Damnation Defaced – The Devourer

Melodic Death Metal von einem anderen Stern

Artist: Damnation Defaced

Herkunft: Celle, Deutschland

Album: The Devourer

Spiellänge: 46:45 Minuten

Genre: Melodic Death Metal, Death Metal

Release: 02.09.2019

Label: Apostasy Records

Link: http://damnationdefaced.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Phillip Bischoff
Gitarre – Lutz Gudehaus
Gitarre – Lutz Neemann
Bassgitarre – Kim-Patrick Friedrichs
Schlagzeug – Lucas Katzmann

Tracklist:

  1. Intro – Re-Entering the Void
  2. Between Innocence And Omnivores
  3. Hunter And The Vermin
  4. Race For The Grail
  5. Stargazer
  6. System Of Iniquity
  7. Palace Of Dead Souls
  8. Tiefenrausch
  9. Through Asterioids And Cosmic Dust
  10. Unbound The Prophecy
  11. Vultures (Escape from Nadrog)
  12. The Dark Companion

So schnell vergeht die Zeit… – zwei Jahre sind inzwischen ins Land gezogen, seitdem Damnation Defaced mit ihrem bärenstarken Album Invader From Beyond in der Welt des Underground Death Metal von genügend Lorbeeren zehren durften, sodass jetzt wahrscheinlich jeder in der Szene schon einmal von ihnen gehört hat. Doch auf der faulen Haut hat das Quintett in den letzten zwei Jahren sicherlich trotz allem Erfolgs nicht gelegen und ist 2019 mit dem neuen Werk The Devourer erneut am Start!

Doch kann die neue Scheibe mit dem Meisterwerk Invader From Beyond mithalten? Sind die sympathischen Jungs aus Niedersachsen immer noch so einfallsreich wie noch vor zwei Jahren?

Ja, das tun sie und ich kann euch beruhigen und mit gutem Gewissen sagen, dass The Devourer sogar noch ideenreicher daherkommt, als es sein älterer Bruder bereits tat. Ich habe sogar das Gefühl, dass das Album noch ein Stück weit härter ist und dabei trotzdem keinerlei an Melodie verliert. Beste Beispiele hierfür sind wohl die Single Between The Innocence And Omnivores, das kompromisslose Race For The Grace und der Melodik-Hammer Unbound The Prophecy. Auf jedem der Tracks treffen Blastbeats auf markante Gitarrenarbeit, die die Stücke hart und gleichzeitig auch super melodisch à la In Flames oder Soilwork machen.

Mit Stargazers und The Dark Companion fehlt es aber auch nicht an den üblichen Midtempo Stücken, die groovend zum Headbangen einladen. Zudem hat es mit Tiefenrausch ein Song auf das Album geschafft, der komplett auf Deutsch gesungen ist und hier und da musikalisch schon mal an Gojira erinnern vermag.

Damnation Defaced schaffen es einfach immer wieder durch kleine Spielereien die Songs so zu stricken, dass sie durchweg keinen Funken an Spannung verlieren. Das wird vor allem durch den vermehrten Einsatz von Synthesizern geschafft, oder einfach durch eine kleine aber feine Streichereinlage, die in The Dark Companion für viel Atmosphäre sorgt. Das Ganze passt im Gesamtpaket einfach wie die Faust aufs Auge zur Attitüde der Band und wurde auf The Devourer immer mehr verfeinert.

Fazit
Damnation Defaced haben es wieder geschafft und bleiben meine Helden des deutschen Melodic Death Metal. Sie machen einfach genau das, was jede Band machen sollte, die auf sich aufmerksam machen will und in der Liga ganz weit oben mitspielen will – das Quintett ist nämlich abwechslungsreich, verdammt mutig und hat es geschafft, sich mit seiner ganz eigenen Attitüde von anderen Bands der Genres hervorzuheben. Somit ist The Devourer genau das, was Damnation Defaced sein wollen: Knüppelhart, verdammt melodisch, interessant und musikalisch auf einem ganz hohen Level.

Anspieltipps: Stargazer, System Of Inquity und Vultures (Escape From Nadrog)
Julian N.9.5
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