Stahlmann – Adamant

“Eine Wundertüte ohne Happy End!“

Artist: Stahlmann

Herkunft: Göttingen, Deutschland

Album: Adamant

Spiellänge: 40:11 Minuten

Genre: Electro, Gothic Rock, Neue Deutsche Härte

Release: 19.04.2013

Label: AFM Records

Link: http://www.stahlmann.tv/

Klingt wie: Eisenherz, Der Bote

Bandmitglieder:

Gesang, Programming – Mart
Gitarre, Programming – Tobi

Tracklist:

  1. Die Welt Verbrennt
  2. Süchtig
  3. Wenn Der Regen Kommt
  4. Schwarz
  5. Leuchtfeuer
  6. Adrenalin
  7. Der Schmied
  8. Paradies
  9. Nackt
  10. Tempel Der Lust
  11. Dämonin

Stahlmann - Adamant

Die deutsche Band Stahlmann treibt seit 2008 erfolgreich ihr Unwesen in der Gothic Rock- und Neue Deutsche Härte-Szene und bestücken ihre abwechslungsreichen Riffs mit eingeflochtenen Elektro-Elementen. Was passiert, wenn man Oomph, Evanescence und Rammstein einen Monat in den Keller sperrt? Ganz klar: Es entsteht der Sound von Stahlmann aus Göttingen, der an alte Eisbrecher-Hits erinnert.

Der dritte Longplayer Adamant wurde seit 2010 produziert und löste das letzte Album Quecksilber ab, das nicht nur lobende Worte erhalten hat, wobei dies auch für Adamant gelten wird. Der Opener Die Welt Verbrennt ist da noch einer der besseren Werke in einem – das muss man der Band lassen – gelungenem Soundgewand. Musikalisch schlägt der Hit jedoch in klare Rammstein-Fahrwasser, die der große Bruder eindeutig besser beherrscht. Das danach folgende Werk Süchtig knallt dem Hörer eine volle Ladung „Ich bin Süchtig“ ins Gesicht. Wer auf Endlosschleifen eines Drei-Wort-Refrains steht, kann daran Spaß haben – alle anderen dürften den Song wohl nach einer Minute mit dem „Weiter-Button“ frühzeitig beenden.

Gothic Rocker und Oomph-Fans können beim wieder gesteigerten Niveau von Wenn Der Regen Kommt zufrieden mit dem Kopf nicken, aber nicht lange, denn dann folgt mit Schwarz der Knaller schlechthin. Dieses – wir nennen es einmal „Kunstwerk“ – basiert auf der Grundstruktur: „Schwarz, schwarz, schwarz sind alle meine Kleider, schwarz, schwarz, schwarz ist alles was ich bin. Darum liebe ich alles, was so schwarz ist, mein Schatz, ist das Teufelskind“. Wer jetzt denkt wie ich, dem kann ich nur bestätigen: Es ist grauenhaft, ein Kinderlied derart zu missbrauchen und dabei in die Mainstream-Schiene zu driften, die, wenn überhaupt, 14jährige Mädchen ansprechen dürfte. Von diesem Schock erholt man sich nur langsam, da können einem die besseren Momente mit Adrenalin oder Paradies den Tag nicht mehr versüßen. Viel schlimmer noch: Irgendwie drängen sich einem immer die komischen Bilder der musikalischen Veränderung von Unheilig vor die Augen. Bei Stahlmann kann man nur hoffen, dass sie von dem gefährlichen Mittelweg von Mainstream und harter Neuer Deutscher Härte abkommen, denn das wird nicht auf Ewigkeit gutgehen!

Fazit: Adamant offenbart sich als ein Studioalbum, auf dem die Entwicklung der Band eine klare Handschrift hinterlässt. In diesem Entwicklungsprozess einen Silberling zu veröffentlichen, um anzutesten, wie der aktuelle Stand ankommt, ist sehr löblich, jedoch sollte man nicht zu lange diesen Spagat wagen, wenn man nicht unnötig die Geduld der Fans strapazieren möchte. Wie immer und alles ist Adamant von Stahlmann Geschmackssache. Für mich war es jedoch leider bis auf einige sehr wenige Ausnahmen ein Griff ins Klo! Anspieltipps: Die Welt Verbrennt, Schwarz und Nackt
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