Sparta – Welcome To Hell

 

“This Is Madness!“

Artist: Sparta

Herkunft: Mansfield, Großbritannien

Album: Welcome To Hell

Spiellänge: 45:44 Minuten

Genre: NWOBHM

Release: 28.02.2014

Label: High Roller Records

Link: https://www.facebook.com/SpartaUk?

Bandmitglieder:

Gesang – Karl Reders
Gitarre – Tony Foster
Gitarre, Gesang – Snake Reders
Bass – Tony Warren
Schlagzeug – Paul Reders

Tracklist:

  1. Welcome To Hell
  2. Angel Of Death (2013)
  3. Time
  4. Soldier Of Fortune
  5. Wild Night
  6. Dreaming Of Evil
  7. Arrow
  8. Rock’n’roll Rebel
  9. Kingdom Of The Sky

Sparta – Welcome To Hell
Sparta – einst ein Staat in der antiken Grieche. Spätestens seit dem Film 300 hat sich ein regelrechter Mythos um die tapferen Krieger der einzigartigen Militärmacht entwickelt. Geburtsstätte wahrer Männer und furchtloser Krieger. Dementsprechend gespannt war ich auf das zweite Album der Band Sparta. Zwar verteidigen die fünf Briten das Land nicht gegen bösartige Invasoren, aber ihre Mission ist mindestens genau so löblich. Mit den vereinten Kräften des NWOBHM ziehen sie gegen den schlechten Musikgeschmack in den Krieg und schicken dazu ihr neues Album Welcome To Hell in die Schlacht.

Welcome To Hell vereint alle Elemente des NWOBHM, dementsprechend klassisch ist das Album ausgefallen. Man merkt schon von der ersten Minute an, dass Sparta von Bands wie Judas Priest oder Black Sabbath inspiriert wurden. Dementsprechend darf man keine musikalischen Experimente erwarten. Welcome To Hell schließt sich nahtlos an das Album Use Your Weapon Well an, das alle Songs der Briten von 1985 bis 1990 beinhaltet.

Der Opener Welcome To Hell startet im Intro mit einem Zitat von dem Film 300 und entzückt den Zuhörer mit erwartungsvoller Vorfreude. Allerdings habe ich mich ein bisschen zu sehr gefreut. Wenn man nur den Titel Welcome To Hell hört, erwartet man etwas Energetisches oder sogar vielleicht leicht Aggressives. Leider fehlt dem Song aber der nötige Biss dazu. Das Tempo ist irgendwo in der Mitte und der ganze Song spiegelt das klassische NWOBHM-Genre wieder. Trotzdem ist Welcome To Hell ein toller Song, wenn man seine Erwartungen ein wenig angepasst hat. Angel Of Death und Time sind ein wenig aggressiver und haben mehr Biss aber auch hier hätte es gerne ein bisschen mehr sein können. Ich will nicht sagen, dass das Album ein Konzeptalbum ist, aber man kann es grob in zwei Teile aufteilen. Ein paar Lieder beschäftigen sich mit der klassischen Hölle, der Hölle auf Erden und der Thematik rund um Himmel und Hölle. Aber die Songs Wild Night und Rock’n’roll Rebel erinnern eher an Songs, die man abends mit ein paar guten Freunden in der Kneipe hört.

Jeder, der auf klassischen Heavy Metal und NWOBHM steht, wird sicherlich viel Freude an dem Album haben. Sparta ist eine klassische Old School Rock-Band, die sich nach der Auflösung der Gruppe 1990 zum Glück wieder zusammengerauft hat und jetzt in der Originalbesetzung weiter rockt. Es würde mich nicht wundern, wenn die alten Hasen doch noch den ein oder anderen neuen Fan mit Welcome To Hell gewinnen können.

Fazit: Meine feuchten Männerträume über wilde Krieger, die alles und jeden niedermetzeln, wurden leider nicht erfüllt. Dafür ist Welcome To Hell viel zu klassisch und bodenständig ausgelegt. Ein wenig mehr Pepp hätte dem Album nicht geschadet. Trotzdem sind die Songs alle gut gelungen. Ich denke, dass Sparta als Verfechter des klassischen original Heavy Metals sicher noch eine Daseinsberechtigung in der heutigen Musikszene haben. NWOBHM ist noch lange nicht tot und wird auch hoffentlich niemals aussterben.

Anspieltipps: Welcome To Hell und Wild Night
Patrick H.
7.5
7.5
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