The Absence – A Gift For The Obsessed

“Mit Songs diverser Extreme!“

Artist: The Absence

Herkunft: Tampa, Florida, USA

Album: A Gift For The Obsessed

Spiellänge: 57:19 Minuten

Genre: Death Thrash Metal, Thrash Metal

Release: 23.03.2018

Label: Metal Blade Records

Link: https://theabsenceofficial.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Jamie Stewart
Gitarre – Patrick Pintavalle
Gitarre – Peter Joseph
Bass – Michael Leon
Schlagzeug – Jeremie Kling

Tracklist:

  1. A Gift For The Obsessed
  2. Misery Trophies
  3. The Forging
  4. Thought & Memorie
  5. Celestial Hysteria
  6. Septic Testament
  7. The Alpha Illusion
  8. Fear Of Existence
  9. You Can´t Bring Me Down
  10. Idle Thrones

Mit A Gift For The Obsessed ist bereits am 23.03. das vierte Album der Band The Absence über Metal Blade Records erschienen.

Das Album startet mit A Gift For The Obsessed, dem ersten Song des Gesamtwerks, der nach anfangs fast schon groovigen Riffs später ein sehr starkes Gitarrenspiel zu Tage fördert, welches Seinesgleichen sucht. Die keifenden Vocals des Sängers Jamie Stewart allerdings sind sehr einseitig und monoton und ändern sich sogar im Refrain kein bisschen. Abwechslung im Gesang hätte dem Track mehr als gut getan! Das vorher durch die Instrumente schön aufgebaute Lied verliert dadurch erheblich an Stimmung, weshalb es leider höchstens als „ganz nett“ zu beschreiben ist. Aus diesem Lied hätte definitiv mehr gemacht werden können.

Misery Trophies gehört ohne Zweifel zu einem der hochwertigeren Stücke dieses Albums. Mit einer Ohrwurm erzeugenden Melodie, die durch eingängige Härte in den einzelnen Parts sowie unerwarteter Innovation im Refrain glänzt, schafft es die Band, ein Lied zu kreieren, welches auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird. Zwar ist auch hier der Gesang von monotonem Keifen dominiert, doch aufgrund der überragenden musikalischen Leistung der übrigen Band fällt das kaum ins Gewicht.

Auf fast jedem Album gibt es ein paar gute und einige weniger gute Lieder. Zu diesen weniger guten Liedern müssen aber enttäuschenderweise die folgenden drei Songs gezählt werden. Auch wenn The Forging zumindest noch ein gutes Gitarrensolo enthält, ist der Rest des Tracks leider von mäßiger Qualität. Thought & Memorie wirkt wie ein bloßer Lückenfüller, in die Mitte geschoben, um dem Album noch ein paar Minuten Laufzeit mehr zu entlocken, mit bekannt vorkommenden Melodien und dem gleichen Gesang, wie in allen Liedern davor. Den Tiefpunkt erreicht das Album allerdings mit Celestial Hysteria. Der Chorus dieses Liedes ist der reizloseste und farbloseste im gesamten Album. Dazu kommt, dass der triste Gesang sich noch nicht einmal den Instrumenten anpasst, sondern sich seine ganz eigene Melodie sucht, so als hätte der Sänger die Musik vor dem Einsingen noch gar nicht gehört.

Zum Glück wird mit Septic Testament das Niveau wieder ein wenig angehoben. Auch wenn dieser sechste Titel nicht im Ansatz an Misery Trophies herankommt, sind in dem Lied Text und Instrumente wieder im Einklang und der Refrain ist solide. Der darauf folgende Song The Alpha Illusion liefert mitreißende Riffs und wieder einmal Gesang aus der unteren Mittelklasse. Fear Of Existence ist ein Track, der am wenigsten Vocals beherbergt, was die erneut überragenden Melodien in den Vordergrund rückt.

Mit You Can´t Bring Me Down feuert The Absence das erste und einzige Cover des Albums ab. Das Lied beinhaltet, wie bei dem Original von Suicidal Tendencies, sowohl eine harmonische Einleitung und härtere Passagen als auch rapartigen Gesang in den Refrains. Dies klingt mit der von der Band gegebenen eigenen Note so stimmig, dass die Band genauso gut in den Hardcore Punk wechseln könnte.

Der abschließende zehnminütige Track Idle Thrones ist komischerweise nur mit fünf Minuten Musik beladen – der Rest ist schlicht und ergreifend Stille. In diesen fünf Minuten kombiniert der Song alle typischen Faktoren, die sich aus den letzten Songs herausgefiltert haben und bildet somit ein gelungenes Schlusswerk für ein Album, das sowohl Höhen als auch Tiefen hat.

Fazit: A Gift For The Obsessed ist ein Album, das sowohl sehr gute als auch sehr mäßige Lieder enthält. Wie oben oftmals gesagt, wäre eine Abwechslung im Gesang etwas, das der Band erheblich weiterhelfen würde, da eben dieser monotone Gesang einige Lieder ziemlich abwertet. Alles in allem ist das Album ein annehmbares Produkt, welches sich aufgrund der paar starken Tracks zu hören lohnt.

Anspieltipps: Misery Trophies, You Can´t Bring Me Down, Celestial Testament
Manuel B.
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