Whiskey Ritual – Black Metal Ultras

Haben ihren Weg gefunden und sich deutlich gesteigert

Artist: Whiskey Ritual

Herkunft: Italien

Album: Black Metal Ultras

Spiellänge: 34:07 Minuten

Genre: Black Metal, Thrash Metal

Release: 26.04.2019

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/whiskeyritualofficialpage/

Bandmitglieder:

Gesang – Dorian Bones
Gitarre, Gesang – H. Desecrator
Gitarre, Gesang – A.
Bassgitarre, Gesang – Plague
Schlagzeug – Asher

Tracklist:

  1. Black Metal Ultras
  2. In The Army Of Hell
  3. Knockout
  4. Death Comes By Limo
  5. 666 Problems
  6. Streets & Liers
  7. Die Hard
  8. Manifesto
  9. Denim Demon (Turbonegro Cover)

Vier Jahre nach Blow With The Devil legen die Italiener mit ihrem nordeuropäischen Black Thrash Metal nach. Von Art Of Propaganda geht es nun in die Folter Records Familie. Whiskey Ritual stehen für eine rohe, blutige sowie frostige Gangart, die man sonst vom Norden des Kontinents kennt. Mit frecher Attitüde und punkigen Riffs erinnern sie an Darkthrone oder Konsorten der frühen Neunziger mit einem wilden Auswuchs, der trotzdem nicht in einem cleanen Black Metal Korsett liegt. Mit den Thrash Metal Anteilen und dem anarchischen Punk-Gefüge suchen sie den Schulterschluss zu den Genreanfängen und machen auf Black Metal Ultras einen guten Schritt nach vorne. Blow With The Devil war mir noch viel zu einfach gestrickt – an diesem einfachen Konzept wird nun weiter gefeilt. In 35 Minuten und neun Songs soll das Niveau um ein gutes Stück gehoben werden. Das Artwork macht da direkt den ersten Anfang.

Kurze Nummern lassen wenig Platz zum Verschnaufen. Das Massaker beginnt und der Titeltrack Black Metal Ultras muss gleich als Stellvertreter für alle in die Bresche springen. Ebenfalls deutlich gesteigert: Dorian Bones am Mikrofon, der in den entschiedenen Situationen das Zepter nicht mehr aus der Hand gibt. Nicht exzellent oder gar brillant, aber deutlich gefestigt und solide gehen die Italiener auf ihre vierte Longplayerreise. Da kommen Stücke wie Knockout oder 666 Problems wunderbar zur Geltung. Hart am Limit aber nicht drüber hinweg, wissen die fünf Musiker, wie man sich breit aufstellen kann, zu seinen Wurzeln findet und das so verpackt, dass man im Jahr 2019 nicht direkt als 08/15 Kombo im Mülleimer landet. Frisch und mit einem klaren Ziel scheppert Die Hard durch die Nacht. Schluss ist noch lange nicht, es wartet noch ein weiterer Song Manifesto und das Turbonegro Cover Denim Demon.

Fazit
Deutlich verbessert haben Whiskey Ritual aus ihrer gesammelten Erfahrung die richtigen Schlüsse gezogen. Für Fans der ersten Black Thrash Stunde ist das Studioalbum ein Glücksgriff. Zwar gibt es nicht grundsätzlich Neues serviert, die dargeboten Kost ist jedoch zumindest ein drei Sterne Gericht mit der Tendenz auf einen zusätzlichen Stern. Windig wie an der Nordsee, fegt der düstere Sturm über das Mittelmeer und versetzt die Urlaubsregionen vieler Mitbürger in Angst und Schrecken. Dass die Jungs aus Italien stammen, ist wohl immer noch die größte Überraschung. Mit dem neuen Schwung legt nicht nur der Frontmann Dorian Bones neue persönliche Maßstäbe - auch oder besonders H. Desecrator und A. an den Äxten wachsen mit ihrer Aufgabe. Eine ambitionierte Leistung, die ich mir auch vor vier Jahren gewünscht hätte.

Anspieltipps: Black Metal Ultras und Die Hard
René W.7.2
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7.2
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