Deathrow – The Eerie Sound Of The Slow Awakening

“Der letzte Schritt belohnt die gute Leistung nicht!“

Artist: Deathrow

Herkunft: Frankreich

Album: The Eerie Sound Of The Slow Awakening

Spiellänge: 43:54 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 16.05.2014

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/deathrowblackmetal

Bandmitglieder:

Gesang und alle Instrumente – Thorns

Tracklist:
1. A Fallen Empire Of Flesh (Intro)
2. The Sentinel
3. Old Bones
4. He, The Destroyer
5. The Illusion Of Control
6. Dying In The Cold
7. Lost In The Grey
8. Worms And Silence
9. One Moment
10. II Sanque Nero (Outro)

deathrow_the-eerie-sound-of-the-slow-awakening cover

Wie schon der Folter Records Labelkollege Lord Dakkar von Narbeleth, kämpft sich auch Thorns (u.a. Glorior Belli und Kult) allein durch sein neues Album Deathrow. Nicht nur die Tatsache, dass beide Scheiben beim gleichen Label produziert wurden, sondern auch am gleichen Tag Mitte Mai 2014 erscheinen werden und jeweils deutliche norwegische Black Metal-Klänge vereinen, machen Lord Dakkar und Thorns zu Brüdern im Geiste.

Das neue Werk hört auf den Namen The Eerie Sound Of The Slow Awakening. Nach dem kurzen und völlig belanglosen Intro A Fallen Empire Of Flash schmeißt Deathrow seinen frostigen Black Metal-Motor an. Thorns Inspiration liegt irgendwo zwischen groovigem Taake-Sound mit knisternden Watain-Riffs, die durch lange Passagen gezogen werden, ohne an schwarzem Glanz zu verlieren sowie Shining-Atmosphären. Neben dunklen Vocals versucht sich Thorns immer wieder an kreischenden höheren Tönen, die ihm ganz gut aus der Kehle gehen und neben verzweifelten Emotionen auch noch Abwechslung schüren. Ob Old Bones, der sehr griffig gestaltet wurde oder die schnellere Nummer Dying In The Cold – die Songs zeigen eine feine Qualität ohne den großen Wurf zu landen. Alle Stücke gehen gut ins Ohr, etwas Besonderes oder extrem Prägnantes ist allerdings nicht dabei. Das ist natürlcih wieder einmal Jammern auf hohem Niveau, denn diese Feinheiten geben bei den meisten Produktionen nur noch den Unterschied. Der Sound ist nicht mehr der Maßstab, da diesen fast jedes Studio in Perfektion erzeugen kann, vielmehr ist nur noch der Faktor gefragt, ob die Band sich irgendwie von anderen abgrenzen kann. Das kann Thorns kaum, währende er mit Deathrow durch die Dreiviertelstunde seines The Eerie Sound Of The Slow Awakening Longplayers rumpelt. Die Stücke sind nicht schlecht, der Aha-Effekt fehlt aber deutlich.

Fazit: Thorns Soloprojekt Deathrow mit dem neuen Langeisen The Eerie Sound Of The Slow Awakening ist nicht zu unterschätzen - auch wenn die letzten Worte im oberen Teil nicht allzu warm waren. Die frostige Stimmung ist vom Mastermind gut umgesetzt, allein der Gesang ist abwechslungsreicher als von vielen Underground-Kapellen, die sich als Genregötter darstellen. Zu Taake und Co. fehlt ein kleines Stück der bekannten Zielstrebigkeit. Aber ein kleines Stück ist immerhin noch ein kleines Stück. Reinhören könnt ihr aber dennoch ohne Bedenken, denn das Niveau von The Eerie Sound Of The Slow Awakening ist nicht zu verachten.

Anspieltipps: Old Bones, Dying In The Cold und One Moment
Rene W.
7
7