PTSD – A Sense Of Decay

“Schwer verdauliche Kost aus Italien“

Artist: PTSD

Herkunft: Grottammare, Italien

Album: A Sense Of Decay

Spiellänge: 60:30 Minuten

Genre: Alternative Metal

Release: 20.05.2013

Label: My Kingdom Music

Link: http://www.myspace.com/postraumatic

Klingt wie: 30 Seconds To Mars und Lapko

Bandmitglieder:

Gesang – Henry Guy
Gitarre – Yorga
Gitarre – Jason
Bass – Logan
Schlagzeug – Marco Minnemann (Session Drums und Percussions) / Lancs (Live Drums)

Weitere Musiker auf dem Album:
Piano bei Heavy On My Heart – Rossano Capriotti
Schlagzeug bei Heavy On My Heart – Lancs
Bass bei Heavy On My Heart – Davor

Tracklist:

  1. Event Horizon
  2. A Reason To Die
  3. Parasomnia
  4. Staring The Stormwall
  5. Suicide Attitude
  6. A Sense Of Decay
  7. Breathless
  8. Solar Matter Loss
  9. By A Thread
  10. Heavy On My Heart (Anastacia Cover)
  11. …..If?
  12. Event Horizon (Forgotten Sunrise Remix)

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Der Bandname PTSD steht für Posttraumatic Stress Disorder, eine psychische Erkrankung, die nach einem schweren Trauma auftreten kann. Gegründet wurde die Band 2005. Im Jahr 2008 erschien das erste Album Burepolom. Drei Lieder dieses Albums sind im Soundtrack zu Am I Evil zu finden.

Die meiner Meinung nach vorhandene Ähnlichkeit zu 30 Seconds To Mars bezieht sich in erster Linie auf die Stimme von Henry Guy, die der von Jared Leto sehr ähnlich ist. Die Musik von PTSD weist vornehmlich Ähnlichkeit mit den beiden älteren Alben von 30 Seconds To Mars auf. Während diese Alben aber noch eine gewisse Eingängigkeit aufweisen, stürzen bei A Sense Of Decay doch eine ganze Menge unterschiedlichste Eindrücke und Rhythmuswechsel auf mich ein, die es mir sehr schwer gemacht haben, das ganze Album mit voller Konzentration zu hören.

Die ersten 30 Sekunden des Albums lassen mich noch in dem Glauben, dass ich hier ein Alternative Metal-Album höre, das man in einem Streifen durchhört, weil es einfach Spaß macht. Aber dann setzt die Stimme von Henry Guy ein, und das Lied zeigt sich so vertrackt, wie die meisten anderen Stücke, die folgen. Damit will ich nicht die musikalische Leistung der Bandmitglieder schmälern, aber ob damit die Zeit für einen großen Schritt in Richtung eines breiteren Publikums gekommen ist, wie sich Henry Guy dies in einem Interview wünscht, wage ich zu bezweifeln.

Warum man dann auch noch das Lied Heavy On My Heart von Anastacia gecovert hat, ohne es gegebenenfalls etwas zu bearbeiten, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Wahrscheinlich hat es textlich in das Konzept des Albums gepasst, meiner Meinung nach ist dieser Track überflüssig.

Der Forgotten Sunrise Remix vom Song Event Horizon könnte dann fast als neuer Soundtrack zum gleichnamigen Film durchgehen, ist aber auch entbehrlich.

Fazit: Ein ziemlich sperriges Album, das es dem Hörer nicht leicht macht. Anspieltipps: Parasomnia, Suicide Attitude und By A Thread
Heike L.
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