Demon’s Eye – The Purple Rainbow Tour 2019 am 26.10.2019 in der Empore in Buchholz/in der Nordheide

Deep Purple und Rainbow einträchtig beieinander und von Demon's Eye nahezu perfekt präsentiert

Event: Demon‘s Eye – The Purple Rainbow Tour

Artist: Demon‘s Eye, Europe’s No.1 Deep Purple Tribute Band

Datum: 26.10.2019

Genre: Hard Rock, Rock

Besucher: ca. 450

Ort: Empore, Buchholz

Kosten:  VVK 20,20 €, AK 26,80€

Links: https://www.demonseye.com/
https://empore-buchholz.de/

Setliste:

  1. Intro
  2. Tarot Woman (Rainbow Cover)
  3. Burn (Deep Purple Cover)
  4. Man On The Silver Mountain (Rainbow Cover)
  5. Space Truckin‘ (Deep Purple Cover)
  6. Stargazer (Rainbow Cover)
  7. Lazy (Deep Purple Cover)
  8. Child in Time (Deep Purple Cover)

Pause

  1. Kill The King (Rainbow Cover)
  2. Still I’m Said (Yardbirds Cover)
  3. Gates Of Babylon/Lady Of The Lake (Rainbow Cover)
  4. Strange Kind Of Woman/Stormbringer (Deep Purple Cover)
  5. Mistreated (Deep Purple Cover)
  6. Hush (Joe South Cover)
  7. Black Night (Deep Purple Cover)
  8. Woman From Tokyo/Smoke On The Water (Deep Purple Cover)

Zugabe I

  1. Perfect Strangers/Fools (Deep Purple Cover)
  2. Highway Star (Deep Purple Cover)

Zugabe II

  1. Long Live Rock’n‘Roll (Rainbow Cover)

Was machen 75 % Prozent des Chapters Nord von Time For Metal an einem Samstagabend? Richtig, sie besuchen ein Konzert. Die auftretende Band ist uns bereits bekannt, aber die Location ist neu. Somit fahren wir in die Empore nach Buchholz in der Nordheide und sind zunächst überrascht. Das Veranstaltungszentrum liegt mitten in der City und ist modern und hell eingerichtet. Der Zugang erfolgt reibungslos und somit steht einem entspannten und kurzweiligen Konzert nichts im Wege. Es gibt einen Rang, bei dem die Karten etwas teurer sind, aber die meisten Gäste stehen locker verteilt um die im Saal aufgestellten Stehtische. Kaltgetränke gibt es auch und so suchen wir uns ein Plätzchen am Bühnenrand, um auch für gute Bilder zu sorgen. Das Motto der derzeitigen Demon’s Eye Purple Rainbow Tour verspricht ein Potpourri von Deep Purple und Rainbow Hits. Die derzeitige Tour endet Ende des Jahres und es ist auch gleichzeitig eine Abschiedstour des Bassisten Maik Keller, der nach 19 Jahren die Band verlässt.

Da der Abend im Zeichen von Deep Purple und der Ronnie James Dio Jahre von Rainbow steht, beginnen Demon’s Eye, pünktlich um 20:00 Uhr mit Tarot Woman, von Rainbows zweitem Album Rising an. Die Bühne ist ohne Schnörkel, fast schon karg aufgebaut, nur im Hintergrund ist ein großes Banner gespannt, auf dem das Motto der Konzerte prangt. Auf der linken Seite steht eine Hammondorgel, auf der Gerd-Jan Naus die für diese Ära typischen Klänge rausholt. Das recht minimalistische Drum Kit von Andree Schneider steht leicht erhöht im Hintergrund, während sich Gitarrist Mark Zyk, Bassist Maik Keller und Sänger Daniele Gelsomino den Rest der Bühne teilen. Die ist groß genug, sodass alle genügend Spielraum zur Verfügung haben. Im Wechsel werden Deep Purple und Rainbow Songs gespielt. Vor der Pause kommt mit Child In Time noch ein absoluter Klassiker, der vom Sänger viel Können fordert. Die zu erreichenden Höhen und Schreie sind nicht einfach zu händeln. Daniele meistert dies mit einigen Abstrichen ganz gut. Gitarrist Mark Zyk beweist, dass er ein würdiger Vertreter seiner Zunft ist, und die rasanten Fingerläufe auf der weißen Stratocaster zeigen, dass er sich des Instrumentes mehr als nur würdig erweist. Das obligatorische Duell zwischen Orgel und Gitarre, in den Siebzigern bis zur Perfektion von Blackmore und Lord zelebriert, darf nicht fehlen. Genauso cool wie einst Ritchie Blackmore agiert Zak auf seiner Seite und entlockt der Gitarre verzerrte und verfremdete Töne. Der Song ist einer meinen Favoriten heute Abend, der leider von den Original Deep Purple, natürlich nicht ohne Grund, nicht mehr gespielt wird. Somit endet der erste Teil in einem fulminanten Crescendo. Diese Cover Band hat es schon verdient als No.1 Deep Purple Tribute Band in Europe genannt zu werden.

Nach gut zwanzig Minuten beginnt mit Kill The King, ein weitere Rainbow Klassiker, der zweite Teil. Der Aufforderung an das Publikum, doch dichter an die Bühne zu kommen, folgen dann noch einige Gäste und so sieht es zumindest in den ersten Reihen gut gefüllt aus. Es ist nicht ausverkauft, sodass es hinten schon recht licht ist – aber knapp über 400 ist schon ganz ordentlich. Die zweite Hälfte hält dann wieder eine bunte Mischung aus Rainbow Songs, wie Gates Of Babylon oder Kill The King bereit. Der Deep Purple Anteil überwiegt aber deutlich. Stormbringer, Strange Kind Of Woman und das überragend gespielte Mistreated lassen die Herzen des deutlich Ü50 Publikums sichtlich höherschlagen. Gerade bei letzterem Titel zeigt Zak einmal mehr seine Virtuosität an der Gitarre. So braucht es bei diesem Track nicht nur Schnelligkeit, sondern auch viel Gefühl. Das zeigt er eindrucksvoll und mit geschlossenen Augen werden die ruhigeren Passagen bei dem mit über 15 Minuten langen Track gespielt. Daniele geht dann auch mal von der Bühne und überlässt das Jammen den verbleibenden vier. Dann das fulminante Solo, mit Showeinlagen, bei denen die Gitarre auf dem Boden liegend oder am Bühnenrand malträtiert wird und so verzerrte Rückkopplungen produziert. Ritchie Blackmore hätte das nicht besser hinbekommen. Neben Child In Time mit einer der besten Songs des Abends. Dann kommt noch der Joe South Klassiker Hush. Hier wird dann das Publikum zum Mitsingen animiert, was auch recht gut klappt. Es folgen noch Black Night, Woman From Tokyo und natürlich Smoke On The Water, der wohl bekannteste Song von Deep Purple. Dann stellt Andree die Band vor und lässt es sich nicht nehmen dem Haus und den Technikern, sowie der Crew zu danken. Natürlich wird auch das Publikum gelobt, das an dieser Stelle Demon’s Eye bereits zum dritten Mal begrüßen und bejubeln darf.

Dann verabschieden sich die fünf und verschwinden von der Bühne. Die Band lässt sich aber nicht lange bitten und erscheint unter lautem Beifall zur Zugabe. Gerd-Jan Naus beginnt mit dem sofort erkennbaren Intro zu Perfekt Strangers. Der Song aus dem Jahre 1984 hat nichts von seiner Popularität eingebüßt und begeistert nochmals alle. Nahtlos geht es in Fools über, bevor Highway Star, vom 72er-Album Machine Head, den Zugabenblock rasant beendet. Demon’s Eye verabschieden sich unter lautem Applaus, der nun einfach nicht verstummen will. Also kommen die Musiker nochmals raus und beenden den Abend mit Rainbows Long Live Rock ’n‘ Roll. Das passt wie die Faust aufs Auge, denn diese Classic Rock Show beinhaltet so viel Rock ’n‘ Roll, dass jeder diese Aussage unterschreiben würde. Somit endet ein toller Abend mit klasse Musikern, die sich auch noch nach dem Konzert am Merch Stand einfinden, um zu fachsimpeln oder einfach mit den Leuten zu quatschen. Für Fans von Deep Purple oder auch Rainbow ist Demon‘s Eye auf jeden Fall empfehlenswert.

Die Bilder sind von Norbert C.

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