Artist: Bewitcher
Herkunft: Portland/Oregon, USA
Album: Spell Shock
Genre: Black/Speed Metal
Spiellänge: 44:21 Minuten
Release: 27.09.2024
Label: Century Media Records
Link: www.bewitcher.us
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – M. von Bewitcher
Bass, Hintergrundgesang – A. Magus
Schlagzeug, Percussion – A. Hunter
Tracklist:
- Starfire Maelstrom
- Lavish Desecration
- Spell Shock
- Out Against The Law
- Dystopic Demonolatry
- Seasons Of Foul Harvest
- We Die In Dust
- The Harem Conspiracy
- Pagan Shadows
- Ride Of The Ironfox
Bewitcher haben in alter Tradition von Robert Johnson irgendwann an einer Kreuzung mit dem Teufel einen Pakt geschlossen. Ehrlich gesagt, ist das Böse zu verlockend, zu stark, und die Hölle hat sowieso die beste Musik zu bieten. Im Gegensatz zum alten Blueser Robert Johnson will man doch schneller in die Hölle kommen, daher gibt man sich einem Blackened Speed Metal hin. So hat man nun auch recht schnell den Weg mit dem Vorgängeralbum Cursed Be Thy Kingdom zu Century Media Records gefunden, was die Band wohl in ihrem bisherigen Handeln bestärken dürfte. Der Teufel saß bei der Vertragsunterzeichnung damals wohl mit am Tisch und belegte beide Seiten mit einem Spell Shock!
Spell Shock ist nach Bewitcher (2016), Under The Witching Cross (2019) und Cursed Be Thy Kingdom (2021) der vierte Longplayer der US-Amerikaner seit ihrer Gründung 2013. Der Vorgänger Cursed Be Thy Kingdom war, wie bereits erwähnt, ihr Labeldebüt bei Century Media Records. Der Kontrakt mit dem Teufel hält also an, denn nun, drei Jahre nach dem Labeldeal, bringt man die neue Scheibe Spell Shock heraus. Das Album ist als CD und in den Vinylvarianten Black Lilac erhältlich.
Erneut steht also der Deal mit dem Teufel. Dieser Deal ist natürlich wieder ein wilder Ritt aus Rock und Heavy Metal.
Spell Shock fühlt und hört sich wie die logische Fortsetzung von Cursed By Thy Kingdom an. Bereits mit dem Opener Starfire Malstrom zeigen Bewitcher, dass sie zurück sind auf der dunklen Speed Side of develish Music! Der, den man unter vielen Namen kennt, scheint das Trio persönlich mit einem Spruch in einen Spell Shock versetzt zu haben.
Schneidende Riffs und markiger/rauer Gesang sind es, was das Trio aus Portland/Oregon (USA) beherrscht. Immer wieder schleudern sie uns diesen Spell Shock um die Ohren. Wieder ist es der Speed, der das Album ausmacht. Daneben finden sich in gewohnter Weise echte Rocker auf dem Album. Exemplarisch möchte ich Out Against The Law und den letzten Song des Albums Ride Of The Ironfox hervorheben. Bei Ride Of The Iron Fox scheint ein gewisser Beelzebub Lemmy beim Vertragsdeal mit am Tisch gesessen zu haben.
Spell Shock ist von Anfang bis zum Ende eine coole Platte, die energiegeladenen und einen Hauch punkig rotzigen Blackened Speed’n’Roll-Metal bringt. Jetzt nicht unbedingt etwa außergewöhnliche Mucke, allerdings Mucke zum höllischen Abfeiern und Headbangen. Ich wollte jetzt gerade sagen: Zehn Songs zum Abrocken! Stimmt nicht ganz, es sind zwar zehn Songs auf dem Album, allerdings ist der vorletzte Song Pagan Shadows nur so eine Art Intermezzo oder auch Intro zum letzten Song, der seine heidnischen Schatten wirft und damit nicht in die Phalanx der anderen Songs gehört.




