Heaven Shall Burn am 02.08.2026 in der Batschkapp, Frankfurt

Jede Menge gute Laune und Mosh-Action bei intimer Clubshow

Event: Heimat Over Europe Club Tour

Headliner: Heaven Shall Burn

Support: Sanguisugabogg, 200 Stab Wounds

Ort: Batschkapp, Frankfurt

Datum: 02.08.2026

Link: https://www.batschkapp.net/

Nachdem ich im März schon die Arena-Tour besuchen durfte (Bericht hier!), wird es dieses Mal etwas kuschliger. Heaven Shall Burn haben sich, abseits der Festivals, eine Handvoll kleiner Clubs ausgesucht, denen sie einen Besuch abstatten. Darunter auch die kultige Batschkapp in Frankfurt. Mit von der Partie sind dieses Mal Sanguisugabogg und 200 Stab Wounds.

200 Stab Wounds

Als der Opener die Bühne betritt, befinden sich viele Gäste noch auf den schattigen Plätzen im hauseigenen Biergarten. Doch davon lassen sich 200 Stab Wounds nicht beirren und machen direkt klar, dass der brutale Death Metal der Clevelander keine Kompromisse macht. Schon längst ist die 2019 gegründete Band kein Geheimtipp mehr und immer mehr Gäste begeben sich vom Außenbereich ins Innere der Batschkapp. Die Stimmung ist von Anfang an gut und jeder Song wird mit Applaus gefeiert. Obwohl 200 Stab Wounds nur eine gute halbe Stunde zur Verfügung steht, schaffen sie es, das Publikum zu ersten Aufwärmübungen (die bei diesen Temperaturen gewiss nicht nötig wären) in Form von Circle Pits zu animieren. Alles in allem ein schöner Auftakt an diesem warmen Sonntag.

Sanguisugabogg

Weiter geht es ebenfalls mit amerikanischem Death Metal und wieder stammt die Band aus dem Bundesstaat Ohio. Aus Columbus ist eine Band angereist, deren Namen kein Mensch aussprechen kann! Die Rede ist von Sanguisugabogg. Ebenfalls erst 2019 gegründet, hat sich die Band um Front-Röhre Devin Swank mit ihren drei Longplayern bereits eine erstaunliche Fanbase aufgebaut. Auch am heutigen Abend sind einige Gäste in der Batschkapp, die sich die Death Metaller nicht entgehen lassen wollen, und so hat sich der Saal auch stetig weiter gefüllt. Der brutale Sound von Sanguisugabogg treibt die Fans an, sich in Bewegung zu versetzen, was natürlich auch die Temperaturen immer weiter nach oben treibt! Wer jetzt noch nicht bereit ist für den Headliner, hat definitiv etwas falsch gemacht!

Heaven Shall Burn

Nun ist es so weit, der Moment, den alle kaum erwarten können: Heaven Shall Burn betreten die Bühne und legen mit Counterweight direkt mit durchgetretenem Gaspedal los. Die Menge eskaliert, stillzustehen ist ab jetzt keine Option mehr. My Revocation Of Compliance und Voice Of The Voiceless treiben die Fans weiter an und die ersten Crowdsurfer erreichen die Security im Graben. Godiva und Confounder folgen, und dass sowohl Publikum als auch Band richtig Spaß haben, ist nicht zu übersehen. Auch wenn es anhand der Texte eigentlich keinen Zweifel geben dürfte, ist es wichtig und richtig, dass Maik auch am heutigen Sonntag eine Ansprache für demokratische Werte und gegen Rechtsextremismus hält. Umso schöner ist es, dass die Fans direkt mit „Nazis raus!“ Chören erwidern.

Heaven Shall Burn

Songtechnisch lässt das Set fast keine Wünsche offen, neben Klassikern wie Numbing The Pain, Endzeit und Black Tears findet man vor allem neue Stücke von Heimat im Set. Zu A Whisper From Above bildet sich ein riesiger Circlepit und spätestens jetzt gibt es kaum noch Fans, die an einer Stelle stehenbleiben. Verschnaufpausen gibt es generell nur wenige, wie zum Beispiel bei Ad Arma, das als Intro für War Is The Father Of All dient. Das Ende läutet, wie schon die letzten Male, Valhalla ein, und man spürt die Dankbarkeit und die Verbundenheit der Band mit ihren Fans, als sie sich zu den letzten Klängen verabschieden!

Vielen Dank an Marcus, Maik, Alex, Eric und Chris für diese grandiose Show, eure Musik und eure Haltung! Und natürlich an das großartige Team der Batschkapp für wieder mal einen schönen Abend bei euch!