Victims Of Creation – Symmetry Of Our Plagued Existence

“Wie guter Wein?“

Artist: Victims Of Creation

Herkunft: Malta

Album: Symmetry Of Our Plagued Existence

Spiellänge: 71:29 Minuten

Genre: Doom Metal

Release: 26.06.2013

Label: Cyclone Empire

Link: https://www.facebook.com/VictimsOfCreation

Bandmitglieder:

Gesang, Bass – Rex
Gitarre – AJ Burd
Schlagzeug – Dino Mifsud Lepre

Tracklist:

  1. Chapter XXIII
  2. Tree Of Iniquity
  3. The Art Of Despair
  4. The Glorious Deceit
  5. Those Left Behind

Victims Of Creation - Symmetry Of Our Plagued Existence

Dagegen sieht selbst Duke Nukem Forever hingeklatscht aus: Brauchte das PC-Spiel zwölf Jahre in seiner Entwicklung, haben sich die Herren von Victims Of Creation 21 (!) Jahre Zeit gelassen, bevor sie etwas veröffentlicht haben. Meine Empfehlung: Eine Namensänderung in Victims Of Creating.

Ich mein, wow, 21 Jahre. Da hat man dann natürlich Möglichkeiten, die andere Bands nicht haben. Man kann z.B. problemlos jeden Tag einen Ton einspielen. Oder auf jedem Lied an spielerischer Perfektion zulegen. Oder superkomplexe Songstrukturen entwickeln, die selbst Meshugga meschugge machen würden.

Oder man nimmt ein Funeral Doom Metal-Album auf, das absolut nichts Neues mit sich bringt und bei seiner Spielzeit auch noch schummelt. Das beeindruckenste ist vielleicht der Wechsel der Stimmlage zwischen Growls und Heavy Metal-Gesang. Oder der Schock, dass Those Left Behind 22:50 Minuten Spielzeit hat. Wobei man „schon“ bei 15 Minuten aufhört und dann ab Minute 21 irgendein Gedudel abliefert.

Fazit: 21 Jahre für eine unspektakuläre Doom Metal-Scheibe. Im Gegensatz zum Wein, der ja angeblich nach ein paar Jahren besser schmecken soll, war das wohl keine gute Idee, das Tempo der Musik auf das Komponieren und Veröffentlichen der CD anzuwenden. Herausgekommen ist jedenfalls relativ belangloser Doom Metal, der von Genrefans gerne mal getestet werden darf. Richtigstellung: Ich habe soeben die Nachricht erhalten, dass die Band wohl 1992 gegründet wurde, aber (laut eigener Aussage) keine 21 Jahre benötigt hat, die Lieder zu komponieren sondern "nur" fünf Jahre, weil das aktuelle Line-Up erst seitdem in dieser Form existiert. Außerdem waren die Gründungsmitglieder noch in andere Projekten involviert, sie haben also "niemals rumgesessen und nichts getan". 2013 - 1992 ist natürlich 21 und nicht, wie in der ursprünglichen Fassung des Reivews, 19. Woops. Aus irgendwelchen Gründen habe ich 1994 im Kopf gehabt als Gründungszeitraum, obwohl ich 1992 ein paar Mal gelesen habe... Man liest, was man lesen will. Ändert natürlich nichts an der Bewertung, meinentwegen könnte das Album auch in einer Woche geschrieben worden sein. Zeit ist kein Kriterium. Anspieltipps: The Glorious Deceit
Gordon E.
5.5
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5.5
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