Artist: Reflection
Herkunft: Athen, Griechenland
Album: The Battles I Have Won
Genre: Heavy Metal, Epic Metal, Power Metal
Spiellänge: 43:06 Minuten
Release: 20.06.2025
Label: Pitch Black Records
Link: https://pitchblackrecords.bandcamp.com/
Bandmitglieder:
Gesang – Kostas Tokas
Schlagzeug – George Pavlantis
Gitarre – Stathis Pavlantis
Bass – John Litinakis
Tracklist:
- Only The Swords Survive
- The Battles I Have Won
- Lord Of The Wind
- Sirens‘ Song
- Once Again (Crime In The Valley Of Death)
- Celestial War
- March Of The Argonauts
- Lady In The Water
- City Walls Of Malta – The Great Siege
Bereits seit Anfang der 90er-Jahre sind Reflection aus Athen aktiv. Es dauerte ein paar Jahre, bis das Debüt The Fire Still Burns… 1999 veröffentlicht wurde. Bis 2017 folgten drei weitere Alben. Nach achtjähriger Pause steht Album Nummer fünf mit Namen The Battles I Have Won auf dem Speiseplan. Für eine derartig lange Historie sind Reflection bisher wenig in Erscheinung getreten. Es geht auch bei dem neuen Rundling um Epic Heavy Metal, der aber auch mit Power Metal angefüttert wird. Die Band nennt Iron Maiden, Manowar, Doomsword und Omen als ihre Einflüsse. Es geht um klassisches Material im Style der 80er-Jahre. Können Reflection an andere aktuelle Genregrößen anknüpfen?
Only The Swords Survive wäre mit Keyboard in der Art und Weise in Italien bestens aufgehoben. Epischer Power Metal der einfachen Bauart, der an der einen oder anderen Stelle überfrachtet wirkt. Der Manowar-Vibe ist bei The Battles I Have Won nicht zu leugnen, wobei sich der große epische Moment auch beim Refrain nicht einstellen will. Der Anfang von Lord Of The Wind klingt hoffnungsvoll. Im weiteren Verlauf mischen sich Power Metal, Heavy Metal mit der einen oder anderen epischen Passage, ohne das Reflection große Akzente setzen können, wie zum Beispiel die Newcomer von Black Sword Thunder Attack. Die Saitenarbeit kommt nicht prägnant genug rüber, genauso gibt es bei den Vocals Luft nach oben. Der Rhythmuswechsel im hinteren Teil lässt kurz aufhorchen, bevor die Nummer in den vorherrschenden Sound zurückfällt.
Ob Sirens‘ Song, Once Again (Crime In The Valley Of Death), Celestial War oder March Of The Argonauts: Die Ansätze sind vorhanden und zum Beispiel Sirens‘ Song kommt als ansprechender Stampfer aus den Boxen. Der übermäßige Einsatz von Chören und die überbetonten Saiten nehmen der Melodie jedoch die Wirkung. Ähnlich präsentiert sich March Of The Argonauts, wo ebenfalls weniger mehr gewesen wäre.
In Richtung Scheibenende stampft Lady In The Water nochmals etwas auffälliger. Wie bei der Masse der Tracks, fehlt auch der Dame im Wasser zum Ende das zwingende Element, das die Melodie oder den Refrain ins Ohr der Hörerschaft einpflanzt. Der Schlusspunkt nennt sich City Walls Of Malta – The Great Siege, der als Schlachtenepos daherkommen soll. Der epische Anfang macht Hoffnung und insgesamt entpuppt sich das Schlusswort als das epische Highlight der Platte, wo die Nummer nicht mit diversen Effekten zubetoniert wird.




