„Griechischer Wein in neuen Schläuchen”

Artist: Exarsis

Herkunft: Athen / Griechenland

Album: New War Order

Genre: Thrash Metal

Spiellänge: 38:39

Release: 20.10.2017

Label: MDD Records

link: http://www.alive-ag.de/index.php?page=artikel&ArtikelNr=6418013

Bandmitglieder:

Vocals – Nick Tragakis
Bass – Poulos
Guitars – Kostis Foukarakis
Guitars – Tony Lambrakis
Drums – Achilles Kamzolas

Tracklist:

1. Zionism (The Reaping)
2. Twisted Logic
3. The Underground
4. General Guidance
5. Just Buried
6. Chaos Creation
7. Prophet For Profit
8. Combined Disasters
9. HAARP Weapon
10. Human Project

Momentan fahre ich mal wieder voll auf Thrash Metal ab. Ich hatte ja schon vor Kurzem für die neuen Scheiben von Destruction und Dr. Living Dead! ein Review geschrieben. Am letzten Wochenende habe ich mir gerade einen Live Thrashabend mit Fabulous Desaster, Dust Bolt und Cripper gegönnt. An Thrash Metal kann ich mich gerade nicht satthören. Also dann mal los und her mit Exarsis aus Griechenland.

Vor mir liegt das vierte Album der griechischen Thrasher Exarsis mit dem Titel New War Order. Erschienen ist es, wie die Vorgänger The Human Project (2015) und The Brutal State (2013), auf MDD Records. Seit 2011 alle zwei Jahre ein neues Album heraus zu bringen finde ich schon mal eine famose Leistung. Exarsis sind nun jetzt keine Überflieger, weil sie ja leider nur einer kleinen Gemeinde bekannt sind. Das muss aber nun nicht unbedingt was mit minderer Qualität zu tun haben. Denn Qualität ist bei Exarsis gewiss da. Und halt die Beständigkeit in der Veröffentlichung von Aufnahmen.

Auf dem Album befinden sich insgesamt zehn Songs mit einer Gesamtlänge von ca. 39 Minuten. Diese zehn Songs unterteilen sich in acht Nackenbrecher, die nur kurz durch Interludien unterbrochen werden. Das sind das Intro Zionism (The Reaping), welches eigentlich nicht als Interludium, da Opener des Albums, bezeichnet werden kann und Chaos Creation. Es gibt nur wenig Entspannung auf dem Album. So soll es auch sein. Die Riffs und das Screaming werden dich ins Moshpit drücken.

Auf dem Album wird uns dichtes Riffing in Blitzgeschwindigkeit, gepaart mit wilden bissigen Drums geboten. Dazu ein harter Bass und natürlich das für jede Thrasher Platte notwendige Screaming, welches Sänger Nick Tragakis nahezu perfekt beherrscht. Beim Screaming scheiden sich ja sehr oft die Geister. Entweder du liebst es, oder du hasst es. Nick Tragakis beherrscht es jedenfalls. Ob ihr es liebt oder hasst, überlasse ich den geneigten Hörern.

Das Album ist aus meiner Sicht natürlich nicht stilprägend, aber durchaus mittendrin in der weltweiten Thrasher Szene.

Auf The Last War Order jagt eine Thrashrakete die andere. Man kommt kaum zum Verschnaufen. Das fängt schon gleich nach dem Intro mit Twisted Logic an. Abwechslung ist nicht angesagt. Es gibt Thrash, Thrash, Thrash. Was anderes sollte man auch nicht erwarten.

Gerade das letzte Stück Human Project hat es mir richtig angetan. Sehr geile Gitarrenarbeit auf fast 8 Minuten Länge. Für mich der richtige Abräumer zum guten Schluss. Aber Hallo, der Titel sagt mir das was!? Human Project!? Ach ja, jetzt habe ich es. The Human Project war doch der Titel ihres letzten Albums. Das muss ich mir jetzt aber auch wieder rein ziehen. War das nun Absicht von Exarsis!?

Textlich handelt es sich auf dem Album um Exarsis typische Anti-Government-Botschaft, die wohl auch bei den meisten Thrashbands im Vordergrund steht.

Das großartige Artwork stammt, wie bei den Vorgängeralben von Exarsis ebenfalls, von Ed Repka. Das Cover Artwork gibt bereits einiges zum Inhalt preis. Hierzu gab es im Vorfeld der Veröffentlichung einige kontroverse Diskussionen, zu denen die Band bereits Stellung nahm: Fuck all fascists, fuck all politicians, fuck any form of religion! Das sagt alles, meine ich.

Laut Info auf der Facebookseite von Exarsis soll im Januar 2018 auch eine limitierte Vinylausgabe des Albums erhältlich sein.

Exarsis – New War Order
Fazit: Exarsis bleiben auf ihrem neuen Album New War Order ihrer Linie treu und geben erfrischenden neuzeitlichen Thrash Metal zum Besten. Auf dem Album ist kaum Zeit zum Verschnaufen. Hier wird das Rad nicht neu erfunden, sondern zum Rollen gebracht.

Anspieltipps: Twisted Logic, Human Project.
Juergen S.8.8
8.8Gesamtwertung
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