Siberian Meat Grinder – Metal Bear Stomp

„Wild gewordener Bär reißt die Genregrenzen ein”

Artist: Siberian Meat Grinder

Herkunft: Moskau /Rußland

Album: Metal Bear Stomp

Genre: Thrash Metal, Crossover

Spiellänge: 39:36

Release: 13.10.2017

Label: Destiny Records

link: http://oktoberpromotion.com/de/release/siberian-meat-grinder-metal-bear-stomp

Bandmitglieder:

Vocals – Vladimir
Guitar – Maxim
Guitar – Mihail
Bass – Andrei
Drums – Egor

Tracklist:

1. Ruder Than Thou
2. Hunt The Steel
3. Metal Bear Stomp
4. Can’t Stop Won’t Stop
5. No Way Back
6. Enter Bearface
7. No Sleep Till Hell
8. Style
9. Get Busy
10. Face The Clan
11. Eternal Crusade
12. Walking Tall

Siberian Meat Grinder, die Band aus Moskau mit dem Bär Tsar, dem Herrscher der sibirischen Hölle und eine Art Maskottchen der Band auf dem Cover, haben ihr zweites Album mit dem Titel Metal Bear Stomp herausgebracht. Das Album erscheint als CD und löblicherweise auch auf Vinyl. Dabei ist es aber irgendwie für mich nicht wirklich ihr zweites Album, denn das erste Album mit dem gleichnamigen Titel Siberian Meat Grinder war eigentlich eine Zusammenstellung der beiden zuvor erschienenen EPs Hail To The Tsar und Versus The World.

Die Coverartwork stammt von Sean Taggart, der bereits Arbeiten für Napalm Death, Agnostic Front und Twitching Tongues gefertigt hat.

Siberian Meat Grinder sind keine Grindcoreband, wie der Bandname irrtümlich vermuten lassen könnte. Siberian Meat Grinder sind fünf angenehm verrückte russische Jungs, die uns einen irren Mix aus Speed Thrash Metal, angereichert mit einer gehörigen Portion Crossover aus Hardcore, Hip-Hop und Punk präsentieren. Gelegentlich sind auch Ska Fragmente zu hören. Für das Einspielen des Albums haben sie sich zudem mit weiteren Musikern verstärkt.

Auf dem Album Metal Bear Stomp ist dann auch gewaltig der Bär los. Es stampft, treibt und schwitzt. Die Grundidee der Platte ist es, richtig schnellen Speed Thrash zu spielen, wobei die einzelnen Songs dann ihre eigenen Crossoverattitüden bekommen.
So finden sich auf dem Album Metal Bear Stomp dann wirklich 12 harte Bretter. Eine Ballade sucht man vergebens und das ist auch gut so. Der Song Enter Bearface ist der mit Abstand langsamste Song und könnte etwas zum Ausruhen verführen, bevor dann bei No Sleep Till Hell bereits die Gitarren wieder aufheulen und man merkt, dass Enter Bearface eine Finte war und es unaufhaltsam im irren Tempo weiter geht.

Nur ein Song (Walking Tall) ist länger als vier Minuten, ansonsten werden die Songs kurz und schmerzvoll voll auf die Nüsse gespielt. Harte Riffs, ein fetter Groove, aufheulende Gitarren und geile Gitarrensoli gibt es satt. Dazu teils mehrstimmige Voices. Ab und an ein kurzer Brake, bevor dann auch schon wieder die Post abgeht. Zwischen den Songs absolut keine Verschnaufpause. Nach den ca. 40 Minuten des Albums dürfte man dann wirklich platt sein. Schon absolut heavy, was Siberian Meat Grinder uns hier zumuten. Langeweile kommt bei diesem Album auf keinen Fall auf. Das ist wirklich grenzenloser Spaß, der hier zelebriert wird. An Metal Bear Stomp dürften sich Fans einiger Genres erfreuen.

Siberian Meat Grinder kann man übrigens im März und April 2018 an verschiedenen Locations in Deutschland live erleben. Wenn ich es schaffe, werde ich sie mir dann mal live reinziehen und zuschauen, wie sie das Publikum platt machen.

Fazit: Wenn Tsar, der Bär der sibirischen Hölle, einmal von Siberian Meat Grinder losgelassen wird, entfacht er ein höllisches Feuer und bringt das Eis zum Schmelzen. Tolles Album für Fans verschiedener (Metal) Genres, gerade auch für Crossover Fans. Ebenso dürften Punks und Hip-Hopper ihre Freunde dran haben.

Anspieltipps: Ruder Than Thou, No Sleep Till Hell und Face The Clan
Juergen S.
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