Metal Church – Dead To Rights

10.04.2026 – Heavy Metal, Thrash Metal, Progressive Power Metal – Rat Pak Records – 47:11 Minuten

Metal Church melden sich zurück. Kaum eine Band erlitt in ihrer Geschichte so viele Rückschläge wie die Truppe um Mastermind Kurdt Vanderhoof. Er selbst hatte erhebliche Probleme mit dem Rücken, sodass er zum Beispiel auf dem Keep It True Rising 2023 den Auftritt zum Teil sitzend absolvierte. Über den tragischen Tod von Mike Howe 2021 oder die Problematik bezüglich des Alkoholkonsums von David Wayne in den 80ern und 90ern wollen wir nicht diskutieren. Der Blick geht nach vorne und nennt sich Dead To Rights.

Dead To Rights zeigt Metal Church mit neuer Mannschaft

Metal Church präsentieren sich 2026 mit einer neuen Bandbesetzung. Im Vergleich zum Vorgängeralbum Congregation Of Annihilation gibt es mit Brian Allen (Vocals), Ken Mary (Drums) und David Ellefson (Bass) neues Personal. Große Namen haben sich um Vanderhoof geschart, wobei vor allem der langjährige Megadeth-Bassist Ellefson hervorsticht. Was gibt es auf die Ohren auf der neuen Platte Dead To Rights?

Aggressiv, fast im Style alter 80er-Jahre-Platten, legen Metal Church mit Brainwash Game und F.A.F.O. los. Eine Mixtur aus Thrash- und Heavy Metal zeigt die Altmeister von der amerikanischen Westküste bissig wie zu alten Zeiten. Mit dem Titeltrack werden Metal Church anno 2026 verspielter und agieren irgendwo zwischen progressivem US-Power-Metal, Thrash Metal und Heavy Metal. Trotzdem ist die Nummer eingängig und knüpft an das Material der drei Platten aus den 90ern mit Mike Howe an.

Ein Dreieck aus US-Power-Metal, Thrash Metal und Heavy Metal

In dem Dreieck zwischen progressivem US-Power-Metal, Thrash Metal und Heavy Metal bewegen sich die Protagonisten mit zum Beispiel Deep Cover Shakedown, dem stampfenden Feel To The Fire, oder The Show. Die Nummern gehen nach vorne und kommen allesamt mit ordentlich Druck aus den Boxen geknattert.

Daran ändert auch der Schlussakkord mit Wasted Time und My Wrath wenig. Eingängigkeit wechselt sich mit verspielten Instrumentalpassagen und aggressivem Gesang ab und bringt die Platte über die Ziellinie.

Hier geht es für weitere Informationen zu Metal Church – Dead To Rights in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Metal Church – Dead To Rights
Fazit Dead To Rights
Bei einer Band mit einer derartig langen und wechselvollen Karriere stellt sich die Frage, was der Maßstab für Dead To Rights ist. Wenn die Maßstäbe die Klassiker wie The Dark, Blessing In Disguise oder The Human Factor sind, dann liegt Dead To Rights klar und deutlich hinter diesen Veröffentlichungen. Wenn der Maßstab die Zeit mit Ronny Munroe bis zur Generation Nothing ist, dann liegt Dead To Rights vorne.

Losgelöst von Vergleichen mit vergangenen Zeiten liefert das neu zusammengestellte Quintett eine starke US-Metal-Platte, der die ganz großen Momente fehlen. Alle Stücke für sich sind gut konzipiert und passen in das Gehäuse von Metal Church. Aber die ein oder zwei Vorzeigeexemplare, die aus einer starken Platte einen Klassiker machen, fehlen. Trotzdem sollten US-Metal-Fans Dead To Rights antesten, auch wenn es keine zweite The Human Factor auf die Ohren gibt.

Anspieltipps: Dead To Rights, The Show und Wasted Time
Franziska W.
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