The Brew – Art Of Persuasion

“Eine ernstzunehmende Alternative!“

Artist: The Brew

Herkunft: Grimsby, UK

Album: Art Of Persuasion

Spiellänge: 41:29 Minuten

Genre: Rock

Release: 05.10.2018

Label: Napalm Records

Link: http://www.the-brew.net/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Jason Barwick
Bassgitarre, Gesang – Tim Smith
Schlagzeug – Kurtis Smith

Tracklist:

  1. Seven Days Too Long
  2. One Line Crimes
  3. Boomerang Fool
  4. Gin Soaked Loving Queen
  5. Naked As I Stand
  6. Shaking The Room
  7. Pointless Pain
  8. Excess
  9. Carry The News
  10. Ghost Of The Nation
  11. Pink Noise King

Über Napalm Records gibt es in diesem Herbst frischen Briten Rock von The Brew. Das Trio aus Grimsby fügt klassischen Rock und Blues Rock zusammen, um in einem modernen Gewand Maßstäbe zu setzen. Das erste Album von vor zwölf Jahren lautete überraschenderweise The Brew, danach folgte Fate And Time E.P. und die erste Liveaufnahme Live In Belgium. Die letzten beiden Alben Control und Shake The Tree konnten ebenfalls im Kopf bleiben. Wie feine Zahnräder greifen die einzelnen Elemente ineinander – Radio Rock küsst feinen Stoner, ohne zu Mainstream zu werden. Freche Klänge von der Brexit Insel, die ab nächstem Jahr wohl deutlich weniger zu lachen hat als The Brew. Denn die drei Musiker werden auch bei einem harten Ausscheiden aus der EU vor allem auf dem europäischen Festland gefragt sein, schließlich kennt Musik keine Grenzen.

Seven Days Too Long ebnet den Weg in eine gefühlvolle Reise, die durch elf Stücke führt. Die laut aufgedrehte Gitarre von Frontmann Jason Barwick dominiert die einzelnen Kompositionen und wird druckvoll von Tim Smith mit seinem Bass unterwandert. Rock ’n‘ Roll Riffs blitzen dann nicht selten durch. Schnell mit einem engen Zugriff, kommt man in diesem Jahr an den drei Jungs gar nicht vorbei – wie ich finde, das wohl stärkste Album überhaupt. Mutig machen sie einfach das, auf was sie Lust haben – verschmelzen flinke Melodien in gefühlvolle Lyrics, Kopfnicken inklusive. Wenn man ein neues Genre erfinden möchte, könnte dieses bei The Brew Rock ’n‘ Stoner Blues heißen. Dominant walzt Boomerang Fool voran, immer wieder ein Highlight: Jason Barwick, dessen Vocals lebhaft auf dem Trommelfell hüpfen. Brücken geschlagen ohne einen Ansatz von Barrieren, leben sie von allen Einflüssen, die man nur irgendwie dem Genre zusprechen kann. Vom Jump Potenzial bis hin zur Pommesgabel darf auch das Feuerzeug nicht fehlen. Das Spektrum ist groß, das Ergebnis sind gleich elf individuelle Stücke, die alle auf ihre Weise gut ins Ohr gehen und ohne Probleme zünden. Die Backvocals drücken dabei dem gelungenen Konzept noch mal einen weiteren Stempel auf.

Fazit: Einfach cool dieses Art Of Persuasion Langeisen von The Brew. Wer im Jahr 2018 noch ungezwungenen Rock sucht, der einfach das macht, was von dem Genre vor Jahrzehnten ausging, der ist hier an der richtigen Adresse. Der ergreifende Gitarrensound durchsetzt von pulsierenden Bassläufen in Kombination mit einem 1a Gesang kann nur Punkten.

Anspieltipps: One Line Crimes und Shaking The Room
Rene W.
8.2
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