Das Jahr ist noch jung und bisher rollt so viel Scheiße unsere Kehle herunter, dass Hören und Sehen versagen, einfach aufgeben, ihre Aufgaben zu erfüllen. Bäng. Aus. In solchen Zeiten ist jede schöne Note eine schmeichelnde Wohltat. Und es gibt sie tatsächlich, diese schönen Momente. Das sind nicht immer Mozart oder Pink Floyd. Egal. Heute sind es die Punkrocker Melonball aus Nürnberg, die mit ihrem neuen Album Take Care für eine gute halbe Stunde für positive Vibes sorgen.
Punk ist nicht tot, sondern macht Spaß!
Schon der Opener Garbage Day versprüht Glückshormone, 77 Sekunden flotter, rotziger, melodischer Punkrock. Herrlich. Schnell zu spielen kann wunderschön sein, wenn Rhythmus, Gitarre, Melodien und Gesang zusammenpassen, ein Ganzes ergeben. Genau das ist bei den zwölf Songs der Fall: mitreißendes Tempo, emotionale, sympathische Female Vocals, coole Hooks und ein paar Oh-Oh-ohs hier und da sowie ein wenig Herumgealber. Dabei ernste Themen mit bodenständigem Humor und positiven Ausblicken kommentieren. Wild um sich schlagen ist nicht immer das beste Mittel gegen Frust, ein kleines Licht im Tunnel anzuzünden schon.
Freundschaft, Liebe und Miteinander funktionieren auch in schlechten Zeiten und sind bei weitem nicht so anstrengend wie Hass. Mal miteinander das Tanzbein schwingen, Blödsinn machen und Abenteuer erleben. Dazu immer gute Mucke im Ohr, im Kopf, im Herz. Die Empfehlung dazu ist Architects Of Comfort, ein nachdenklicher, aber umso zündender Song mit einem unwiderstehlichen Refrain. Punkrock ist so simpel und so treffend. Melonballs brauchen nicht viele Zutaten, um ihre Version der ätzenden Spielform des Rocks auf den Punkt zu bringen. Das Gewicht der aktuellen Ereignisse lassen sie sich nicht anmerken. Sie spielen frisch drauflos.
Hier geht es lang für weitere Informationen zu Melonball – Take Care in unserem Time For Metal Release-Kalender.



