Maxxwell – Metalized

“Die Schweiz punktet nicht nur mit Alpengipfeln, Banken und Uhren, sondern auch mit Maxxwell!“

Artist: Maxxwell

Herkunft: Luzern, Schweiz

Album: Metalized

Spiellänge: 59:25 Minuten

Genre: Heavy Metal, Hard Rock

Release: 21.09.2017

Label: iGroove/Soulfood

Links: http://maxxwell.ch/
iGrooveNext.com

Bandmitglieder:

Gesang – Gilberto Melendéz
Gitarre – Hef Häfliger
Rhythmus Gitarre – Cyril Montavon
Bass – Adrian Müller
Schlagzeug – Oli Häller

Tracklist:

  1. Hurricane
  2. Back Again
  3. P.U.T.V.
  4. She’s Mine
  5. Scars
  6. Metalized
  7. Monsterball
  8. Burn
  9. Done With You
  10. Given It All
  11. The Temple
  12. Raise Your Fist
  13. Independent (Bonus Track)
  14. Quenn Of The Night (Bonus Track)
  15. Schizophrenia (Bonus Track)

Nun habe ich mich auch mal um ein Review zu Maxxwells neuestem Werk Metalized gemeldet. Aufmerksam geworden bin ich auf die Schweizer Eidgenossen durch ihre Aktivitäten als Support bei Threshold und The Silent Wedding in Aachen und Hamburg. An zwei Abenden habe ich Maxxwell live erlebt und war angetan von der Wucht, der kraftvollen Performance und dem Spaß bei dem Auftritt. Nun ist live ja auch immer anders als aus der Konserve und so habe ich mir dann die gute Stunde Spielezeit des vierten Albums angetan. Wie so häufig wird das Rad ja nicht neu erfunden und so geht es auch hier vonstatten. Der bis dato vorherrschende Stil war eher im Heavy Bereich angesiedelt. Auf Metalized wird das etwas härter umgesetzt. Dabei ist die Nähe zu Five Finger Death Punch und auch In Flames nicht von der Hand zu weisen. Das wird deutlich, wenn man sich den Song P.U.T.V. anhört.

Aber zunächst geht es mit Hurricane los. Der eher langsame Stampfer eröffnet die 15 Titel umfassende CD. Ein leichtes Huldigen an Maiden zieht sich durch den Song, ohne wirklich greifbar zu sein. Was mir fehlt, ist der Zugang zum Track, das wird bei Back Again besser. Da bleibt der Refrain im Kopf hängen. Schon zu Beginn liefert das Riff die nötige Aufmerksamkeit. Sänger Gilberto rotzt den Song raus. Der leichte Chorgesang passt auch und dann kommt der Refrain. Gab´s schon mal und erinnert auch an irgendetwas, ist aber trotzdem gelungen und live hämmert das richtig. Auffällig die fette Produktion, die hier ordentlich Druck macht. Die Gitarren liefern einen Klangteppich, bei dem ab und an mal ein kleines Solo den Rahmen sprengt.

She’s Mine könnte man am Anfang fast als Mainstream bezeichnen. Radiotauglich würde ich sagen. Nett anzuhören. Aber nicht wirklich auf die Fresse, wie die CD angekündigt wurde. Hef Häfliger, immer mit seinem Markenzeichen Wollmütze ausgestattet, zeigt, dass er Gitarre spielen kann, darf aber nur kurz als Solist brillieren. Die folgende Ballade Scars ist nicht zwingend als eigenständig zu betrachten. Einige Nickelback ähnlich Strukturen lassen sich nicht verleugnen. Es folgt der Titeltrack. Metalized. Gut produziert, auch wenn hier die Gitarren im Hintergrund eher nur als Klanglieferanten dienen. Da hilft auch das eingestreute Solo nicht wirklich, das aber ohne Zweifel gut gespielt wird.

Mit Monsterball wird das Album fortgesetzt. Auch hier überwiegen ähnliche Songstrukturen. Im Hintergrund agierende Rhythmusgitarre, dann ein Solo. Was mit an den letzten Songs fehlt, ist eine passende Hookline, die im Kopf hängen bleibt. Klar gibt’s einen Refrain, der aber nicht aussagekräftig genug ist. Leider ist auch Burn nicht so abwechslungsreich. Technisch ist an den Musikern nichts auszusetzen. Sie können was und auch die Produktion macht einiges her. Aber auch bei diesem Stück hier fehlt etwas, das hängen bleibt. Dadurch erzeugt sich ein Gefühl vom Mittelmäßigkeit.

Aber es gibt ja noch einiges. Done With You. Da wird es gleich rockiger. Das Anfangsriff lässt schon mal aufhorchen. Dann entwickelt sich dieser Track wieder zu einem anständigen Rocksong, der auch durch seinen mehrstimmigen Gesang und das geile Solo zusagt. Leider darf Hef auf seiner Klampfe nur kurz ausholen. Given It All ist die zweite Ballade auf der Scheibe und Sänger Gillberto beginnt sehr melodisch. Dann wird er wieder aggressiver und ändert dadurch die Grundtendenz des Stückes. Es fehlt zwar etwas an Tiefe, trotzdem ist der Song atmosphärisch. Danach gibt’s noch die beiden Titel The Temple und Rise Your Fist. Strickmuster ist ähnlich. Kräftiger Gesang, der auch mal etwas ruhiger ausfällen kann. Das schadet dem Song in keinster Weise. Der Refrain bei The Temple regt zum Mitsingen an und wird entsprechend live eingesetzt. Nach den beiden letztgenannten Titeln kommen noch drei Bonustracks, die bereits als EP veröffentlicht wurden. Diese zeigen eine etwas andere Seite. Sie sind doch etwas mehr an den Heavy Rock angelehnt. Gefällt mir persönlich gut. Und da ist der leichte Unterschied. Die Heavy Rock Komponenten werden mit groovigeren Rhythmen und einigen interessanten Hooks kombiniert. Das ist vor allem bei Queen Of The Nation auffällig und findet sich dadurch auch im Liverepertoire wieder und sorgt durch seinen Refrain für hohes Mitsingpotenzial. Als Einstieg packe ich mal das aktuelle Video mit rein.

Fazit: Die doch recht lange Platte hat einiges an Überraschungen parat, aber auch leider einiges an Mittelmaß. Eventuell fehlt noch eine stärkere Differenzierung, um sich von den erwähnten Bands weiter zu distanzieren. Trotzdem sind einige tolle Sachen dabei und die Produktion tut ihr Übriges. Live sind sie sehr stark und gehen voll ab. Auf jeden Fall hörenswert und die Truppe sollte im Auge behalten werden.

Anspieltipps: Back Again, Scars, Queen Of The Night
kay l.8
Leser Bewertung2 Bewertungen10
8

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
La Zona – Do Not Cross (Staffel 1)