Atom als Bewusstseinsreise
Mit Atom präsentiert das belgische Trio Apex Ten ein Album, das weniger wie eine konventionelle Rockveröffentlichung wirkt, sondern vielmehr wie ein ritualisierter Übergang in eine andere Bewusstseinsebene. Das Album erschien bereits am 22.11.2025 über Tonzonen Records. Erhältlich ist das Album in mehreren liebevoll gestalteten Editionen: CD im Digipack, LP (500 Exemplare) in der Vinylfarbe „Volcanic Sun“ inklusive Poster und Downloadkarte, sowie eine stark limitierte Testpressung (20 Stück) auf transparentem Vinyl.
Atom setzt vom ersten Ton an auf immersive Grenzerfahrungen. Gleich der eröffnende Track Ruthless vermittelt das Gefühl, eine unsichtbare Schwelle zu überschreiten – ein musikalisches Sinnbild für den Moment, in dem die Seele sich vom Körper löst. Diese Grundidee dient dem Album als roter Faden, während die Band den Hörer durch dunkle, manchmal bedrohliche, stets aber faszinierende Klangräume führt.
Zwischen Wüste, Raum und Psyche: Der Stil von Apex Ten
Apex Ten – bestehend aus Benoit Velez (Gitarre, Theremin), Brad Masaya (Bass, Stimme, Synthesizer) und Alexis Radelet (Schlagzeug) – bewegen sich im Schnittfeld aus Stoner-, Desert-, Space- und Psychedelic-Rock. Ihre Songs wechseln zwischen vocalgetragenen Ausbrüchen und instrumentalen, tranceartigen Passagen. Stücke wie Rot setzen mit rauen Vocals markante Akzente, während Mellow eine fast neblige, introspektive Atmosphäre entfaltet. Die rein instrumentalen Tracks wirken wie mantraartige Beschwörungen: mal schwebend und meditativ, dann wieder druckvoll und fordernd, stets aber von einer eindringlichen, detailreichen Soundästhetik geprägt.
Das Zusammenspiel der drei Musiker ist dabei außergewöhnlich. Das Schlagzeug klingt trocken und präzise, der Bass vibriert tief in Richtung Stoner-Kosmos, und die Gitarren erschaffen mit Hall und Effekten eine glühende Hitze, die an flirrende Felsenlandschaften unter sengender Sonne erinnert. Songs wie Brainwasher und Ruthless steigern sich zu wahren Höhepunkten, in denen Groove, Jam-Charakter und psychedelische Energie in einen mitreißenden Strudel münden. Die Band hat wohl das gesamte Material innerhalb von nur zwei Tagen eingespielt, was die rohe Intensität und Spontaneität des Albums eindrucksvoll erklärt.
Kosmisches Finale: Argon als Neugeboren-Moment
Der abschließende Track Argon markiert eine Art kosmische Explosion, musikalisch wie thematisch. Er wirkt wie eine Neugeburt, ein Rückstoß aus der Dunkelheit hinein in eine neue Form des Seins. Diese Dramaturgie unterstreicht den konzeptionellen Anspruch des Albums. Atom darf durch den Hörer als Reise erlebt werden. Wer atmosphärische, spacige und zugleich erdige Klangerfahrungen schätzt – irgendwo zwischen meditativer Tiefe und wilder Wucht – findet in Atom eine außergewöhnlich dichte, hypnotische Reise.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Apex Ten – Atom in unserem Time For Metal Release-Kalender.



