Bands: Bleeding Red, Cripper, Dark At Dawn, Disteam, Ektomorf, Epitome, Freedom Call, Islay, Malrun, Nocturnal, Do Not Dream, President Evil, Rage, Scarnival, Tankard, The Very End, Tredstone und Vader

Location: Am Weichelsee in Rotenburg/Wümme

Homepage: http://www.metal-splash.de/

Datum: 25.07. – 27.07.2013

Kosten: VVK: 34,90 € + Gebühren; AK: 45,00 €

Besucher: ca. 1.000 (inklusive Tagesgäste)

Veranstalter: FekoV GbR

Freitag:

Angereist sind die meisten Wochenendbesucher bereits am Donnerstag, um die wunderbare Kulisse am Weichelsee bei heißem Sommerwetter zu genießen. Musikalisch startet das Metal4Splash 2013 am ebenso herrlichen Freitagmittag. Direkt zu Beginn ist die kuschelige Strandbar geöffnet und bietet im Außenbereich neben einem externen Bierwagen die Möglichkeit, sich mit warmen Speisen und kalten Getränken einzudecken.

Laut wird es das erste Mal beim Opener Scarnival, der mit Death Metal-Klängen Kreise im weichen Sand zieht. Rund achtzig Besucher des familiären Metal Open Airs lassen sich die Künste der Hannoveraner nicht entgehen. Trotz der geknackten Marke von über 30 Grad lässt es sich eine Truppe nicht nehmen, eine kleine Wall Of Death zu starten. Schwitzende Haare werden rhythmisch im Takt bewegt, während ein wirklich guter Sound von der im Vergleich zum Vorjahr etwas schmaleren Bühne ertönt. Dafür ist das gute Stück mit High End Technik vollgestopft, die zwei Tage für gute Stimmung sorgen soll.

Die nachfolgenden Islay setzen im Gegensatz zu ihren Vorgängern auf verstärkte Bühnendynamik und können damit ein gutes Dutzend Metalheads begeistern. Wo Scarnival noch auf die technische Sauberkeit setzen, lassen Islay die Fäden lockerer – dadurch entsteht der ein oder andere Schnitzer, der aber nur leicht ins Gewicht fällt. Vom Gesamtbild wirken die noch jungen Musiker wirklich frisch und kreieren einen Sound aus alten Napalm Death-Einflüssen, die mit neuen Sudden Death-Handschriften versehen sind. Trotz der Anlehnungen kommen die melodischen Breaks von Islay mit ihren Black Metal-Elementen gut an.

Do Not Dream, die Nu-Nation aus Russland ersetzen, da diese leider kein Visum erhalten haben, sind – hart gesagt – der Flop des ganzen Events. Die Oldenburger versuchen Krampfhaft in Eisbrecher-, ASP– und mit ganz viel Fantasie Rammstein-Fahrwasser zu gleiten. Dieses gelingt nur durch die Tatsache, dass sie Dark & Melodic Metal machen, der mit Gothic-Elementen versetzt wird. Technisch gesehen lastet die volle Hoffnung auf Christian Reißel und Michael Rathj, die an den Gitarren noch am besten gefallen. Schlimm hingegen ist das monotone Druming von André Tatjes, das mit Können nichts gemein hat. Gesanglich macht Bassist Simon Zlotos phasenweise sehr deutlich, dass man ihn auf dem Zettel haben sollte. Tina Menke, hat hingegen den weiblichen Teil als Klischee aufgebügelt bekommen, was im Songwriting haargenau so umgesetzt wird.

Do Not Dream schnell abgehakt, haben Dark At Dawn feinen Heavy Metal für die Ohren im Gepäck, der den Strand herunter bis an den See getragen wird. „Buddy“, Sänger der Harzer Kombo, bindet das Publikum spätestens mit dem Song Fight ein, der in tiefer nordischer Gelassenheit exzessiv gefeiert wird. Kaltes Bier für 2,50 Euro den 0,4 Becher rinnt literweise die Kehlen herunter, während Caipis für günstige 4 Euro ihren Dienst tun. Auf Betriebstemperatur gebracht, lässt es Voice krachen, während Legends den Gnadenstoß bildet. Nach gut vierzig Minuten können Dark At Dawn zufrieden die Bühne verlassen, auch wenn sie den letzten Badeslot erhalten, bei dem viele Besucher noch den Weg ins kalte Nass suchen.

Pünktlich zum Abendessen zeigen unsere Freunde von Malrun aus Dänemark wie man die Messlatte hochhängen kann. Malrun haben extra die Reise aus Skandinavien auf sich genommen haben, um Rotenburg an der Wümme heftig zu rocken. Mit Modern Metal erspielen sich die fünf Musiker den Titel als Überraschungsband des Tages. Frontmann Jacob Løbner scheut keinen Körperkontakt zu den Fans: Mit einem Megaphon ausgerüstet verlässt er die Stage, tanzt wild im Sand neben den Headbangern und begibt sich erst nach einigen Minuten auf die Bühne. Die Standparty erst einmal vom Zaun gebrochen, lässt sie sich kaum mehr stoppen Malrun werden zu Recht gefeiert. Authentisch wie man sich manche Bands wünscht, lassen die Dänen die Puppen ganz ungezwungen tanzen.

Bei den Ungarn Ekomorf wird es schlagartig brechend voll, wenn man das bei dieser extrem gemütlichen Veranstaltung sagen möchte. Rund 500 tanzwütige Festivalgänger haben genug vom Schwimmen und wollen Ektomorf auf Händen tragen. Wie in Ekstase wird ein Circle Pit nach dem anderen gezogen und wild springend Sand aufgewirbelt. Während Zoltán Farkas, Szabi Murvai, Tomi Schrottner und Robert Jaksa Hits, Partykracher und Evergreens am Fließband abfeuern werden die Norddeutschen immer weiter aufgeputscht. Last Fight wird bis aufs Blut zelebriert, während Outcast, I Now Them und Choke das Ende bilden. Was für ein großes Kino der Ungarn, die heute nicht einmal ansatzweise Wünsche offenlassen und ganz klar ein Highlight des Metal4Splash 2013 bilden, an dem sich die nachfolgenden Truppen wahrscheinlich die Zähne ausbeißen werden.

Als kalte Dusche stehen Freedom Call parat, die knapp 30 Minuten Verspätung wegen technischen Problemen haben. Gut gelaunt steigt die Happy Metal-Band wie gewohnt auf die Bretter, um ihre Hymnen an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Beach Party ist angesagt und Freedom Call machen ihrem guten Ruf alle Ehre: Es wird kräftig geschunkelt, gefeiert und versucht mitzusingen – Manches ist nicht schön, aber selten und erlaubt ist heute, was gefällt. Partyschlager wie Freedom Call oder Rockstars gießen zu Beginn Öl ins Feuer. Die hammer Stimmung von Ektomorf wird zwar nicht ganz erreicht, aber die Melodien-Fetischisten von Freedom Call können beim nordischen Publikum ordentlich punkten. Locker aus der Hüfte wird Power & Goryy geschüttelt, während Warriors und Land Of Light den Spuk am Weichelsee beenden.

Nach der Power Metal-Dröhnung des Tages lassen Vader keine Kompromisse zu. Eiskalter Old School Death Metal hämmert ohne Pause durch die warme Sommernacht. Nach dem Motto Come And See… versenken Vader mit Piotr „Peter“ Wiwczarek am Mikrophon das Schlachtschiff ohne Hoffnung auf Überlebende. Vader zeigen heute, warum sie genau seit dreißig Jahren nicht mehr aus der Death Metal-Szene wegzudenken sind. Ohne unnötige Verschnörkelung wird das aus den Boxen gedrückt, was ein Ohr der harten Musik haben möchte. Reborn In Flames und Back To The Blind vom angesagten XXV-Longplayer halten die Stimmung hoch, gleichermaßen überschwänglich wird das Haupthaar bei This Is War und Return To Morbid Reich in Bewegung gehalten. Hauptsächlich dreht sich die Vader-Show in Rotenburg jedoch um die angesprochene XXV-Platte, die fast komplett durchgezockt wird.

Samstag:

Nach dem würdigen Headliner Vader vom Vortag haben Tredstone wieder mit der herrlichen Location zu kämpfen. Denn der lockere Sandstrand ist heute wieder mächtig angesagt. Schon fast zu warm, verziehen sich viele unter die schattenspendenden Bäume oder verpflanzen ihren Pavillon direkt in den See. Auf der Bühne ackern Trestone unermüdlich – einzig und allein das kalte Bier dient zur körpereigenen Kühlung.

Gleiches gilt für Distream, die aus Rotenburg Wümme kommen und ein Heimspiel aufs Parkett legen. Die Beteiligung vor der Bühne geht im Verhältnis zu Tredstone leicht zurück, trotzdem gehen Distream ganz gut ab. Technisch zeigen die Death Metaler eine gute Handhabung an den Instrumenten, die bei allen kleineren Bands dieses Wochenende auf kein schäbiges Niveau abrutscht.

Bleeding Red können ohne Probleme die Leistung zu den ersten beiden Gruppen heben. Starke Gitarrenarbeiten spielen sich in den Vordergrund, die Bewegungen auf der Bühne sind flüssig, bilden eine ansprechende Dynamik, während sie Tracks vom aktuellen Langeisen Evolutions Crown zum Besten geben. Mit einer Anreise aus Baden-Württemberg sind sie wohl die Newcomer mit der längsten Anfahrt und haben diese am Freitag auf sich genommen, um das Gelände vorab auf sich wirken zu lassen. Dieses gilt für fast alle Bands, die aus dem VIP-Bereich lässig den Weg vor die Bühne oder gar auf den Campground wagen.

Sehr modern sind Epitome gestrickt: Souverän beackern sie die Stage und machen deutlich, dass es ihnen nicht an Erfahrung nach der gemeinsamen Tour mit Illdisposed und den bestätigten Gigs im Herbst mangelt. Erfolgreich wird beim bestechenden Sound ein Circle Pit losgelassen, bei dem ein Metalhead in der Mitte im Sand eingebuddelt liegt und tapfer die Meute an sich vorbeiziehen lässt: Fucking insane! Hut ab an die Paderborner Krach-Kombo, die es selbst schaffen, einen Wolkenbruch zu erzeugen, der pünktlich zu President Evil versickert. Wer auf moderne Metal-Elemente steht und keinen gezwungenen Core auf die Ohren bekommen möchte, sondern ehrlichen Metal aus dem Jahre 2013, darf sich Epitome ohne Bedenken auf die Fahne schreiben. Selber behaupten sie: „Epitome nutzt norwegisches Eisen, dies wird mit schwedischem Metal und deutschem Stahl verschmolzen“ – an Selbstvertrauen mangelt es zu Recht nicht.

President Evil haben den Vor- bzw. Nachteil, dass ein warmer Sommerregen während ihres Auftritts einsetzt und nach den ersten Stücken wieder verschwindet. Zwar wird alles etwas feucht, auf der anderen Seite pirschen die Badegäste vor die Stage, um der Bremer Rockband des kleinen aber feinen Labels Firefield Records zu lauschen. Wer auf groovigen Rock oder auf Metal mit starken Rock-Einflüssen steht, nimmt die Abwechslung gern entgegen. Der Rock’n‘Roll mit ordentlich Wumms und einem gut gelaunt pfeifenden Frontmann (Neal McCocker) passt in ein rundes Konzept von versierten Musikern, die alle an einem Strang ziehen.

Für The Very End ist der Nordwesten Deutschlands kein gutes Pflaster. Bereits im Frühjahr auf ihrer Tour mit A Million Miles mussten die Nordrhein-Westfalen vor geringen Besuchern zocken, Gleiches gilt für den heutigen Tag – warum, mag der Teufel wissen. Björn Goosses, Kopf der Metalband, die melodische Elemente mit thrashigen Noten vereint, kommt an sich alleine durch seine vielseitigen Gesangsfarben gut an. Mit Humor nimmt er es auf, dass der Mischer die Sampler für die Songs am laufenden Band vergeigt, doch leider wird die allgemein uninteressierte Stimmung durch die technischen Probleme nur noch gefördert. Das haben The Very End weiß Gott nicht verdient. Nach President Evil werden sie förmlich stehengelassen – auch ohne Regen. Da gerät die ansprechende Songauswahl mit A Hole In The Sky, The Black Six, Sixes And Nines und der abschließende Letters To The Living weit ins Hintertreffen.

Dass bei Nocturnal der Vorplatz in weniger Zeit beachtlich gefüllt wird, dürfte die abschließende Ohrfeige für The Very End sein. Nocturnal, die in Sachen Black Thrash Metal im deutschen Underground als große Hoffnung gehandelt werden, können mit Sängerin Tyrannizer von Beginn an gute Akzente setzten. Ohne ätzende Ansagen wie es gerne die Damen des Genres tätigen, zocken Nocturnal ihr Set eiskalt in wundervoller Black Metal-Manier herunter. Nicht nur als Hingucker zieht Tyrannizer ihre Männer an: Wer hätte gedacht, dass aus diesem zierlichen Wesen derart viel Power herauskommt. Beim CD-Verkauf sind Nocturnal jedenfalls spitze und sichern sich einen deutlichen Achtungserfolg! Mich würde es nicht wundern, wenn nach den kleinen Clubshows bald größere Herausforderungen warten.

Den Status „Anerkannte Szene-Band“ hat Cripper seit einigen Jahren und nach viel Fleiß inne. Daher ist kaum verwunderlich, dass die Metal4Splash-Besucher auf das niedersächsische Kraftpaket wie ein Flitzebogen gespannt sind. Britta „Elchkuh“ Görtz an den Vocals zeigt noch vielen Herren der Schöpfung, wo der Hammer hängt. Bestens gestimmt haben Cripper an ihrer persönlichen Standparty Spaß – warum auch nicht, wenn man gut beim Publikum ankommt, als perfekter Opener für Tankard fungiert und vielleicht noch ein paar Fans abgreift?

Tankard gehen auf großen Festivals (wie dem ROCKHARZ vor zwei Wochen) gut ab, auf kleineren Events wie jetzt auf dem Metal4Splash können Gerre und seine Mannen Gleiches beweisen Gerre ist kaum zu halten, extrem authentisch und mit Dauergrinsen jagt er wie ein Geisteskranker über die Bühne. Schon bei Zombie Attack steigt einem der Schweiß aus den Poren. Selbst Thrash Metal-Verächter lassen sich von den Frankfurtern mitreißen. Der Song The Morning After, welcher ebenfalls einen Platz auf der Platte Best Case Scenario: 25 Years in Beers ergattern konnte, lässt erahnen, dass noch viele Bier die Kehlen heruntergestürzt werden. Dieses lässt sich Gerre aus der Menge auf die Bühne bringen und gibt das geschenkte Bier sehr spendabel wieder ab! Fannah lässt sich Rules For Fools noch mehr abfeiern. Ein nicht weniger gewichtiger Metalhead macht mit Gerre den Bierbauch-Contest, während keine fünf Minuten später ein weiblicher Fan sehr herzlich glücklich gemacht wird. Neben den Klassikern Die With A Beer In Your Hand und Empty Tankard fehlt nur Freibier, doch der ist nach der geilen Show zu verschmerzen. Tankard sind und bleiben auch nach über dreißig Jahren ein Top Act im Thrash Metal-Bereich – ohne Frage!

Da können nur noch die Superheadliner Rage die Gigs von Tankard und Ektomorf toppen. Doch das stellt sich leider nicht ein. Vielmehr müssen sie einen deutlichen Platz dahinter einnehmen. Durch eine extrem lange Umbaupause, die unter anderem durch den Schlagzeugtausch und technische Probleme verursacht wird, können Peavy Wagner, Victor Smolski und André Hilgers mit einer Dreiviertelstunde Spielzeit als letzte Band das Festival beenden. Recht verhalten beginnen Rage und lassen bis auf den Hit Straight To Hell lieber neuen Stücken wie Forever Dead, Feel My Pain oder Drope Dead den Vorzug. Dazwischen tummelt sich Paint The Devil On The Wall und Refuge, bei dem Victor größere technische Probleme zu Beginn hat. Gleiches gilt allgemein bei den ersten Tracks, bei den Peavy einfach viel zu leise ist – mächtig ärgerlich und auch die Stimmung im Publikum leidet merklich, sodass diverse Metalmaniacs den Heimweg antreten oder ins Zelt abwandern. Eine klare Fehlentscheidung, denn jetzt geht es erst richtig los: André dreht mächtig auf, während Victor seine Saiten zum Glühen bringt. Peavy macht in der Zwischenzeit das, was er am besten kann: Seine Goldkehle bei Great Old Ones und Serial Killer in Schwung bringen, während die Anwesenden langsam auf die gewünschte Betriebstemperatur kommen. Eine Entschädigung für alles, was bisher gelaufen ist – Rage zocken Don’t You Fear The Winter und Higher Than The Sky hintereinander weg, was für eine Wendung und die Bestätigung sorgt, dass es kein schlechtes Rage-Konzert gibt und man am Ende immer glücklich und zufrieden ist, auch wenn der Start etwas holprig ist.

Fazit Rene: Das Metal4Spalsh 2013 ist wieder ein Highlight unter den Kleinfestivals, allein die Location bei dem geilen Wetter ist jede Reise wert. Das familiäre Feeling am Strand, die gut gelaunten Bands, frische Newcomer und Highlights wie Tankard, Ektomorf oder Vader. Gute Leistungen von Freedom Call und Rage sowie keine wirklichen Totalausfälle im Vorprogramm, wenn man bei Do Not Dream ein Auge zudrückt, machen Lust auf mehr. Schade finde ich nur die technischen Probleme, die sicher durch die Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit entstanden sind, ansonsten gibt es wie bereits im Vorjahr nichts zu beanstanden. Höchstens ein Lob für eine entspannte Atmosphäre und die Aufstockung an internationalen Größen! 2014 ist Time For Metal defintiv wieder mit dabei!

Fazit Lotusbluete: Am Donnerstag machen wir uns Richtung Rotenburg auf – angekommen, schwitzend von diesem herrlich sommerlichen Wetter beeindruckt uns die Kulisse wieder sofort. Der Weichelsee lädt direkt beim Betreten des Geländes zu einer Badesession ein, was natürlich größtenteils genutzt wird. Zelt aufbauen, Klamotten vom Auto holen und danach am Steg, dem Wasser lauschend, sitzen wir und genießen die idyllische Ruhe und das tolle Wetter mit noch kühlen eigenen Getränken.

Organisatorisch gibt es nichts auszusetzen, die Bändchenausgabe verläuft ohne erwähnenswerte Wartezeiten und auch über die WC-Flatrate von 3 € und einmalig Duschen von 1,50 € kann man nicht meckern, die sanitären Anlagen sind klasse und auch auf dem Campground befinden sich ausreichend Dixies.

Nach einem abendlichen Rundgang bleiben wir in dem Strandhaus hängen und genießen bei einer kleinen aber feinen „Metaldisco“ unsere Getränke.

Am Freitag treibt die Hitze einen förmlich aus dem Zelt, aber nun gut – der frühe Vogel fängt den Wurm oder wie war das?! Für frischen Kaffee und belegte Brötchen ist gesorgt.

Musikalisch läuten Scarnival diesen Festival-Freitag ein. Überraschend sind Malrun, die dänische Metal/Alternative Rock-Band um Sänger Jacob Lobner, die mich zu 100 % überzeugen und das Publikum zum Abrocken animieren. Mit Ektomorf geht die gute Festivalstimmung weiter, langsam wird die sommerlich heiße Temperatur erträglicher und man kann ohne zu sehr ins Schwitzen zu geraten, ordentlich abfeiern. Die Power Metal-Band Freedom Call aus Nürnberg verbreitet Partymusik vom Feinsten und die Meute zappelt bestens gelaunt im Sand vor der Beach Bar und vor der Bühne zu den hymnischen Melodien Freedom Calls. Abschließen dürfen diesen Freitagabend die Headliner des Tages: Vader aus Polen, die ihre Setlist stumpf runterspielen. Nach ordentlichem Headbangen zu den Klängen der Death-Metaller und dem Verzehr von genügend Bier (0,3 l für 2,50 €) machen sich die meisten Richtung Zelt, um den Abend dort in gemütlicher Gesellschaft ausklingen zu lassen.

Am Samstag beginnt der Tag noch heißer als der vorige, nach einer Abkühlung im See und Frühstück kann man bereits ab 13:00 Uhr wieder mit Musik beschallt werden: Den Auftakt hierfür machen Tredstone. Feinsten Stoner Rock bekommen wir von den Bremern President Evil geboten, nach einem kleinen Regenschauer von ca. einer halben Stunde, welcher eine leichte angenehme Abkühlung mit sich bringt, geht es mit guter und rockiger Stimmung weiter. Immer wieder schön für mich ist es, der Musik von The Very End zu lauschen, einfach ein genial gelungener Auftritt, nur leider zeigte sich ein Schwächeln des Publikums Ab Nocturnal kommt auch so ziemlich der letzte Festivalbesucher aus seinem Zelt bzw. dem See gekrabbelt. Cripper schließt sich Nocturnal an und man darf beide Male dem Gesang der Frontfrauen lauschen.

Als Tankard die Metal4Splash-Bühne betreten, ist eine ganz eigene Welt eröffnet, die Metaler heben ihre Bierbecher in die Höhe und zelebrieren zusammen mit der Thrash Metal-Band aus Frankfurt am Main einen unfassbaren Auftritt mit sichtlich viel Spaß und Getanze. Nach fast einer Stunde Warte- und Umbauzeit betreten die absoluten Headliner Rage die Bühne, die das Metal4Splash beenden dürfen. Nach anfänglichen Soundproblemen kann man sich vollstens auf die Nordrhein-Westfalen konzentrieren. Die ausgewählte Setlist von Rage trifft den abendlichen Nerv des Publikums anfangs nicht, als dann jedoch ältere Klassiker gespielt werden, kommt bessere Tanzstimmung auf. Musikalisch haben Rage wieder einmal eine tolle und solide Show runtergespielt, die schlussendlich die anfänglichen Problemchen wieder wettmacht.

Insgesamt bleibt nur zu sagen, dass das Metal4Splash Festival ein schönes und gelungenes Event ist – sowohl über Location, Line-Up, Preise für Essen und Trinken lässt sich nicht klagen und auch sonst läuft alles organisiert und gut ab. Das fantastische Sommerwetter und die uns gebotene Location runden das Ganze natürlich optimal ab. Da sagen wir nur: Bis zum nächsten Jahr!

Fazit Arkona: Die idyllische Umgebung und sommerliche Temperaturen ludenn förmlich zu einem Sprung ins kühlende Nass ein, dieser wurde von einem Großteil der Festivalbesucher auch wahrgenommen. Musikalisch kam mit Ektomorf richtig Partystimmung auf. Vader, die maßlos in der Szene unterschätzt werden, spielten ihr gelungenes Set gekonnt herunter. Aufgewertet durch das Heavy Metal-Urgestein Freedom Call wurde jedem Metalfan etwas Feines geboten.

Am Samstag konnte das Festival noch nachlegen – mehr Tagesgäste als am Vortag besuchten bei anfangs hitzigen Temperaturen gefolgt von einem einstündigen Regenschauer das Festival. Tankard, der Gewinner des Tages, zog das Publikum vor die Bühne und in seinen Bann und auch bei der Wahl der Setlist hatten sie ein glücklicheres Händchen als Rage. Peavy Wagner hatte die ersten Tracks mit Soundproblemen zu kämpfen, die Vocals waren zu leise, dementsprechend sprang der Funke nicht über. Als dann endlich die heißersehnten Songs gespielt z.B. Don´t You Fear The Winter gespielt wurden, war das Kind bereits in den Brunnen gefallen.

Dem Veranstalter ist wie im Vorjahr gelungen, ein sehr hochwertiges Festival auf die Beine zu stellen, ohne das familiäre Feeling zu verlieren!

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