Freedom Call 11.03.2012 Bochum / Zeche

”Kein Konzert – die reinste Party!”

Band: Freedom Call

Vorbands: In Legend & Power Quest

Location: Zeche, Bochum

 
FreedomCall_2012_poster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Homepage: http://www.zeche.com

Datum: Sonntag, der 11.03.2012

Einlass: 18:30 Uhr / Konzertbeginn: 19:00 Uhr

Kosten: VVK: 17,90 €; AK: 23,00 €

Besucher: ca. 250 Besucher

Veranstalter: Dragon Productions http://www.dragon-productions.eu

In Legend
Power Quest
Freedom Call
  1. Heya
  2. The Healer
  3. Prestinate
  4. Pandemonium
  5. A Hanging Matter
  6. Soul Apart
  7. Elekbö
  8. Vortex
  1. Battle Stations
  2. Rising Anew
  3. Cemetery Gates
  4. Edge of Time
  5. Power Quest (Part 1)
  6. Glorious
  7. Temple of Fire
  8. Neverworld
  1. Warriors
  2. The Eyes of the World
  3. Hero on Video
  4. Tears Of Babylon
  5. Rockstars
  6. Farewell
  7. We Are One
  8. United Alliance
  9. Age of the Phoenix
  10. Drum Solo
  11. Sun in the Dark
  12. The Quest
  13. Far Away
  14. Rockin Radio
  15. A Perfect Day
  16. Warriors Of Light
  17. Land Of Light

Zugabe:

  1. Freedom Call
  2. Metal Invasion

Nach gemütlicher Anreise, ins ca. 50 km entfernte Bochum, fahren wir gerade auf den Parkplatz der Discothek und Konzerthalle Zeche. Für jemanden, der das Lokal noch nicht kennt, ist die äußere Erscheinung des Parkplatzes doch eher befremdlich. Verlassen sieht es aus und man hat das Gefühl, das jeden Moment eine Gruppe Menschen um die Ecke kommt, die einem ein Stück Leber oder gar eine Niere für kommerzielle Zwecke entnehmen möchten. Doch zum Glück ist dem nicht so und der Weg zum Lokal ist friedlich – fast zu friedlich, denn es ist – mit Ausnahme eines jungen Mannes – niemand zu sehen. Leises Gepolter aus dem Inneren der Zeche dringt an unsere Ohren, sodass wir sicher sind, heute Abend nicht am falschen Ort und vor allem auch nicht die ersten Gäste zu sein. Erst in der Halle, in der das Konzert stattfindet, angekommen, sieht man, dass hier zum Glück doch etwas los zu sein scheint. In Legend, die Band des Drummers der deutschen A Capella-Metalband Van Canto, sind bereits auf der Bühne und sorgen mit Piano-Metal für Stimmung. Das Publikum ist zwar nicht sonderlich zahlreich, doch allem Anschein nach gut gelaunt. In Legend zeigen – wie bereits auf dem letzten Konzert (Van Canto am 07.01.2012 im Zakk in Düsseldorf), bei dem wir sie live sehen konnten, dass sie einen eigenen Stil und eine Menge Können aufweisen und diese auf der Bühne zu präsentieren wissen.

Uns zieht es zunächst zum Merchandise-Stand. An diesem finden sich reichlich Freedom Call-Shirts sowie auch Merchandise-Produkte der beiden Vorbands In Legend und Power Quest. Die Preise sind normal – so kostet das Freedom Call-Tour-Shirt 16 € und das Shirt der Band zum aktuellen Album 20€ So lässt sich unser lieber CyR4S dann doch von den netten Mädels am Merchandise-Stand sowie dem netten Gitarristen von Freedom Call, welcher ebenfalls dort anzutreffen ist, überreden, ein Shirt zum aktuellen Album Land Of The Crimson Dawn zu erwerben. Nach einem kurzen Gespräch stellt sich heraus, dass Lars Rettkowitz selbst wohl der Künstler hinter dem Albumartwork ist. Jetzt schnell das Shirt angezogen und weiter zum nächsten Act, der britischen Melodic Power Metal-Band Power Quest.
Die Briten überzeugen durch eine lebendige Bühnendarstellung, die vor allem durch den Sänger geprägt wird. Dieser ist sichtlich äußerst gut gelaunt und pausenlos darum bemüht, seine gute Stimmung an das Publikum zu übertragen. So hüpft er wie ein junges Reh auf der Bühne herum und sorgt dafür, dass die Zuschauer – die jetzt schon deutlich mehr geworden sind – zum Mitmachen animiert werden. Die Musik ist – wie es der Name schon sagt – äußerst melodisch und kraftvoll. Für uns ist klar, dass wir uns von dem Sextett in Zukunft noch mehr anhören werden, denn ihre Show hat uns vollkommen überzeugt, sodass wir sogar gespannt sind, ob es Freedom Call schaffen können, dies zu übertreffen.

Die ca. 20-minütige Umbaupause nutzen wir Notdurft und Wiederauffüllung der Flüssigkeitsreserven. Die Preise im Lokal sind normal, so kostet ein Bier vom Fass 2,50 € und eine Cola sowie sonstige Softdrinks 2,00 € zzgl. 0,50 € Becherpfand. Zwischenzeitlich kommt man mit den anderen Gästen ins Gespräch und stellt so fest, dass hier vor allem Leute zugegen sind, die ausschließlich Power Metal zu hören scheinen. Da passt das Programm den meisten ja wohl sehr gut.

Plötzlich geht das Licht wieder aus und die letzten Bühnentechniker verlassen den Ort des Geschehens. Der langersehnte Headliner der heutigen Abends, Freedom Call, betritt die Bühne. Die vier Nürnberger starten ihr Programm mit dem Song Warriors, der das Publikum zum Mitsingen und Mittanzen animieren soll. Dies funktioniert ganz gut und wird sich durch das ganze Programm der Band ziehen. Auffallend ist, dass das Publikum selbst bei den neueren Liedern sehr textsicher zu sein scheint und nicht davor zurückschreckt, dies lauthals kund zu tun. Doch nicht musikalisch wissen Freedom Call die Meute zu unterhalten, nein auch durch kurze Gespräche zwischen Chris Bay und einigen Leuten aus dem Publikum, kommt Stimmung auf.

Im Laufe des Abends erfährt man so z.B., dass die Band angeblich mehrere Monate in einem dunklen, feuchten und verlassenen Kellergewölbe gesessen haben muss, um das aktuelle Album zu schreiben – und als wäre das nicht genug, steigen sie in Schweden gerade mal einen Platz über den Schlümpfen in die Charts ein. Aber immerhin wurde dieser „starke Konkurrent“ in der Chartplatzierung knapp überholt. 😉
Das Line-Up des Quartetts umfasst 17 Songs zuzüglich zwei Zugaben – also insgesamt 19 Songs. Doch Langeweile kommt hier gewiss nicht auf, denn die Mischung der Songs ist wahrlich gut gelungen und kann die Anwesenden begeistern.

Fazit: Die drei Bands sowie die von ihnen ausgewählten Songs harmonieren wunderbar und können das Publikum mitreißen. Der Veranstaltungsort ist für Konzerte dieser Größe eine geniale Location, da erstens Raucher und Nichtraucher ausreichend Platz für sich haben und zweitens durch die Treppen in der Veranstaltungshalle genügend Sitzmöglichkeiten für das ältere Publikum gegeben sind. Akustik und Licht sind durchgehend stimmig und die Laune der Gäste ist permanent auf einem hohen Level. Einziges Manko dieses Abends ist der gewählte Tag – an einem Sonntagabend finden sich leider nie so viele Leute auf einem so guten Konzert ein, wie es an einem Freitag oder Samstag der Fall wäre. Die drei Bands hätten ein größeres Publikum verdient gehabt und auch die Hallenkapazität war bei Weitem nicht ausgelastet. Doch auch so war der Abend mehr als gelungen und wird uns noch länger in Erinnerung bleiben.

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