Sangvis: veröffentlichen finalen Song „Make Some Noise“ ihrer achtteiligen Audioserie

Sangvis kommen, wie sie es selbst schreiben, aus dem Herzen Russlands und haben sich dem Modern Metal verschrieben. Aber nicht nur dem. Die übergeordnete Story in der achtteiligen, medienübergreifenden Erzählung basiert auf alten Schwarzweißkrimis aus Hollywood, wie etwa Casablanca (1942), Al Capone (1959) oder die Serie Die Unbestechlichen (1962/63) und greift zurück auf deren Bilder, Archetypen, Handlungen, Themen und die Moral der Akteure. In diesem Stil haben Sangvis seit April eine Reihe von Songs veröffentlicht, mit der sie die Geschichten von verschiedenen Charakteren aus deren Sicht erzählen. So treffen also eines Nachts in einer Spelunke in einer weitläufigen Metropole sowohl Stammgäste als auch zufällige Besucher aufeinander und die eigentlich nur eins gemeinsam haben: wenn es gilt, eine Sache korrekt zu erledigen, beauftragen sie einen Spezialisten.

Zu den acht Veröffentlichungen haben Sangvis in kurzen und sehr stimmungsvollen Posts erläutert, wer jeweils der Protagonist ist und welche Geschichte er – oder auch sie – mit in die Bar bringt. Da geht es zunächst einmal im ersten Song Cure For The Soul (https://www.youtube.com/watch?v=j5MgkysNkok) um den alten und sehr mysteriösen Barkeeper. Der zweite Song Femme Fatale (https://www.youtube.com/watch?v=RyWjq7S1Fws) erzählt die Geschichte eines jungen Privatdetektivs, der ebendieser Femme Fatale ins Netz geht und in ihre tödliche Falle läuft. Überall und nirgendwo hin gehört der Reisende aus Last Day Home (https://www.youtube.com/watch?v=NYII5hS7OGo), aber auch er landet an diesem Abend in besagter Bar. Dort treffen wir auch auf einen Stammgast der Bar. Er trägt einen schwarzen Mantel und noch viel schwärzere Gedanken in seiner Seele. Auch wenn man meinen könnte, ein Priester gehöre nicht in eine Bar, so sagt er selbst, dass dies genau der Ort sei, wo er am dringendsten gebraucht würde. Dies und noch mehr gibt es in Every Bit Of Pain zu hören.

Die Hauptrolle in New Names (https://www.youtube.com/watch?v=2UVn0CcY8Ks) spielt ein junger Mann, ein Gangster, der schnell in der Hierarchie der kriminellen Unterwelt aufsteigt. Er versucht nicht, sich für seine Taten zu rechtfertigen, gibt nicht vor, ein guter Mensch zu sein, der schlimme Dinge getan hat. Sein Weg, damit umzugehen ist zu trinken. In When The Lights Are Out (https://www.youtube.com/watch?v=i-asaPyXbiY) betritt ein Akteur die Bar, den man hier nicht vermuten würde. Es ist ein junger Schauspieler, der immer größere Schwierigkeiten damit hat, zwischen Film und realem Leben zu unterscheiden. Gefangen zwischen der glitzernden und strahlenden Traumwelt und dem Blick hinter die Kulissen mit ihrer Korruption, der Kriminalität und der sozialen Kluft ist auch er dem Alkohol verfallen. Der siebte Gast, der durch die Türen der Bar kommt, ist ein Auftragskiller, ein professioneller Auftragskiller. Normalerweise möchte man so einen Menschen nicht gern in seiner Nähe haben, aber hier ist er nur Jemand mit einem Drink, nur ein Typ, der gelernt hat, sich damit abzufinden, die Drecksarbeit für andere zu erledigen. So denkt er jedenfalls gerne. Just A Job eben.

Zum neusten Track Make Some Noise haben Sangvis noch keine Backgroundinfo geliefert, aber wenn man sich das Visual so anschaut, könnte man ansatzweise ahnen, wer hier der Hauptprotagonist ist.

Nicht nur die sehr detailreichen und tollen Visuals zu den einzelnen Songs fügen sich nahtlos in das übergeordnete Konzept ein, Sangvis haben es sich auch nicht nehmen lassen, für diese Serie die passenden Bandfotos machen zu lassen. Weitere Fotos aus der Serie und auch alle Stories zu den einzelnen Songs – die ich hier nur auszugsweise widergegeben habe – findet ihr auf der facebook-Seite von Sangvis (https://www.facebook.com/sangvisband). Und hier gibt es den Link zu sämtlichen Plattformen, auf denen die Songs verfügbar sind (https://band.link/sangvismsn).

Credits: Michael Voronin