Bands: Downfall und Northerion
Ort: Kulturzentrum, Jever
Datum: 13.12.2025
Kosten: 10,00 € VVK
Genre: Melodic Metal, Death Metal
Besucher: ca. 70 Besucher
Veranstalter: Konzert-Team des LOK Kulturzentrum Jever e.V.
Link: https://www.lok-jever.de/programm
Setliste Northerion:
- Winter Follows Winter
- The Omen Of Fire
- Mother, God Of War
- Under A Blazing Sky
- Now That The Night Falls
- Carrion Crows
- Last Alliance
- When The Blade
- Welcome Home

Unter dem Titel Metal Im LOK führen heute Downfall und Northerion durch den Abend im LOK Kulturzentrum Jever. Pünktlich um 20 Uhr starten Downfall ihr Set auf dem Stage Waagon. Das Interesse am Quintett aus Schortens ist hoch, und die gut 70 Besucher füllen den Raum. Die Bühne wurde mit einem Backdrop versehen, LED-Recks und Säulen, die das Death-Metal-Erlebnis visuell unterstreichen, springen sofort ins Auge. Die Band wirkt im Vergleich zum letzten Jahr deutlich souveräner, ihre Bewegungen flüssiger und das Zusammenspiel tighter. Downfall wechseln zwischen englischen Songs und Stücken in ihrer Landessprache und kombinieren groovende Death-Metal-Tracks mit melodischen Momenten und harten Passagen. Besonders auffällig ist der Song Vortex, der mit Meeresgeräuschen beginnt, bevor ein regelrechter Tornado die Bühne entfesselt. Nebel und LED-Illusionen verstärken den dramatischen Effekt. Ebenfalls im Kopf bleiben Annihilation und Midnight Walker. Die Show startet mit dem Eröffnungssong Dead End, führt durch melodische und harte Momente und endet mit Thousand Lakes. Bei der Zugabe Downfall gesellt sich Sänger Tim unter die Headbanger der ersten Reihe und steigert die Energie des Publikums noch einmal. Downfall liefern ein energiegeladenes, abwechslungsreiches Set ab, das melodischen Death Metal und harte Grooves gelungen verbindet.

Northerion betreten die Bühne und nutzen das Bühnenbild, welches Downfall vorab schon bespielt haben, lediglich Backdrop und Seitenbanner tauschen sie aus. Optisch eine positive Entwicklung für das LOK Kulturzentrum Jever, das harten Klängen immer mehr eine Chance gibt. Trotz der kleineren Location wirkt die Szenerie professionell und bietet nicht nur etwas fürs Ohr, sondern auch fürs Auge. Rotes und blaues Licht flutet den Lokschuppen und sorgt für eine dichte, atmosphärische Stimmung. Sänger Tim Grögor findet die Location zu Recht richtig cool und stürzt sich voller Energie in die beiden Nummern The Omen Of Fire und Mother, God Of War. Verschiedene Gesangsfarben ziehen sich durch die Songs der Truppe: modern, melodisch, und mit klar dominanten, harten Vocals, die die Clean-Passagen deutlich in den Schatten stellen. Optisch erinnert Tim ein wenig an den Frontmann von Devil Driver. Harald am Bass unterstützt ihn stimmlich und mischt kräftig mit, sodass die Gesangsparts noch kraftvoller wirken. Die Besucher lassen sich von Carrion Crows schnell mitreißen. Ein Circlepit entsteht, offenbar eine Premiere im Lokschuppen, und die Meute hat richtig Bock. Northerion liefern einen Gig voller Energie und Spaß, der die ehrwürdigen Gemäuer des Lokschuppens zum Beben bringt. Tim stürmt, wie vorher sein Namensvetter, mitten ins Publikum, was die Verbindung zur Crowd noch intensiver macht. Northerion zeigen, dass sie auch in kleineren Locations eine ansprechende Performance abliefern, bei der Musik, Licht und Bühnenpräsenz gut zusammenspielen. Mit Welcome Home verabschiedet sich die Auricher Band um 22 Uhr von den Brettern – ein kurzweiliger wie intensiver Konzertabend mit zwei motivierten Newcomern.










