King Ultramega: veröffentlichen Tribute-Version von Soundgardens „Loud Love“ feat. Lzzy Hale und Dave Krusen

Zu Ehren von Chris Cornell und in Partnerschaft mit MusiCares

Als Hommage an Chris Cornell präsentieren King Ultramega eine energiegeladene Neuinterpretation des Soundgarden-Klassikers Loud Love. Unterstützt werden sie dabei von Lzzy Hale (Halestorm) am Gesang, Alex Skolnick (Testament / Metal Allegiance) an der Gitarre sowie Dave Krusen (Pearl Jam) am Schlagzeug. Gleichzeitig sammeln King Ultramega Spenden und schaffen Aufmerksamkeit für MusiCares, die gemeinnützige Organisation der Recording Academy, die Musikerinnen und Musiker unter anderem mit Angeboten zur psychischen Gesundheit, Suchtprävention und Nothilfe unterstützt.

Loud Love erschien ursprünglich auf Soundgardens 1989 veröffentlichtem Album Louder Than Love und zählt bis heute zu den beliebtesten Songs der Band. Der Titel verdeutlicht eindrucksvoll die außergewöhnliche stimmliche Bandbreite von Chris Cornell. Um sowohl Cornell als auch den ikonischen Song angemessen zu würdigen und den Geist dieser Ära einzufangen, entschied sich Produzent Mark Menghi für einen bewusst klassischen Aufnahmeprozess, um die analoge Wärme des Originals möglichst authentisch nachzubilden.

Lzzy Hale sagt über die Veröffentlichung: „Wenn es jemals einen Zeitpunkt gab, die Botschaft von Loud Love zu verbreiten, dann ist es jetzt.“

Produziert wurde Loud Love von Mark Menghi. Mix und Mastering übernahm Josh Wilbur. Das Artwork stammt ebenfalls von Mark Menghi, während das begleitende Video von Tom Flynn realisiert wurde.

Lzzy Hale über ihre Herangehensweise an den Gesang:
„Ich glaube nicht, dass ich jemals besonders gut darin war, andere zu imitieren. Aber ich habe versucht, mich in Chris hineinzuversetzen. Es geht vielmehr darum, in einen Song einzutauchen und seine Seele einzufangen. Ich stelle mir gerne vor, ich wäre die Autorin des Songs und mache ihn mir zu eigen, ohne dabei das Original aus den Augen zu verlieren.“

Über ihren musikalischen Einfluss durch Chris Cornell sagt Hale weiter:
„Ich habe das Gefühl, ständig etwas von Chris zu lernen. Alle paar Jahre entdecke ich neue Tiefen in seinen Texten oder neue Höhen in seinem Stimmumfang. Vor allem aber besaß Chris eine Authentizität, die man weder lernen noch trainieren kann. Ich glaube ihm jedes einzelne Wort. Mich inspirieren sowohl seine Kontrolle über dieses animalische Stimmvolumen als auch seine Poesie und die Ehrlichkeit seines Gesangs.“

Alex Skolnick beschreibt seinen Ansatz, den Gitarrenstil von Kim Thayil zu bewahren:
Kims Spiel besitzt einen starken Groove sowie eine rohe Ehrlichkeit, die besonders erfrischend wirkte, als dieser Song erstmals erschien – in einer Zeit, in der Hard Rock oft überproduziert und perfektioniert klang. Ich wollte eine gute Balance finden zwischen Respekt vor den Originalparts und meinem eigenen Stil, ohne dabei dem Song im Weg zu stehen.“

Über die Zusammenarbeit mit Mark Menghi außerhalb von Metal Allegiance sagt Skolnick:
Mark und ich haben bei Metal Allegiance meist an Originalmaterial gearbeitet, das mit einem leeren Blatt Papier begann. Dieses Mal hatten wir eine klare Vorlage. Früher spielte es keine Rolle, wer nach den Drumtracks weiterarbeitete oder ob wir gemeinsam oder getrennt aufgenommen haben. Diesmal war es entscheidend, die Live-Energie gemeinsam im Studio einzufangen. Das war eine spannende Herausforderung. Dieser Song verlangte geradezu danach, dass Bass und Gitarre gemeinsam auf Band aufgenommen werden. Vermutlich gilt das für einen Großteil des Soundgarden-Katalogs.“

Mark Menghi erklärt seine Besetzungswahl für Loud Love:
„Ich wusste von Anfang an, dass Dave die Drums auf diesem Song spielen sollte. Wer wäre geeigneter als jemand, der auf einem der größten Rockalben aller Zeiten Schlagzeug gespielt hat und zugleich mit dazu beigetragen hat, die Seattle-Szene der späten Achtziger und frühen Neunziger mitzuprägen?“

Weiter berichtet Menghi: Alex Skolnick und ich waren gerade im Studio und arbeiteten an einem neuen Metal-Allegiance-Song, aus dem später Black Horizon wurde, als ich ihn fragte, ob er bei einem King-Ultramega-Stück mitspielen wolle. Noch besser wurde es, als ich sagte: ‚Siehst du die alte Bandmaschine dort in der Ecke? Wir nehmen unsere Parts gemeinsam, live und ganz klassisch auf Tonband auf.‘“

Über die Beteiligung von Lzzy Hale sagt Menghi:
„Der letzte Baustein des Loud Love-Puzzles war die großartige Lzzy Hale. Sie für diesen Song gewinnen zu können, ist eine große Ehre. Wer die Originalversion kennt, weiß, wie außergewöhnlich Chris’ Gesangsleistung darauf ist. Und wer wäre besser geeignet, diese Herausforderung anzunehmen als Lzzy? Sie verfügt über eine beeindruckende stimmliche Kontrolle, enorme Präsenz und gehört für mich zu den besten Rocksängerinnen unserer Zeit.“

Ein zentrales Element der Neuaufnahme ist die analoge Produktion. Menghi erklärt:
„Es war mir sehr wichtig, diesen Song so klassisch wie möglich umzusetzen. Ich wollte die Wärme, die Atmosphäre und das Gefühl des Originals einfangen. Das bedeutete für mich: Aufnahme auf Tonband, gemeinsam in einem Raum und live eingespielt. Tonbandaufnahmen sind heute fast eine verlorene Kunst. Deshalb war es etwas ganz Besonderes, zu dieser Arbeitsweise zurückzukehren. Alex und ich haben schon oft gemeinsam aufgenommen, aber dies war das erste Mal, dass wir live zusammen mit echten Verstärkern und laufender Bandmaschine aufgenommen haben. Die dabei entstandene Energie war einzigartig.“

Dave Krusen von Pearl Jam, der 2017 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, erinnert sich an seine Verbindung zu Soundgarden: „Seattle war Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger ein turbulenter Ort. Das Beste, was daraus hervorging, war die großartige Musik. Ich war ein riesiger Soundgarden-Fan. Chris und Matt lernte ich kennen, als wir an Ten arbeiteten und sie gleichzeitig mit Temple Of The Dog beschäftigt waren. Das war für mich etwas ganz Besonderes. Als ich gefragt wurde, ob ich Teil dieses King-Ultramega-Projekts sein möchte, war das eine große Ehre. Die Drum-Parts von Loud Love zu spielen, war zunächst einschüchternd, aber die Leute im Studio machten die Arbeit vollkommen entspannt und sehr unterhaltsam.“

Eine persönliche Erinnerung an Chris Cornell teilt Krusen ebenfalls:
„Ich werde nie vergessen, wie Chris 1993 hinter der Bühne bei einer Pearl-Jam-Show auf mich zukam und sagte: ‚Hey Dave, ich bin Chris. Erinnerst du dich an mich?‘ Jedes Mal, wenn ich mit ihm sprach, war er unglaublich herzlich. Ich vermisse ihn und seine Musik. Und auch Matt Cameron war mir gegenüber immer äußerst großzügig und cool. Dass ich seinen Drumhocker teilen durfte, war ebenfalls eine große Ehre.“