das Publikum ein. Leider sind ein Teil meiner Freunde nicht mehr mit rein gekommen, sodass sich unsere Gruppe spaltet. Nach diesem Schauspiel stehen Ost+Front auf dem Plan. Also geht es kurzerhand zum Westbad. Leider kommen wir auch hier zu spät und dürfen nicht passieren, denn der Einlass ist überfüllt. Der nächste Halt ist das Fetischtreffen Obsession Bizarr, zu dem man nur mit Gewandungscodex passieren darf. Für mich das erste Mal. Näher möchte ich auf diese Veranstaltung nicht eingehen, da dieses Event ausschließlich für Personen ab 18 gestattet ist und einige unserer Leser wohl jünger sind 😉 😉 😉 Ich weiß nur, dass ich gegen vier in der Früh wieder zu Hause eintreffe und mich sofort schlafen lege.

Sonntag bildet für mich den Abschluss. Hier, wie im jedem Jahr, auf dem Heidnischen Dorf. Fast alle meiner Freunde schließen sich an, sodass wir mit einer großen Truppe einreiten. Die Karten beschränken sich auf einen Preis von 15 Euro für Besucher ohne WGT-Karte. Mit viel Geduld passieren wir nach anderthalb Stunden Anstehzeit am frühen Nachmittag. Leider ist die Laune im Keller, denn das Dorf ist so überfüllt, dass man gefühlt nicht einmal mehr seine eigenen Füße sehen kann. So habe ich das Dorf aus den Vorjahren nicht in Erinnerung. Zudem kommt erschwerend dazu, dass Schandmaul am Abend ausfallen und sich alle Spielpläne ändern. Nothgard werden von 17:30 auf 19 Uhr gelegt, was für die meisten meiner Freunde fast das Aus bedeutet, denn diese möchten auch andere Veranstaltungen passieren und nicht unbedingt ausharren. Einziger Trost – Heidevolk spielen eine verlängerte Show ab 21:05 Uhr statt 19:20 Uhr. Sonst gibt es hier leider auch nichts Neues, denn genau wie in den letzten fünf Vorjahren steht so jeder Stand an derselben Stelle. Außer, dass das Dorf überlaufen ist und man trotzdem ab und an neuen Bekannten begegnet – werde ich es wohl in den nächsten Jahren ausfallen lassen.

Fazit: Das Wave Gotik Treffen als Nicht-Leipziger ohne Unterkunft zu passieren ist ein Graus. In den Vorjahren erwies es sich als durchaus angenehm frisch aus dem Haus zu gehen und Open-End unterwegs zu sein. Da sich bei mir in den Wochen vor Pfingsten aus persönlichen Gründen viel veränderte, konnte ich nicht unbedingt planen. Für die nächsten Jahre werde ich mich zeltplatztechnisch einnisten oder früh genug bei Freunden nach einem Schlafplatz anfragen.
Durch das Hin und Her habe ich Klassiker wie Wardruna leider auslassen müssen, was mir immer noch einen innerlichen Kampf bereitet. Trotzdem ist die Zusammenkunft ein sehenswertes Spektakel, bei dem man immer wieder auf seine Kosten kommt.

Wer einen Einblick in das Geschehen entdecken möchte, ist mit dieser Doku gut aufgehoben:

Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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