Sacred Reich – Awakening

Da sind wir mal wieder, kennt ihr uns noch?

Artist: Sacred Reich

Herkunft: Phönix, USA

Album: Awakening

Spiellänge: 31:28 Minuten

Genre: Thrash Metal, Heavy Metal

Release: 23.08.2019

Label: Metal Blade Records

Link: https://www.facebook.com/sacredreichofficial

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Phil Rind
Gitarre – Joey Radziwill
Gitarre – Wiley Arnett
Schlagzeug – Dave McClain

Tracklist:

  1. Awakening
  2. Divide & Conquer
  3. Salvation
  4. Manifest Reality
  5. Killing Machine
  6. Death Valley
  7. Revolution
  8. Something To Believe

Mit einem Blick auf das Artwork weiß man schnell, um welche Band sich die nächsten Zeilen drehen. Genau, die Old School Thrasher von Sacred Reich werden in diesem August ihr neues Album Awakening über Metal Blade Records in die Musicstores katapultieren. Der flinke Ritt dauert leider nur etwas über eine halbe Stunde und beinhaltet acht Werke. Im nächsten Jahr feiern die Amerikaner zudem ihren 35. Geburtstag – Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Die Klassiker in den später Achtzigern um die Surf Nicaragua EP dürften noch vielen geläufig sein. Seit genau dieser Zeit prägt Sänger und Bassist Phil Rind die Formation maßgeblich und ist mit Wiley Arnett das älteste Stammpersonal. An der zweiten Gitarre hat in diesem Jahr erst Joey Radziwill den Posten übernommen. Die zweite Amtszeit gibt es seit letztem Jahr für Drummer Dave McClain, der in den Neunzigern bereits einige Monate mit Sacred Reich verbracht hatte.

Als Erstes darf gleich der Titeltrack Awakening um die Gunst der Thrasher buhlen. Das Klangbild der alten Schule bleibt bestehen und nach zwölf Jahren kann man Surf Ignorance nicht mehr als aktuelles Langeisen durchwinken. Wie hat das Quartett diese Pause genutzt? Was bekommt der Hörer auf die Ohren und wo stehen Sacred Reich überhaupt noch auf der ewigen Genre Skala? Der Opener ist gut, ohne Frage, jedoch kein Überflieger, der das Toupet von der Glatze bläst. Schroff, mit einem feinen Blick in das aktuelle Geschehen, lässt Phil Rind kaum ein Facelift zu. Der Mix aus Thrash und Heavy drückt aus der Anlage, die Riffs kennen wir bereits aus den Händen der Musiker, trotzdem kann man die acht Werke laut aufdrehen und man hat sogar Spaß dran. Divide & Conquer setzt mehr auf Joey Radziwill und Wiley Arnett. Die beiden Gitarristen übernehmen die Zügel und bringen immer mehr ihres Könnens ein. Die auf Refrains basierenden Lyrics bleiben im Kopf, bringen aber auch eine Replay-Funktion mit, die gut ausgeschlachtet wird. Als tückisch oder gar hinterhältig kann man Awakening nicht bezeichnen. Viel mehr bringen Sacred Reich ihren Klang noch einmal auf die Konserve. Never Change A Winning System dürfte unter anderem ein Motto des Longplayers gewesen sein. Manifest Reality, Killing Machine und Death Valley werden mit harter Linie geführt, während Phil am Mikrofon immer wieder versucht, die Breite zum Heavy Metal zu finden. Das wiederum ist ebenfalls nicht neu und zeigt das in Stein gemauerte Konzept auf einem angemessenen wie ansprechenden Niveau.

Fazit
Über ein Jahrzehnt musste man warten, da lastet auf Awakening ein besonderer Druck. Die Situation ist für das nordamerikanische Geschoss nichts Neues - immer wieder gab es lange Pausen, in denen Sacred Reich ihrer Heimat Phönix alle Ehre machen. Wie der legendäre Feuervogel kommen sie ein ums andere Mal aus der Asche emporgeschossen und begeben sich gen Thrash Metal Zenit. Ganz oben kommen die vier Männer aus dem Bundesstaat Arizona nicht an. Dafür fehlt es überall an einer kleinen Prise Leichtigkeit und unbändigem Willen. Um die neue Auskopplung auf den Punkt zu bringen, braucht es nicht viele Worte, da reicht die Aussage: Gepflegter Thrash zum laut Aufdrehen, mit einem bodenständigen wie grundsoliden Charakter!

Anspieltipps: Awakening und Killing Machine
René W.7.7
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7.7
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