Miscreance - Photo by © Alice Sega

Miscreance: kündigen ihr neues Album „Reminiscence“ an

Die aus Norditalien stammende Band Miscreance wird ihr zweites Album, Reminiscence, am 28. August 2026 über Season Of Mist veröffentlichen. Das Album umfasst neun Titel und eine Spielzeit von 37 Minuten; es basiert auf einem weitreichenden Konzept über eine untergegangene Zivilisation, die zwischen Primitivität und übersinnlichen Kräften schwebt.

Zeitgleich mit der Ankündigung des neuen Albums veröffentlicht die Band die erste Single Scalp Ceremony, begleitet von einem offiziellen Musikvideo, das vom Tulpa Studio in Ferrara (Italien) produziert wurde. Das Video wurde in einem unheimlichen Handkamera-Stil gedreht, der Underground-Tape-Sammlern vertraut vorkommen dürfte, und spiegelt das blutrünstige Tempo sowie die mörderische Energie des Songs wider.

„No one ever even sees it coming“, knurrt Schlagzeuger Andrea Feltrin. Für ihr letztes Opferritual lassen Miscreance die langhaarigen Köpfe ihres gefesselten Publikums zu einem Wirbelsturm aus Bongo-Klängen bangen.

Auch wenn ihre Tech-Thrash-Riffs und progressiven Tempowechsel bei erfahrenen Metal-Fans Erinnerungen an die goldenen Jahre wecken mögen, ist Reminiscence kein Versuch, die Glanzzeiten des Metal einfach nur wiederaufleben zu lassen. Der Opener Trait D’Union beginnt nicht mit Blastbeats, sondern mit funkiger, treibender Tribal-Percussion, wie man sie mit einer Zeit weit vor der Ära der Charvel-Gitarren verbindet. „We still play old-school tech-thrash“, versichert Gitarrist Andrea Granauro. Zwar bleibt die Band Bands wie Atheist und Dark Angel treu, doch jede scharfe, schnelle Wendung in Scalp Ceremony verzerrt die typischen Genre-Merkmale bis zur Unkenntlichkeit.

Reminiscence – Trackliste:

1. Trait D’Union
2. Vision
3. Scalp Ceremony
4. Synaptic Cortex Dissection
5. Oracle’s Rift
6. The Moaning Hill
7. Symbiosis
8. Zenith Of A Dying Sun
9. Mirage

Reminiscence wurde von Marino De Angeli produziert, gemischt und gemastert. Die Aufnahmen fanden bei Bridge Produzioni Audio in Susegana (Italien) statt, Mix und Mastering erfolgten im Majestic Studio in Silea (Italien). Das Artwork stammt von Mona Shiraz, die Fotos von Jacopo Abbruscato.

Das Album ist als CD-Digipak sowie auf 12-Zoll-Vinyl (schwarz, schwarz-orangefarbener Sunburst-Effekt und weiß mit goldenen Sprenkeln) erhältlich.

Nach ihrer Vertragsunterzeichnung bei Season Of Mist im Jahr 2022 wurden Miscreance aus Norditalien mit Death, Sadus und anderen unsterblichen Größen aus jener alternativen Zeitlinie verglichen, die die Geschichte des Extreme Metal darstellt. Gekleidet in High-Top-Sneaker und ärmellose Bandshirts, verkörpern Bassist Jean-Claude Rossignol, die Gitarristen Andrea Granauro und Tommaso Cappelletti sowie Schlagzeuger und Sänger Andrea Feltrin stolz den Old-School-Geist des Genres. Doch während ihre Tech-Thrash-Riffs und progressiven Tempowechsel bei hartgesottenen Metal-Fans Erinnerungen an die goldenen Jahre wecken, ist ihr zweites Album nicht bloß ein weiterer Rückgriff auf die Vergangenheit.

„Through a collective hallucination, a voyage through time led us to discover a moment in human history that was lost“, sagt die Band über den außergewöhnlichen Weg zu ihrem neuen Album. „Reminiscence is a testimony of what we have seen, heard, perceived and imagined, told through our own perspective on old-school, thrashy, technical death metal.“

2018 tauchten Miscreance als willkommene Newcomer in der Metal-Szene auf. Während ihre frühe Entwicklungsphase unter dem Namen Atomic Massacre noch ganz im Zeichen von Slayer, Kreator und Sodom stand, verwandelte die Band ihre morbide Faszination für klassische Horrorfilme und den Tech-Thrash der späten 80er und frühen 90er Jahre in ein Debütalbum. Dieses blieb zwar Bands wie Atheist und Dark Angel treu, verpasste aber dem OSDM-Revival einen dringend nötigen, aufregenden Schockmoment. Convergence sicherte der Band nicht nur die Gunst des führenden französischen Metal-Labels, sondern auch Aufmerksamkeit von Magazinen und der internationalen Presse.

Reminiscence ist kein Versuch, die glorreichen Tage des Metal einfach nur wiederaufleben zu lassen. Der Opener Trait D’Union beginnt nicht mit Blastbeats, sondern mit funkiger, federnder Tribal-Percussion, wie man sie eher mit einer Zeit weit vor der Ära der Charvel-Gitarren assoziiert.

“We are all very happy with how our first album turned out, but we wanted to go bigger by tying Reminiscence to a specific concept”, erklärt Cappelletti. “Adding the tribal instruments to certain songs deepens the connection to the overall story that the album is telling”.

Obwohl die Aufnahmen in Italien stattfanden, entdeckten Miscreance das Konzept für Reminiscence beim Durchforsten der Sande der Zeit. Neben messerscharfen Riffs und psychedelischen Tempowechseln stieß die Band auf eine verborgene Welt, in der Dschungeljäger und Didgeridoos auf fremdartige Sprachen, telepathische Operationen und einen brennenden Himmelskörper in Gestalt einer Leiche treffen. Das von der iranischen Künstlerin Mona Shiraz entworfene Cover-Artwork ist eine moderne Interpretation jener Malerei, die schon in der Steinzeit hoch im Kurs stand. „What we’ve created is a ‘lost album’“, sagt Rossignol. „It comes from an unknown civilization that’s both futuristic and extremely primitive. Through psychic powers and capabilities that transcend earthly comprehension, these primordial extraterrestrials have achieved total neural unity. Yet innate wickedness still lures inside of them, harboring the need for preys, scalps and lust.“ Der Aufstieg auf The Moaning Hill ist nichts für schwache Nerven, doch die komplexen Windungen dieses bizarren Pfades führen zu wahrhaft heiligen Genüssen.

Mit Reminiscence eröffnen Miscreance ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis im Bereich des Technical Death Metal der alten Schule.

Reminiscence online:
https://www.facebook.com/Miscreance/
https://www.instagram.com/miscreance_official/