Helion Prime – Helion Prime

“Power Metal Light“

Artist: Helion Prime

Herkunft: Sacramento, Kalifornien, USA

Album: Helion Prime

Spiellänge: 50:14 Minuten

Genre: Power Metal

Release: 24.02.2017

Label: AFM Records

Link: http://helionprimemetal.com

Bandmitglieder:

Gesang – Heather Michele
Gitarre – Jason Ashcraft
Bassgitarre – Jeremy Steinhouse
Schlagzeug – Justin Herzer

Tracklist:

  1. Into The Alien Terrain
  2. The Drake Equation
  3. Life Finds A Way
  4. Into The Black Hole
  5. A Place I Thought I Knew
  6. You Keep What You Kill
  7. The Ocean Of Time
  8. Moon-Watcher
  9. Apollo (The Eagle Has Landed)
  10. Live And Die On This Day

Wie wir alle wissen, sind die Zeiten, in denen mit Veröffentlichungen von Alben Geld verdient wurde, schon lange vorbei. Immer mehr Bands setzen auf das Medium Digital und manchmal kommt irgendwann später der physische Release. So auch hier. Helion Prime erschien digital bereits am 15.02.2016, erst ein Jahr später, am 24.02.2017, erschien das Full-Length-Debüt der Amis über AFM Records auf CD.

Auf dem Album gibt es nicht weniger als gleich dreizehn Gastmusiker zu hören, was für ein Debütalbum beachtlich ist. Mit Ausnahme von Niklas Isfeldt (Dream Evil) sind diese jedoch bislang eher unbekannt. Das Konzept der Band ist es, Power Metal mit wissenschaftlichen Themen zu spielen, die man mit Science-Fiction würzt. So verwundert auch weniger der Name der Band, der einem Alien-Planeten aus dem Film Chroniken eines Kriegers entstammt. Der Power Metal der Band ist nicht nur eingängig, er ist auch überaus catchy, fast schon cheesy. Dies ist auch der erste Kritikpunkt, denn Ecken und Kanten sucht man hier vergebens. Riffs im eigentlichen Sinne gibt es ebenfalls nicht zu hören, es ist mehr eine Aneinanderreihung von Akkorden. Songs wie The Drake Equation haben eine gehörige Punk-Schlagseite.

Herausragend sind jedoch die melodischen Soli, die gleichzeitig mehr Aggressionen vermitteln, als die Songs an sich. Dass diese der Band gut tun würden, hört man bei Into The Black Hole, wo etwas mehr Heaviness angedeutet, jedoch nicht konsequent genug umgesetzt wird. Dies geht vor allem zulasten der Vocals, die so recht poppig rüberkommen. Die Band macht einen professionellen Eindruck, jedoch habe ich den Eindruck, dass es eine Spur zu viel ist und so die Spontanität und die Emotionen sowie die Leidenschaft auf der Strecke bleiben.

Dass es auch anders geht, zeigt die Band bei You Keep What You Kill, wo kräftig auf das Gaspedal getreten wird und auch die Grundatmosphäre kräftiger ist. Die Growls hätte man sich allerdings schenken können. Selbst das mit Keyboards unterlegte Oceans Of Time kann überzeugen, weil der Kitschfaktor niedrig gehalten ist. Der wird beim nachfolgenden Moon-Watcher wieder kräftig hochgefahren, wo der Gesang in den Vordergrund gemixt ist und die Gitarren nur im Hintergrund agieren. Die Band ist bereits im Studio, um den Nachfolger aufzunehmen. Kayla Dixon, die Sängerin, die Heather Michele nach der Digital-VÖ beerbt hat, ist jedoch auch schon wieder Geschichte. Sie wurde vor wenigen Wochen von Sozos Michael ersetzt, der auch das neue Werk einsingen wird.

Fazit: Ein Debüt mit viel Schatten und etwas Licht. Wer seinen Power Metal gerne modern und catchy bis poppig mag, ist hier richtig, Fans des eher kraftvollen Power Metals mit einer gepflegten Heavyness werden hier jedoch nicht glücklich.

Anspieltipps: The Drake Equation, Into The Black Hole, You Keep What You Kill, Oceans Of Time
Hans-Jörg D.
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