Eridu – Lugalbanda

Rassiges Extrem Metal Debüt mit orientalischen Auswüchsen

Artist: Eridu

Herkunft: München, Deutschland

Album: Lugalbanda

Spiellänge: 44:03 Minuten

Genre: Death Metal, Extreme Metal

Release: 10.05.2019

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/EriduOfficial/

Bandmitglieder:

Gesang – Enki
Gitarre – Azag
Gitarre – Zahak
Bassgitarre – Martu
Schlagzeug – Ishkur

Tracklist:

  1. Inanna’s Favour
  2. Enmerkar
  3. Slaves Of Eridu
  4. The Cavern
  5. Herald Of Heaven
  6. Astral Warfare
  7.  Siege Of Aratta
  8. Hymn For Utu
  9. The Bewitching Of Sumer
  10. Lugalbanda

Emanuel „Enki“ Daniele hat mit Gilgamesh ein erfolgreiches Werk mit dem Titel The Awakening veröffentlicht und das Kapitel trotzdem wieder geschlossen. Er wolle trotz des schnellen Erfolgs einen anderen Weg gehen mit dem Namen Eridu. Das Projekt hat nun mit Lugalbanda sein Debüt gefeiert. In einer guten Dreiviertelstunde schlagen die fünf Musiker aus München einen experimentellen Death Metal an. Als Eigenproduktion bringen die Deutschen zehn Titel auf den Silberling.

Gestartet wird mit Inanna’s Favour. Das Intro verrät jedoch sonderlich wenig, höchstens die feine orientalische Nummer. Mit Enmerkar die erste Kostprobe. Schöne Hooks, klirrende Gitarren und undurchdringliche Growls erfüllen die Luft. Enki hat mit der Gruppe was Feines zusammengeschmiedet. Ein Erstlingswerk würde man hinter Lugalbanda nicht vermuten. Der Druck stimmt, der Einklang zwischen den treibenden Passagen und den andächtigen Zwischensequenzen, die humorlos weggeblasen werden. Humorlos trifft es ganz gut. The Cavern hat schöne dichte Klänge. Power wie Dynamit gibt es in anderen Stücken. Die Brechstange bleibt trotzdem im Sack. Durchdacht abgeklärt und mit einem angenehmen Spielwitz werden Höhepunkte unterstrichen. Einzelne Werke schleichen sich nicht in den Vordergrund – vielmehr steht das große Ganze im Vordergrund. Enki beweist ein weiteres Mal ein gutes Händchen für ein spannendes modernes Death Metal Album. Das Songwriting ist gefestigt mit unterschiedlichen wie emotionalen Gesangsfarben, die in einem Extreme Metal Gewand wütend durch die Nacht stampfen.

Fazit
Hauptsache, Enki legt nicht auch noch Eridu von heute auf morgen wieder ad acta. Ein dichter Sound, der von Anfang bis Ende überzeugt, macht es zu einer der stärksten Eigenproduktionen, die mir in den letzten Monaten in die Hände gefallen sind. Die Produktion hat Niveau in allen Belangen, das macht die zehn Titel zu einem Hörspaß, den man ruhig und ohne zu zögern empfehlen kann.

Anspieltipps: The Cavern und Siege Of Aratta
René W.8.3
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