”Thrash N Death Fest V am 01.02.2014 im Phönix Moormerland”

Bands: December Flower, Resurrected, Fallen Saints und Bestiality

Location: Phönix – Moormerland

Homepage: http://www.phoenix-moormerland.de/

Datum: 01.02.2014

Einlass: 19:00 Uhr / Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Kosten: VVK: 6€, AK: 10 €

Besucher: ca. 80

Veranstalter: TMC und EMA

Am 01.02.2014 steigt das schon fast traditionelle Thrash N Death Fest V, welches zur kalten Jahreszeit, früh im Kalenderjahr, im Moormerland die Köpfe kreisen lässt. Wenn man den anfänglich erstellten Flyer begutachtet, wird man im schlussendlichen Line Up etliche Veränderungen feststellen. Die lokalen Haudegen Hörnery, um Frontfrau Lisa, haben schon frühzeitig aus logistischen Gründen absagen müssen. Auf Grund der Witterung haben sich aus gesundheitlichen Widrigkeiten erst wenige Stunden vorm Event Wound und Spheron verabschiedet. Ersetzt werden konnten vom Veranstalter jedoch alle Slots, so das am Ende, wie geplant, vier Bands für musikalische Unterhaltung sorgen werden.

Den Start machen Bestiality aus Emden, die einen angriffslustigen Todesblei zusammen mixen. Zwar erst vor wenigen Monaten gegründet, macht sich die Erfahrung der Musiker aus anderen Formationen schnell bemerkbar. Schnelle Riffs zerlegen das Phönix in Hand umdrehen. Alf Kluge, hinter seiner Schießbude, gibt wie gewohnt mustergültig den Takt an, während Helmut Van Der Werf, die sich aus alten 24 Give Zeiten bestens kennen, zusammen mit Jens Uffen schweißtreibend die Äxte schwingen. Für den nötigen Druck sorgt Stefan Boekhoff, der die Druckwellen tief in die Magengrube eindringen lässt. Einzig und allein Eike Scheubach ist mit seinem vierten Auftritt noch ein wenig grün hinter den Ohren, wird aber von seinen Kollegen gut mit durch die Show gezogen. Wackler sind in den Tracks nicht zu spüren, nur an den Ansagen darf er noch ein wenig feilen- alles andere kann sich schon wirklich gut sehen lassen!

Fallen Saints, die schlussendlich einzig überlebende Formation des eigentlich geplanten Line Ups, sind in Ostfriesland keine Unbekannten mehr, dafür hat Oli Meyer mit seinen Männern zu oft zum tödlichen Tanz angestimmt. Gegründet wird Fallen Saints bereits Ende der neunziger Jahre, sie haben Konzerte in Deutschland sowie in den Nachbarländern ausgetragen und durften unter anderem als Support von Bolt Thrower fungieren. Schnelle Riffs, in einem abwechslungsreichem Deckmantel sind das Markenzeichen der Truppe, die ohne Frage von den Animationskünsten von Oli Meyer leben. Gesanglich bringt er zudem die gewisse Würze mit ins Spiel. Ob tief gegrowlt oder dark geshoutet- alles wirkt routiniert und das Publikum dankt Fallen Saints die Mühe mit einer ansehnlichen Interaktion vor der Bühne.

Resurrected werden erst am vor Tag vom Thrash N Death Fest V bestätigt, da Spheron kurzfristig absagen müssen. Die Truppe aus Duisburg ist am heutigen Abend die kernigste Formation und sorgt für einen brachialen Sound. Musikalisch ist die Band aus Nordrheinwestfalen auf Brutal Death Metal Wegen zu finden, die sehr breit gehalten werden. Mit lockeren Gore- bzw. Grind Auswulstungen lässt sich die Band in keine direkte Schublade stecken. Geschmacklich sind Resurrected daher auf dem Thrash N Death Fest V die schwerste Kost. Während gut die Hälfte der Besucher ein Inferno abbrennen, lassen sich die anderen ein kaltes Bier schmecken, welches wie gehabt für unglaublich günstige 1,50 € zu erwerben ist.

Die Melodic Death Metaler von December Flower sind da wiederum deutlich griffiger. Schnell füllt sich der Bereich vor der Bühne und sorgt noch zur späten Stunde für ein ansprechendes Konzert- Feeling. Unter der Cyclone Empire Flagge segeln sie December Flower, die sich aus Einflüssen von Bands wie Dark Tranquillity, Dissection und Dismember zusammen setzten, seit Jahren erfolgreich. Dementsprechend wird ihr Gig in Ostfriesland gefeiert- fliegende Haare, dicht gedrängte Metalheads vor der Bühne und emotional gesteuerte Faustbewegungen begleiten den Auftritt. Von der Bühne gelassen werden December Flower erst nach weiteren Zugaben, wer das ostfriesische Party Folk kennt wird wissen das keine Band einfach ohne Gegenwehr von der Bühne gelassen wird. Sänger Manuel Siewert und seinen vier Mitstreitern macht die Sonderschicht nichts aus und sie verlassen kurz nach 24 Uhr zufrieden die Bühne!

Zufrieden dürften auch die Veranstalter vom TMC und die EMA sein, die trotz extremer Widrigkeiten ein konkurrenzfähiges Underground Event auf einem hohem Niveau halten können. Dieses bekommen sie mit einer ganz guten Resonanz gedankt, die in einer durch die Bank weg guten Stimmung keine Verlierer offenbart.

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