Am 26.07.2024 erschien das Debütalbum One der Band Stereotide. Die junge Truppe besteht aus Stephan Kämmerer (Gesang), Chris Mühlroth (Gitarre), Robert Lindemann (Bass) und Andreas Latzko (Schlagzeug). Das Album ist eine Mischung aus Pop und Rock und gehört in die Kategorie des radiotauglichen Genrecocktails. Es wurde von Stereotide Media produziert und hat eine Gesamtlänge von 35 Minuten. One enthält eingängige Melodien und kraftvolle Gitarrenriffs, die auf elf Tracks verteilt wurden. Die Musik der Formation vereint moderne Pop-Elemente mit klassischem Rock. Stephan Kämmerers Gesang gibt den Songs einen emotionalen Charakter und eine weiche Seite. Chris Mühlroths Gitarrenspiel sorgt für kraftvolle Momente oder verstärkt geschickt die Balladen. Robert Lindemann und Andreas Latzko bilden ein solides Rhythmusfundament, auf dem das erste Werk sichergestellt wird.
Die vier Franken starten mit Legendary in ihr Abenteuer. Der Startschuss einer großen Karriere? Das wird man hier und heute mit One nicht klären können. Der Weg ist jedoch klar. In der Coldplay-Manier versuchen die Deutschen die potenziellen neuen Fans direkt um den Finger zu wickeln. Dafür nehmen sie eingängige Melodien, lockere Rhythmen und ein glattes Pop-Rock-Klangbild, welches keinem wehtut. Auch mit Home und United Again werden sie nicht mutiger und das ist der größte Schwachpunkt, den man Stereotide vorwerfen kann. Wenn man einfach das macht, was bei anderen Bands seit Jahren funktioniert, muss man hoffen, dass deren Anhänger Gefallen finden. Kann man sich selbstständiger aufstellen, kann man auch mal zwischen die gestandenen Bands rutschen. Gesanglich macht Stephan einen guten Job und die Gesangsfarben kann man ohne Probleme anbieten. Die Innovation, der Wunsch gleich voranzupreschen, bleibt auf voller Länge auf One aus. Ganz verübeln kann man es der neu gegründeten Band nicht, die lieber solide ihr Debüt aufbaut. Für alle Rocker kommt erschwerend hinzu, dass Stereotide klare Mainstream-Vorstellungen haben und nicht im Ansatz zum Headbangen geeignet sind. Wer über den Tellerrand blicken möchte, kann und sollte das ruhig tun.
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