Ancillotti – Hell On Earth

Teutonen Metal aus Italien

Artist: Ancillotti

Herkunft: Prato / Parma, Italien

Album: Hell On Earth

Spiellänge: 43:53 Minuten

Genre: Heavy Metal, NWOTHM, Power Metal

Release: 29.05.2020

Label: Pure Steel Records

Links: https://www.ancillottiband.com
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Bandmitglieder:

Gesang – Daniele „Bud“ Ancillotti
Gitarre – Luciano „Ciano“ Toscani
Bassgitarre – Sandro „Bid“ Ancillotti
Schlagzeug – Brian Ancillotti

Gastmusiker:
Keyboard – Simone Manuli
Backgroundgesang – Vittorio Barbato, Niccolò Saul D’alario, Francesco Noli, Gerardo Altieri, Joe Eleim

Tracklist:

  1. Fighting Man
  2. Revolution
  3. Firewind
  4. We Are Coming
  5. Blessed By Fire
  6. Broken Arrow
  7. Another World
  8. Frankenstein
  9. Till The End

2009 gegründet wurde das Familienprojekt aus Italien. Mastermind Bud holte seinen Bruder Bid und seinen Sohn Brian in die Band. Einen Gitarristen hatte man anscheinend nicht im engeren Familienkreis. So vervollständigt Luciano „Ciano“ Toscani das Quartet. Eine erste EP gab es 2012, das Debütalbum erschien 2014 mit dem Namen The Chain Goes On, gefolgt vom 2016er Langeisen Strike Back. Nun in 2020 also das dritte Werk der Italiener. Nach eigenen Angaben fühlt man sich dem Genre NWOIHM angehörig. Das I anstatt T steht für Italien. Also einfach ausgedrückt, schwelgt man in den 80er und 90ern und orientiert sich an den damaligen Szenegrößen und dem klassischen Heavy Metal. Italien und Metal – da kommen einem aus früheren Zeiten eher Powermetal Bands in den Sinn (Rhapsody, Labyrinth, etc.) oder Gothic/Dark wie Lacuna Coil. Nun also True Metal made in Italy. Schauen wir mal, was der Familienbetrieb so auf die Scheibe gepresst hat.

Der Fighting Man darf anfangen. Die Stimme von Bud erinnert etwas an Chris Boltendahl. Der Sound ebenso. Die italienische Antwort auf Grave Digger? Etwas mehr als eine gewisse Ähnlichkeit liegt vor. Revolution macht genauso weiter, ist im Refrain etwas runder. Ansonsten einer von den gerade recht oft zu hörenden True Metal Tracks von allen möglichen und unmöglichen Combos. Firewind beginnt mit einem gesprochenen Intro, ansonsten gilt das gleiche wie für die ersten beiden Tracks. So geht es Track für Track weiter. Ob We Are Coming, Blessed By Fire, Broken Arrow oder Another World. Große Innovation oder etwas, was den Tracks ein besonderes Merkmal gibt, gibt es nicht. Die Nummern ähneln sich allesamt von Sound und Songaufbau. Die Scheibe läuft nebenbei durch, ohne zu stören oder zu begeistern. Zu Frankenstein gibt es wieder ein gesprochenes Intro (hatten wir ja schon), ansonsten geht im gleichen Strickmuster weiter. Die zweite Stimme gibt dem Ding einen ganz leichtes Alleinstellungsmerkmal. Der Rausschmeißer heißt Till The End und das Album verabschiedet sich mit Powermetal und einem Grave Digger Gedächtnis Track. Insgesamt gehört der Titel zu den besseren auf der Scheibe mit einem intensiveren Gitarrensolo. Mehr gibt es nicht eigentlich nicht zu berichten.

Ancillotti – Hell On Earth
Fazit
Irgendwie ist gerade die Welle der True Metal Alben. Jede alte und neue Metalband des Genres fühlt sich gerade berufen Alben auf den Markt zu werfen. Um aus der Masse hervorzustechen, muss irgendwas dabei sein, was den Zuhörer fesselt. Das Werk läuft durch, klingt teilweise wie eine durchschnittliche Grave Digger Coverband, stört nicht, ist aber ansonsten einfach langweilig und eintönig. Die Nummern klingen mehr oder weniger gleich und ein Aha Effekt will sich bei mir nicht einstellen. Dazu hat man solche Produktionen einfach zu oft gehört. Old School Metalfans bzw. Anhänger der 80er und 90er können mal ein Ohr riskieren, wobei ich eher das Original empfehlen würde. Jede Scheibe von Chris und seiner Band hat mehr als das Werk aus Italien.

Anspieltipps: irgendeine Grave Digger Scheibe
Jürgen F.
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