Funebria – Death Of The Last Sun

Geschichten über Dunkelheit, Blasphemie, Krieg und Armageddon aus dem Maracaibo-Tiefland

Artist: Funebria

Herkunft: Venezuela

Album: Death Of The Last Sun

Spiellänge: 31:07 Minuten

Genre: Black Metal, Death Metal

Release: 17.04.2021

Label: Dark Terror Temple / Satanath Records

Link: https://funebriaband.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – Daemonae
Gitarre – Blackmiroz
Bassgitarre – Perverssturm
Schlagzeug – Naberius

Tracklist:

  1. Ain
  2. Ominous Armageddon
  3. Upheaval & Decadence
  4. Bleeding Sacrament
  5. Ethereal Form Of Saints
  6. Dawn Of Black Inericon
  7. Black Waters Caesar

Funebria ist eine Band aus Venezuela, die bereits seit 2002 dabei ist. Nach einem Demo, einer EP, einer Split und zwei Alben legte man in 2016 eine kurze Pause ein. Wenn ich es richtig überblicke, ist von der Originalbesetzung keiner mehr dabei. Zumindest sind sie wieder stark aktiv und zusammen mit Satanath Records und Dark Terror Temple bringt man nun das dritte Full Length heraus. Der Basser Perverssturm war bei den Black Metallern Horncrowed aktiv, keine Unbekannten in der Szene.

Ein sehr düster und rituell klingendes Intro leitet das Album ein. Kurz und knapp, könnte aus einem Horrorfilm sein. Nach 50 Sekunden ist Ain auch schon vorbei und die ersten dunklen, bösen und schnellen Töne erklingen. Ominous Armageddon legt wie beschrieben los, wartet mit blackigen Riffs auf und entwickelt sich zu einer bösartigen Mischung aus Death Metal und Black Metal, sowohl musikalisch als auch gesanglich. Dabei bedient man sich der Tremolo-Technik und wechselt das Tempo. Blastbeats dürfen nicht fehlen. Über allem schweben ein dunkler Sound und eine dunkle Atmosphäre. Ja, schockt wohl, muss man sagen.

Langsam, schleppend, finster und drückend legt man bei Upheaval & Decadence los und erhöht das Tempo. Das Riffing ist wieder sehr blackig, dafür die Vocals eher growlig. Ab Minute 01:40 wird ein sehr düsterer Part aufgebaut. Sehr atmosphärisch, aber das folgende technische Riffing macht die Stimmung ein wenig kaputt. Hätte man sich sparen können. Man zeigt sich hier sehr verspielt und vertrackt. Ist mir dann zu viel des Guten, obwohl der Song sehr gut angefangen hat. Der düstere Part wird zum Ende hin noch einmal verwendet und langsam und bedrohlich lässt man den Song ausklingen.

Bleeding Sacrament geht da einen ähnlichen Weg. Sehr Black Metal lastig erschallt es zu Beginn und mit einem melodischen Riff kämpft man sich durch das Universum. Klingt alles sehr roh und rau, aber trotzdem ausgetüftelt. Überwiegend bewegt man sich im langsamen und mittelschnellen Tempo und wechselt dort hin und her. Gesanglich klingt man hier sehr bedrohlich. Klingt gut.

Und so kämpft man sich durch die Bergnebel-/Regenwald-Gebiete Venezuelas und bietet eine gute Mischung an. Überwiegend agiert man im langsamen und mittelschnellen Tempo, erhöht dieses aber gerne mal und holt dann auch den Blastbeat aus der Schublade. Soli und Leads klingen sehr dunkel und düster und immer wieder blitzen melodische Elemente auf. Klingt alles nach Gruft und Verderben. Der Modergeruch ist zu hören. Immer wieder kommen richtig geile Ideen zutage, so wie z.B. bei Black Waters Caesar. Am Anfang erklingen langsame Töne und bieten dann richtig leckere Riffs an. Immer wieder werden chorale Klänge mit eingebaut. In der Konstellation echt ein Ohrenschmaus. Geiler Abschluss eines guten Albums. Überwiegend ist man zwar brutal unterwegs, aber man lässt genügend Spielraum für atmosphärische Geschichten. Der Orinoco transportiert viel dunkles Wasser und vom Pico Bolivar hört man Stimmen, die von Dunkelheit, Blasphemie, Krieg und Armageddon berichten.

Funebria – Death Of The Last Sun
Fazit
Funebria präsentieren sich Anno 2021 sehr stark und bieten eine fette Mischung aus Death und Black Metal an, wobei die Black Metal Seite im Vordergrund steht. Tempovariationen und eine fette Produktion machen das Ganze zu einem echten, dunklen Hörspaß.

Anspieltipps: Ominous Armageddon und Black Waters Caesar
Michael E.
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